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Michael Kiske - Kiske - Somerville

Review von Jukebox vom 22.09.2010 (1832 mal gelesen)
Michael Kiske - Kiske - Somerville MICHAEL KISKE dürfte wohl nahezu jedem Metal Fan ein Begriff sein. Bereits im Alter von 18 Jahren stieg er bei HELLOWEEN ein, und löste damit den späteren GAMMA RAY-Fronter Kai Hansen am Mikro ab. Nach dem Durchbruch mit HELLOWEEN verlies er die Band 1993 und kehrte dem Metal so nach und nach den Rücken zu und ging in diversen Aufsätzen sogar so weit, den Anhängern dieser Musik Verdummung und allgemeine Verrohung vorzuwerfen. Von diesen Äußerungen hat er sich jedoch inzwischen größtenteils distanziert und sich seitdem an diversen hochkarätigen Alben als Sänger (KISKE, PLACE VENDOME) beziehungsweise Gastsänger (AVANTASIA, AINA, REVOLUTION RENAISSANCE, MASTERPLAN u.a.) beteiligt.

Die Amerikanerin AMANDA SOMERVILLE, die seit Ende der Neunziger hauptsächlich in Deutschland und den Niederlanden wohnt, hat ihre Wurzeln dagegen eher im Songwriter-Bereich, sowie im Soul und Pop. Doch auch sie konnte sich in den letzten Jahren in der Metalszene einen guten Ruf erarbeiten. So war sie z.B. 2008 mit EPICA auf Tour, um die damals erkrankte Simone Simons zu vertreten. Desweiteren ist sie ebenfalls für ihre Gastauftritte bei z.B. AVANTASIA, KAMELOT, EDGUY und AFTER FOREVER bekannt, und ihr 2008 erschienenes Soloalbum "Windows" kann sich ebenfalls durchaus hören lassen. Auch die Metal-Oper "AINA - Days of Rising Doom" stammt hauptsächlich aus ihrer Feder. Bereits auf diesem Album arbeiteten SOMERVILLE und KISKE zusammen, und auf dem nun vorliegenden Album zeigt sich, wie hervorragend ihre Stimmen zueinander passen.

Nach einer Idee von Frontiers Records Präsident Serafino Perugino trat dieser an Mat Sinner (PRIMAL FEAR, SINNER) mit der Bitte heran, Songs für ein Duett-Album mit Michael Kiske zu schreiben. Der weibliche Part stand zu dieser Zeit noch nicht fest, doch bald wurde mit AMANDA SOMERVILLE der passende Partner gefunden. Zusammen mit Magnus Karlsson (STARBREAKER, PRIMAL FEAR) enstand mit Unterstützung von Sander Gommans (Ex-AFTER FOREVER) und Amanda ein wahres melodisches Meisterwerk.

Hatte sich KISKE vor einigen Jahren noch dahingehend geäußert, dass er künftig auf harte Gitarren verzichten möchte, kommen die Songs dieses Albums teilweise doch heftig rüber. Es ist streckenweise nicht zu überhören, dass hier zwei PRIMAL FEAR-Mitglieder am Werk waren, wenngleich die Stücke dennoch um einiges getragener und melodischer ins Ohr gehen. Dass MICHAEL KISKE ein Goldkehlchen vor dem Herrn ist, muss an dieser Stelle wohl nicht extra betont werden, und auch AMANDA SOMERVILLE veredelt die Songs nach allen Regeln der Kunst. Diese beiden Stimmen in Kombination ergeben einen wahren Ohrenschmaus und machen von Anfang bis Ende wirklich zu jeder Sekunde Spaß.
Der Opener 'Nothing Left To Say' knallt zu Beginn gleich ordentlich und stimmt einen auf ein abwechslungsreiches Album voller Gitarrenriffs, melodischen Hooklines und Refrains, Bombast und Dramatik ein. Der bereits im Vorfeld durch YouTube bekannt gewordene Song 'Silence', der auf dem Album um einiges länger ausgefallen ist, enthält zwar einen gewissen Kitschfaktor und kommt nicht all zu hart um die Ecke, doch wie die beiden hier miteinander trällern ist wirklich klasse. Der Song bietet alles was ein Duett braucht und bleibt von Anfang an im Ohr hängen. 'If I Had A Wish', zu dem ebenfalls ein Video gedreht wurde, ist eine etwas kommerziellere Nummer mit einem eingängigen Refrain, den man immer wieder hören kann. 'End Of The Road' ist für mich neben 'Silence' ein absolutes Highlight, welches zunächst mit Bombast und viel Keyboard beginnt, gefolgt von Amandas ruhigen Vocals (die mich sofort an den Part von TARJA TURUNEN aus dem Duett 'Walking With The Angels' mit DORO erinnern), um dann gemeinsam mit Michael in einen klasse Refrain voller Bombast und Dramatik überzugehen. 'A Thousand Suns' und 'One Night Burning' sind tolle Balladen, in welchen beide Sänger mit ihren Stimmen spielen und viel Abwechslung geboten wird.

Hier Anspieltipps zu nennen ist fast unmöglich, denn jeder einzelne Song bietet auf seine eigene Weise Höhepunkte, was die Stimmen der beiden auf der einen Seite, als auch die Kompositionen als solches auf der anderen Seite angeht. Das Album bleibt von Anfang bis Ende sehr eingängig und die einzelnen Songs sind Michael und Amanda hörbar auf den Leib geschneidert. Der Sound der Scheibe lässt ebenfalls keine Wünsche offen, so dass man dieses Album wirklich immer wieder hören kann und will.
Es bleibt in Anbetracht dieser Klasse wirklich zu hoffen, dass es hier nicht nur bei diesem einmaligen Projekt bleibt, sondern dass man die beiden zukünftig auf weiteren gemeinsamen Alben hören und eventuell auch live bewundern kann.


Unser Interview mit Michael und Amanda gibt es hier.


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
1. Nothing Left To Say
2. Silence
3. If I Had A Wish
4. Arise
5. End Of The Road
6. Don't Walk Away
7. A Thousand Suns
8. Rain
9. One Night Burning
10. Devil In Her Heart
11. Second Chance
12. Set Afire
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 71:16 Minuten
VÖ: 24.09.2010

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