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Interview mit Chris Boltendahl von Grave Digger

Ein Interview von Odin vom 02.06.2003 (5643 mal gelesen)
21 Uhr hatten wir abgemacht, gegen 22:20 Uhr klingelte dann mein Telefon zur nächtlichen Unterredung mit dem Reaper...

  Ich dachte noch "Hm, man merkt, dass du studiert hast", so von wegen und dem akademischen Viertel, aber das wurde dann irgendwann recht lang...

Chris:   Nene, ich hab mit unserer Katze gespielt und dann habe ich die Zeit darüber vergessen.

  Gut. Wie angekündigt habe ich noch Fragen zum Buch, zu eurer Biographie. Wie verkauft die sich eigentlich so?

Chris:   Wie sich so ein Buch halt verkauft, wenn man nicht gerade Harry Potter ist... Nein, wir haben jetzt 2.500 Stück verkauft, und das finde ich schon ganz ordentlich.

  Dann gab es ja Probleme mit der Veröffentlichung, es hat sich ziemlich lange herausgezögert.

Chris:   Ja, weil tausend Leute gegengelesen haben und noch mal korrigiert... Der Verlag ist da halt ein bisschen langsamer als eine Plattenfirma.

  Man packt sich beim Lesen gelegentlich an den Kopf aufgrund eurer doch wiederkehrenden Naivität, was das Business angeht, das macht euch aber auch irgendwie sympathisch, weil ihr menschlich und schonungslos euch selbst gegenüber seid.

Chris:   Auf jeden Fall, ich denke mal im Endeffekt gibt es da ja nichts irgendwie zu vertuschen. Wir sind ein paar Mal ins offene Messer gelaufen, immer mit dem Gedanken an die Musik im Kopf und das Geschäft darüber vergessen. Dann entstehen solche Sachen natürlich auch in einem gewissen Alter; wenn sie dir mit 20 einen Plattenvertrag anbieten, dann hast du erst mal nur Rockstar-Sein im Kopf, alles andere ist erst mal völlig uninteressant. Wenn dir das Selbe natürlich mit 32 noch mal passiert, dann ist das schon ein bisschen arm, aber ich meine, ich habe meine Erfahrungen daraus gezogen und meine Schlüsse und heute ist es nicht mehr so einfach, mich über den Tisch zu ziehen.

  Ihr seid inzwischen doch bei einem Major der Branche - zumindest im Metal-Bereich - gelandet, ist das wichtig für dich?

Chris:   Ja, ich denke mal auf jeden Fall ist es gut bei einem Label zu sein, das mit Metal arbeitet, und das 24 Stunden am Tag. So hat unsere alten Labels ja auch mal jemand angefangen, bis GUN dann eben halt irgendwann in die Alternative-Ecke abgeschwenkt ist, und wir halt mit der Arbeit nicht mehr ganz zufrieden waren. Aber im Endeffekt sind wir schon froh, dass wir bei Nuclear Blast sind.

  Nochmal zur Biographie zurück. Du hast bzw. ihr alle habt über lange Zeit viel Mittelchen konsumiert, Alkohol und so weiter. Denkst du das war förderlich oder eher hinderlich für eure frühe Karriere?

Chris:   Auf eine Art und Weise bestimmt hinderlich, auf der anderen Seite haben wir es natürlich auch sehr genossen, uns die Freiheit rauszunehmen, auf Tour zu saufen bis der Arzt kommt und Spaß zu haben. Aber es verblendete natürlich auch die Realität etwas. Und ich habe einfach gelernt seit 2,5 Jahren, dass man auch Spaß haben kann, ohne total blau zu sein (lacht), und dass es einem am anderen Tag viel besser geht als wenn man gesoffen hat. Viele Leute sagen "wie, trinkst kein Alkohol mehr, auch kein Schlückchen mehr oder so?". Ich habe einfach damit abgeschlossen, habe gesagt 20 Jahre sind ok, 20 Jahre Exzess, 20 Jahre Kiffen, das sind Sachen, die in mein momentanes Leben nicht mehr reinpassen, wo ich keinen Bock mehr drauf hab', und da fahre ich eigentlich ganz gut mit. Die andere Geschichte ist natürlich, dass das meiner Stimme besser bekommt.

  Du bist also wirklich völlig abstinent, rührst gar nichts mehr an?

Chris:   Genau.

  Du hast dich ja selbst therapiert quasi, es klingt sehr einfach im Buch; du hast dann beschlossen, du hörst jetzt auf und hast einfach Schluss damit gemacht. War das wirklich so einfach oder schon ein bisschen härter?

Chris:   Es kommt immer drauf an, welchen Leidensdruck man selber hat, ne? Wenn man natürlich sieht, dass das ganze Leben um einen herum und Beziehungen und Freundschaften kaputt gehen, weil man eigentlich nur noch damit beschäftigt ist, zu kiffen oder irgendwelchen Alkohol in sich reinzuschütten, dann merkt man eigentlich man hat die Wahl; will ich dieses Leben weiterführen oder will ich schlagartig was ändern, um das, was ich habe, zu retten und um sich auch in eine andere Richtung zu bewegen. Ich habe mich einfach für zweiteres entschieden. Klar, die ersten zwei Monate merkst du das schon, wenn du nichts mehr trinkst und nichts mehr rauchst, da wachst du dann schon alle anderthalb Stunden nachts auf und bist schweißgebadet - da musst du dann einfach durch. Es ist halt schon wie so ein Entzug - ich meine ich war jetzt nicht irgendwie Heroin-abhängig oder so, ich würde auch nicht sagen, dass ich hochgradig Alkoholiker war, sondern ich war halt schon Alkohol-abhängig irgendwo und natürlich auch vom Rauchen. Ich habe halt auch eine super Frau, die mich da unterstützt hat, sie hat dann auch gleichzeitig aufgehört mit Alkohol, und das war dann schon sehr einfach - was heißt einfach, sehr hilfreich!

  Das ist dann ja nicht so einfach auf Konzerten oder Festivals für dich. Hast du überhaupt noch so privates Interesse an solchen Events, kann man dich zum Beispiel in Wacken antreffen, ohne dass Grave Digger da auftreten?

Chris:   Auf keinen Fall. Da müsste ich mich irgendwo im VIP-Zelt aufhalten und da geht's ja sowieso nur noch hoch-die-Tassen... Klar, mit den Jungs sitze ich schon im Bus so nach der Show, und die kippen sich halt einen. Ich sitze dann bis zu einem gewissen Punkt dabei, wenn ich sehe, dass die Kommunikation den Bach runtergeht mit den Jungs, dann gehe ich halt auch pennen. Aber ich gehe natürlich auch noch gerne auf Konzerte, aber ich gehe da nicht mehr hin, um mich zu besaufen und mich zuquatschen zu lassen, sondern um die Musik zu hören. Wenn die Musik dann aber langweilig ist, bin ich auf firm genug, dann auch zu gehen.

  Du kannst dich wahrscheinlich auch nicht mehr so frei im Auditorium bewegen, du hast ja schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht...

Chris:   Also wenn ich in die Kölner Oper gehe, dann schon, haha! Aber wenn ich natürlich hier in die Live-Music-Hall gehe oder ins Palladium, wenn ich da zu Manowar gehen würde oder so, klar, dann bin ich natürlich den Blicken und den Fragen ausgesetzt.

  Hast du dir Wagner mal angeschaut im Original?

Chris:   Jaja, klar! Meine Jungs mussten also, bis auf Jens, alle mit in "Siegfried" letztes Jahr im Dezember, was natürlich gleich für Opern-Einsteiger extremer Hardcore ist, weil da geht's ja gleich viereinhalb Stunden heftig zur Sache. Man muss sagen, sie haben auch so die ersten zwei Akte gut mitgehalten, im dritten Akt geht's dann darum, dass Siegfried Brunhilde aufweckt und dass er ihr halt seine Liebe gesteht - das zog sich schon etwas hin. Sie liefen also schon des öfteren aneinander vorbei, und da merkte man schon, dass die Jungs auch etwas unruhig wurden in ihren Sitzen, aber ansonsten haben sie es gut geschafft. Ich war noch in "Rheingold" und jetzt im Oktober gibt's hier Premiere "Götterdämmerung".

  Dann habe ich hier noch eine Frage von einem Kollegen aus Israel, der auch für uns schreibt. Auf der Excalibur-Tour 2000 wurden Grave Digger Gigs in Israel abgesagt, dazu wollte er gerne wissen, warum die abgesagt wurden und ob ihr gedenkt, die in naher Zukunft nachzuholen.

Chris:   (schmunzelt) Ich glaube zum momentanen Zeitpunkt muss man sagen, dass ein Großteil unserer Musiker Familie hat, und ich glaube die Frauen hätten doch arg was dagegen, wenn wir Musiker zurzeit nach Israel fliegen würden. Es war auch damals der selbe Grund; wir hatten das geplant, dann wurde es halt vom Metal Hammer Israel, dem Veranstalter, wieder abgesagt aufgrund terroristischer Aktivitäten da unten und der instabilen politischen Lage. Dann wurde es ja auch immer schlimmer da unten, und dann haben wir auch selber gesagt "ne, komm', lass' mal gut sein, wir machen ja schon viel Scheiß mit, aber das müssen wir im Moment nicht haben."

  Dann wollen wir mal zum aktuellen Album kommen, das gestern erschienen ist [hier sieht man die Verzögerung zwischen Aufnahme und Abtippen eines Interviews - Anm. d. Verf.]. Stimmst du mir zu, dass es wieder mehr Richtung Excalibur geht?

Chris:   Ja auf jeden Fall! Wir haben uns einfach auf dem letzten Album in eine andere Richtung mal ausgelassen - was heißt andere Richtung, aber mit tiefergestimmten Gitarren das ganze mal etwas doomiger, evil-mäßiger aufgezogen, was ja auch damals unsere Grundstimmung war nach der ganzen Trennungs-Arie und dem ganzen Stress, der daraufhin folgte. Dann haben wir gesagt, wir sind jetzt auch wieder in der Lage, Konzept-mäßig gut zuzuschlagen, wir haben noch mal Bock, wieder eine Trilogie zu machen, wollen uns allerdings nicht selber kopieren, aber schon in diesem Stil auch anknüpfen und es war schon geplant, dass es dann auch in diese Richtung geht.

  Eine neue Trilogie, habe ich eben verstanden - das heißt es geht noch weiter mit klassischen Themen oder speziell Wagner?

Chris:   Äh, ne, mit Wagner wird es auf keinen Fall weitergehen, glaube ich im Moment nicht. Wir haben ja auch kein zweites "Tunes Of War" gemacht, ich denke mal "Rheingold" steht für sich, wir haben eigentlich im Groben alle Parts des Rings der Nibelungen aufgearbeitet darin. Ich denke mal, wenn wir wieder was machen, machen wir vielleicht wieder was klassisches, was auch mit klassischer Musik zu tun hat, aber mit Sicherheit nicht Wagner.

  Das Thema „Ring der Nibelungen“ war schon mal Kandidat für ein Album-Thema, zeitgleich mit dem Excalibur-Thema, habt ihr es jetzt wieder aufgegriffen, weil es damals ein Wunschkandidat war?

Chris:   Ne, gar nicht. Wir haben auf der letzten Tour in Italien zusammengesessen und haben gesagt wir wollen was unglaublich true-es machen, und da meinte unser Keyboarder (lacht) „lasst uns die Nibelungen machen, das ist so true, true-er geht’s nicht.“ Da haben wir gesagt okay, das machen wir, fertig aus. Es war natürlich damals schon mal zu Excalibur Zeiten in unseren Köpfen, aber damals hatte ich persönlich so nicht den Bock drauf, weil ich wusste damals zu wenig auch, wie das mit der Nazi-Vergangenheit war und Wagner und arisches Geschlecht und Siegfried und so was. Wir haben uns dann dieses Mal im Vorfeld sehr ausführlich darüber informiert und auch recherchiert und waren dann eigentlich auch der Meinung, dass das im Moment das richtige Thema für uns ist.

Kleinen Moment mal bitte, mein Handy klingelt gerade.

[Gespräch über Chart-Positionen]

Mein besoffener Bassist aus Italien. (lacht) Macht gerade mit seiner Frau Urlaub da.

  Es ging wahrscheinlich um den Chart-Einstieg eures eigenen Albums, oder?

Chris:   Genau. Es gibt unglaubliche Mengen an Neueinsteigern nächste Woche. Das ist eben eine super harte Konkurrenz, es geht über Yvonne Catterfeld und Riemann... Man muss es ja auch so sehen, wenn die Yvonne Catterfeld auf Eins geht, dann hat sie 100% der Verkäufe. Wenn sie 20.000 Einheiten innerhalb einer Woche verkauft hat, dann werden die anderen halt danach gerated – da können wir natürlich nicht mithalten. Im Moment ist Blind Guardian so mit am höchsten in den Trend-Charts, und wir zusammen mit Sepultura so um die 20 rum. Das wird aber bis Ende der Woche noch etwas runtergehen, deshalb denke ich mal wird nächste Woche eine Drei oder Vier vor dem Charts-Entry stehen.

  Aber die Fans sind auch wieder recht hungrig, glaube ich.

Chris:   Wir haben ja auch ein super-edles Digipack gemacht.

  Was sind denn da noch für Boni drauf?

Chris:   Da gibt es noch „My Hero“, ein Song über Siegfried, und „Goodbye“, ein Song, den Brunhilde am Grab von Siegfried am Rhein singt – `ne Ballade.

  Vor einiger Zeit war mal das Thema „Bibel“ für ein Album im Gespräch. Kannst du dir vorstellen, darüber ein Album zu machen?

Chris:   Ich hatte die Idee und ich finde das auch eine sehr reizvolle Idee, ich habe die Idee noch nicht verworfen. Bloß kam die halt für mich dieses Mal nicht in Frage. Es kann sein, wenn ich den richtigen Bezug dazu finde und die richtigen Visionen habe, dann kann das auch abgehen. Bloß die Vision hatte ich nicht, als ich die Idee hatte, ich hatte nur die Idee, aber nicht die Vision – müssen wir einfach mal schauen.

  Verfolgt einen das eigentlich, wenn immer wieder die gleichen Meisterstücke wie „Heavy Metal Breakdown“ oder „Rebellion“ für Vergleiche herangezogen werden, oder überwiegt da eher der Stolz?

Chris:   Überhaupt nicht. Ich weiß gar nicht mehr, ob das in deinem Review war oder in einem anderen, wo ich gelesen habe, dass halt immer noch die Favoriten die Trilogie sind – war das in deinem Review?

  Nein, ich habe mir Mühe gegeben, auf die ermüdenden Vergleiche zu verzichten. (leichtes Lachen)

Chris:   ...und dann denke ich mir einfach „na klar! Die Trilogie steht für sich.“ Aber dass die Leute das neue Album jetzt mit „Tunes of War“ vergleichen und sagen „im Endeffekt ist „Tunes Of War“ doch ein bisschen mehr mein Favorit“... Man muss es einfach so sehen, „Tunes Of War“ ist 1996 rausgekommen, jetzt haben wir 2003, der Kollege hatte ungefähr sieben Jahre Zeit, das Album permanent zu hören. Vielleicht sagt er in sieben Jahren „ja, „Rheingold“ ist auch ein absoluter Klassiker, mein Favorit.“ So ein Album wächst ja auch mit dem Hören, so ist es auf jeden Fall bei mir. Also als ich „Rebellion“ das erste mal im Studio gesungen oder auch gemixt habe, habe ich nicht gesagt „das ist jetzt DER Klassiker“, das entsteht ja auch mit dem immer wieder Hören, Hören und Hören. Deshalb finde ich solche Vergleiche in Reviews immer etwas voreilig getroffen.

  Was kann ein Chris Boltendahl in dem Business heute eigentlich noch erreichen, was ist dein Antrieb, weiterzumachen?

Chris:   (kurze Pause) Also, ohne Abnutzungserscheinungen noch guten Heavy Metal zu machen. (schmunzelt) Du hattest das glaube ich geschrieben mit den Abnutzungserscheinungen, ne?

  Ja, das war aber auf das Album jetzt bezogen; ich habe das ein paar Tage rauf und runter gehört, irgendwann konnte ich dann nicht mehr so richtig, da war es mir dann ein bisschen über, da hatten sich die Songs so etwas totgehört. Da muss man dann mal eine Pause einlegen und wieder neu einsteigen. Während ich das Review geschrieben habe, habe ich es nach längerer Pause dann noch mal gehört und da kam es wieder viel besser an.

Chris:   Das ist bei mir aber genauso, ich höre es manchmal zwei Wochen permanent im Auto und dann tu’ ich’s einfach mal wieder zwei Wochen weg, aber so ging’s mir eigentlich bei jedem Album.

  Also die „Abnutzungserscheinungen“ waren nicht darauf bezogen, dass ihr langsam insgesamt schlapp macht... (Gelächter) Ihr seid ja jetzt auch schon gut gereift, aber so alles in allem knallt das noch ganz gut, glaube ich.

Chris:   Ja, ich denke mal, die Band hat auch genug Potential, um noch ein paar gute Alben zu machen.

  Die Perspektive mit Grave Digger ist also so weitermachen, wie’s geht.

Chris:   Ja. Also ich denke mal, wenn die Fans draußen uns hören wollen, wonach es im Moment ja auf jeden Fall aussieht... Welche Band schafft das schon, mit jedem Album seit „Heart of Darkness“ in die Charts zu gehen? [Wieviele Bands haben schon ein Album mit dem Titel „Heart of Darkness“? – kleiner Scherz des Verfassers] Mal höher, mal tiefer, mal verkaufen wir 5.000 mehr, 5.000 weniger, aber alles in allem halten wir eigentlich immer unseren Level. Und gerade in so einer Zeit wie die jetzt im Moment, ich meine die wirtschaftliche Lage draußen ist extrem hart, die Leute haben nicht mehr so viel Geld. Ich war heute mal beim Saturn, da „krie’isch datt Kotzen“, wenn ich da meine eigene CD für 16,99 dastehen sehe! Wir haben dieses Mal mit Nuclear Blast auch drauf geachtet, das wirklich ein hochwertiges Jewel-Case mit Vierfarbdruck und auch das Digipack eine super Aufmachung haben. Aber trotzdem, es ist einfach zu teuer draußen, ne. Und dann hast du natürlich noch eine Blind Guardian, die als Doppel-LP gleich für 17,99 daneben steht.

  Tja, wenn man sich euren gesamten Backkatalog so anschaut, wünscht man sich für die Tour ab Januar doch wenigstens drei Stunden reines Grave Digger Programm, um wenigstens die Klassiker alle zu hören.

Chris:   (lachend) Ja, gut, drei Stunden, da muss ich meine Jungs noch ein bisschen ins Fitness-Studio schicken. Aber ich denke mal so anderthalb, eindreiviertel bis zwei Stunden werden es schon werden.

  Support werdet ihr dabeihaben?

Chris:   Ach, wir sind im Moment in Verhandlungen. Wir haben so gut wie unseren ersten Support als Opener, ich suche also eine zweite gute Band, aber da werde ich noch nichts dazu sagen, weil es ist einfach noch nicht spruchreif, erst mal so laue Absprachen getroffen. Aber wird schon eine ganz interessante Konstellation werden.

  Ist auf „Rheingold“ irgendwas besonders für dich, sei es musikalisch oder textlich in irgendeiner Beziehung, oder ist es einfach nur ein weiteres Album?

Chris:   Äh, also ich will mal so sagen, die Texte sind halt stark an die Vorgabe des Ring der Nibelungen angelehnt, von meiner Seite etwas mehr ins True Metallische reingezogen (lacht). Natürlich auch auf kein Klischee verzichtend. Was ich besonders finde ist eigentlich der Sound der Platte und auch diese klassischen Grave Digger Arrangements, und die Soli finde ich dieses Mal ziemlich outstanding vom Manni, und auf die Chöre bin ich stolz.

  Schwerter, Drachen, ja, das ist schon alles ziemlich true. Und musikalisch habt ihr euch von der klassischen Vorlage auch ordentlich inspirieren lassen.

Chris:   Ich denke mal das hört man natürlich durch die vielen Orchester-Parts, die ja mehr oder weniger Metal-kompatibel eingeflochten sind.

  Da wird HP (Keyboards) auf der Tour ein bisschen mehr zu tun haben?

Chris:   Ne, da specken wir natürlich wieder ab. Wir machen ja auch keine Chöre auf Tour, und da wird es eben auch nicht diese großen Orchester-Arrangements geben. Grave Digger live ist einfach schon ziemlich purer Heavy Metal und vielleicht auch noch einen Tacken härter als auf CD – und so soll es auch bleiben.

  Gut, dann bin ich eigentlich durch.

Chris:   Ja, das hoffe ich ja nicht! (Gelächter)

  Mit meinen Fragen bin ich erst mal am Ende. Falls du noch was hinzufügen möchtest...

Chris:   Das Übliche halt; dass wir froh sind, die Platte gemacht zu haben, blablablablabla, kannst ja schreiben, wie jede Band halt. (schmunzelt)

  Nun, ich habe vor, diese Interviews in näherer Zukunft auch für Web-Radio zu gebrauchen, also pass’ auf, was du sagst...

Chris:   (Gelächter) Alles klar! Ne ne, also da habe ich kein Problem. Was ich dir hoch anrechte ist, du bist einer der wenigen, die mich nicht nach „Rebellion“ [er dürfte hier die Band meinen, nicht den Song – Anm. d. Verf.] fragen, und das finde ich schon mal eine ganz gute Angelegenheit.

  Alles klar, dann wünsche ich dir noch einen schönen Abend, bis dann!

Chris:   Ja, den wünsche ich dir auch, bis bald, tschüß!

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