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Shrapnel - Raised On Decay

Review von baarikärpänen vom 24.10.2017 (2139 mal gelesen)
Shrapnel - Raised On Decay
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Die Insel hatte und hat jede Menge guten Stoff zu bieten. Da gibt's ja mal gar nichts dran zu rütteln. Wenn es eine Sparte des Metals gibt, die entweder total vernachlässigt wurde oder aber mit ziemlich halbgaren Bands besetzt war, dann ist es der gute Sound in der Schnittmenge von Speed und Thrash. Gut, da wären ONSLAUGHT, die die Fahne auch schon seit über 30 Jahren hochhalten. Und da waren die wirklich wegweisenden SABBAT. Aber hochqualitativer Nachschub? Fehlanzeige! Besonders eifrige werden jetzt mit EVILE kontern. Und ja, stimmt fast. Nur ist es a) um EVILE schon seit 2013 recht ruhig geworden und b) reden wir hier von jenem Sound, der keinerlei Gefangenen macht, voll auf die Zwölf ist, ein echter Schlag in die Fresse. Das ist der Moment, wo SHRAPNEL ins Spiel kommen.

Was die Jungs aus Norwich auf "Raised On Decay" abliefern, das ist ganz großes Thrash-Kino, eine vertonte Massenschlägerei, inklusive fliegender Barhocker, aber ohne hässliche Tiefschläge. Auch wenn sie sich, wie angegeben, an SLAYER, TESTAMENT oder MEGADETH orientieren, ist das nur die halbe Wahrheit. Addiert einfach noch 'ne ordentliche Schippe DESTRUCTION und KREATOR dazu und es kommt halbwegs hin. SHRAPNEL hauen auf "Raised On Decay" knappe 48 Minuten sowas von ins Mett, dass es eine echte Freude ist. Hörprobleme? Keine Sorge, Kopfhörer auf, SHRAPNEL rein, aufdrehen und spätestens nach zwei Minuten fällt "der Putz von den Wänden". 2017 hatte schon so einige Highlights zu bieten, siehe KREATOR. Dass "Raised On Decay" da locker mithalten kann, spricht für SHRAPNEL. Eine Riff-Salve nach der anderen, Highspeed-Drumming vom Feinsten, Soli, die Kerry King stolz machen würden. Und dazu ein Sänger, der stimmlich zwischen Tom Araya und einer derben Variante von Mille liegt. Thrash-Herz, was willst du mehr. 'The Antichrist', am Ende der Scheibe geparktes SLAYER-Cover, ist, obwohl mehr als kompetent umgesetzt, fast schon der Stinker auf "Raised On Decay". Ich finde, das sollte ausreichen, um die Qualität der restlichen zehn Tracks auf den Punkt zu bringen. Ist auch der Grund, warum wir hier auf die üblichen Anspieltipps verzichten können. Wenn's denn unbedingt sein muss, dann vielleicht doch '1.0 1', ein Song, den Araya & Co. schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr hinbekommen haben. Und vielleicht noch 'Choir Of Wolves', das eher schleppend im Vergleich zum Rest daherkommt und mit Spoken Words-Passagen aufwartet. Das Artwork der Scheibe stammt übrigens von Eliran Kantor, der auch schon für TESTAMENT, SODOM und KATAKLYSM gearbeitet hat.

"Raised On Decay" ist die absolute Vollbedienung in Sachen Thrash und ein echtes Statement von einem Album. So und nicht anders hat das zu sein.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Hollow Earth
02. Complete Resection
03. Boundaries Set
04. Jester
05. Pariah
06. Echoes Of Emptiness
07. Carved From Above
08. 1.0 1
09. Raised On Decay
10. Choir Of Wolves
11. Antichrist
Band Website: https://www.facebook.com/ShrapnelOfficial
Medium: CD
Spieldauer: 47:45 Minuten
VÖ: 29.09.2017

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