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Tigersclaw - Pricess Of The Dark

Review von Cornholio vom 21.07.2017 (2740 mal gelesen)
Tigersclaw - Pricess Of The Dark Was passiert, wenn die Finalistin der TV-Show "The Voice Of Russia" mit einem Multiinstrumentalisten gemeinsame Sache macht? In diesem Fall heißt das Ergebnis TIGERSCLAW. Die Finalistin der russischen Casting-Show von 2015 heißt Elena Minina, ist eine in Russland recht bekannte Opernsängerin, der Kopf hinter der Band (wenn man TIGERSCLAW so nennen kann) hört auf den Namen Alexander Baier. Dazu wurde Drummer Ralf Neumann, der wie Baier aus Tübingen stammt, beide kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei der Band ANTARES, ins Boot geholt, und fertig ist das Line-Up.

Schon mit den ersten Klängen fällt jedoch auf, dass das Ganze nicht so ganz ausgegoren ist. Kompositorisch ist 'World Of The Dead' zwar eins der besseren Stücke, aber die Produktion lässt arg zu wünschen übrig, alles sehr, sehr dünn. Goldkelchen Minina trällert sich durch die dreizehn Lieder, mehr soft als heavy, zu oft in recht hohen Oktaven, und leider auch oft mehrstimmig übereinandergelegt, was aber das fehlende Stimmvolumen nicht wettmachen kann. Die "pseudo-achtziger" Keyboard-Samples bei 'Princess Of The Dark' machen den Song, der eigentlich einen ganz schicken Gitarrenlauf beinhaltet, leider eher kaputt als dass sie helfen. Einer der wenigen Lichtblicke ist 'Storm Of Steel', der schön flott und nicht zu künstlich daherkommt, und die angesprochenen Keyboards, die eben noch störend waren, sind hier nicht aufdringlich, sondern nur akzentuell und damit songdienlich eingesetzt. Weiter geht's mehr balladesk ('Twilight Of The Gods', deutlicher NIGHTWISH-Einschlag bei 'Like An Angel', 'Eternity', 'Screams'), aber auch mal schneller ('Revelation'). Einziger Lichtblick der zweiten Hälfte ist 'Cherokee', das sehr vielfältig klingt und durchaus länger als nur fünf Minuten Spielzeit hätte vertragen können.

Zum traurigen Höhepunkt kommen TIGERSCLAW bei 'Phantasia'. Das auf der Gitarre gespielte Haupt-Riff ist fast auf die Note genau vom STRATOVARIUS-Kracher 'Black Diamond' abgekupfert. Der Song ist im Mittelteil zwar ziemlich cool, gerade beim Gitarrensolo liefert Baier seine vielleicht beste Leistung auf "Princess Of The Dark" ab, aber das ändert leider nichts an dieser Dreistigkeit. 'Eternal Flame' und auch 'She Rides The Lightning' wirken arg uninspiriert, und auch sonst ist das Songwriting abgesehen von den eingangs genannten Songs eher mittelmäßig.

Alles in allem ist "Princess Of The Dark" eine etwas langatmige Angelegenheit, bei der der Gedanke aufkommt, man hätte mal schnell ein Album zusammengeschustert, um die eine oder andere Mark zu machen. Die Produktion ist arg schwach, und so mancher Drumsound (beispielsweise bei 'Like An Angel') klingt sogar bei Angelo Sasso druckvoller. Zwar ist das Album nicht komplett schlecht, den einen oder anderen Lichtblick gibt es, wie bereits genannt, aber ich frage mich, wie TIGERSCLAW nach diesem Album noch weiter existieren können.


Gesamtwertung: 2.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. World Of The Dead
02. Princess Of The Dark
03. Storm Of Steel
04. Twilight Of The Gods
05. Like An Angel
06. Eternity
07. Phantasia
08. Eternal Flame
09. Screams
10. Revelation
11. Cherokee
12. She Rides The Lightning
13. Divine
Band Website: tig3r.eu/
Medium: CD
Spieldauer: 60:41 Minuten
VÖ: 14.07.2017

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