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Mythra - Still Burning

Review von baarikärpänen vom 07.05.2017 (1408 mal gelesen)
Mythra - Still Burning Lars Ulrich ist ja mitunter 'ne echte Knalltüte (sehr respektvoll gemeint). Nicht nur, dass er ununterbrochen quasselt, wenn er denn mal losgelassen wird und mehr als einmal damit auch gehörig aneckt. Oder das er mittlerweile mehr hinter seinem Drumkit steht als sitzt. Eines muss man dem Exil-Dänen aber lassen, wenn es um die NWoBHM geht, ist der Mann eine echte Koryphäe. Neben den allseits bekannten Einflüssen, wie DIAMOND HEAD oder BLITZKRIEG, die den speedigen Sound der Metallicats in den Anfangstagen maßgeblich beeinflusst haben, verweist Ulrich, wenn er so richtig in Fahrt kommt, auch gerne auf MYTHRA. Eine Band, die man zu Recht zu den ersten Bands der NWoBHM zählen darf, erschien ihre Mini-LP doch schon im Jahre 1979. Und danach folgte dann leider, wie bei unzähligen anderen Kapellen, das große Nichts. Sieht man vielleicht mal ab von der Wiederveröffentlichung der Mini-LP und einer Retrospektive aus dem Jahr 2015, aufgepeppt mit fünf neuen Songs.

2015 war auch das Jahr, in welchem MYTHRA in (fast) Originalbesetzung auf der Bühne des BroFest in Newcastle standen. Und das scheint den gut gealterten Herren so viel Spaß gemacht zu haben, dass sie dachten "Lasst uns doch endlich mal wieder was machen." Und dank der Unterstützung von High Roller liegt nun mit "Still Burning" tatsächlich der erste richtige Longplayer der Engländer vor uns. Und was soll ich sagen, sie können's noch! Wer vermutet, dass es sich bei "Still Burning" um 'ne Ansammlung von Schmonzetten handelt, die von einer Altherren-Riege zwischen dem Auftragen von Rheuma-Gel und dem Anlegen von Gicht-Bandagen eingestümpert wurden, könnte falscher nicht liegen. Yes, die Mannen sind 'Still Burning', hauen einen 'A Call To All' raus und liefern euch 'That Special Feeling' (womit wir die ersten drei Tracks auch erwähnt hätten). MYTHRA machen erst gar nicht den Fehler, ihren Sound auf modern zu trimmen. Sie machen lieber das, was sie 1979 schon gemacht haben, nämlich ehrlichen, handgemachten Metal. Auch wenn MYTHRA gerne im gleichen Atemzug mit JAGUAR oder RAVEN genannt werden, als Vorreiter in Sachen Speed Metal, werden auf "Still Burning" keine Geschwindigkeitsrekorde gebrochen. Hätte auch niemand erwartet, denke ich. Trotzdem gehen alle Songs gut nach vorne, sieht man mal vom eher balladesken 'We Belong' ab. Gitarrentechnisch überzeugen die sauber eingespielten Twin-Leads und auch Vince High liefert am Mikro eine tolle Performance ab. Lediglich die Produktion von Bart Gabriel ist zu sauber, klinisch, geraten. Da hätte ein wenig mehr "Dreck" authentischer gewirkt.

Nach der Enttäuschung von EXCALIBUR (Review an anderer Stelle), ist es toll, dass MYTHRA den Beweis antreten, dass auch Herren im gesetzten Alter noch ordentlich Hummeln im Hintern haben. Wäre schön, die Jungs nächstes Jahr auf dem KIT oder HOA bewundern zu dürfen.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Still Burning
02. A Call To All
03. That Special Feeling
04. Ride The Storm
05. Survival
06. Battle Cry
07. Silence In The Sirens
08. Sands Of Time
09. Victory Song
10. We Belong
11. Fundamental Extreme
Band Website: https://www.facebook.com/mythranwobhm
Medium: CD
Spieldauer: 44:15 Minuten
VÖ: 28.04.2017

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07.05.2017 Still Burning(7.5/10) von baarikärpänen

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