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Navarone - Oscillation

Review von Stormrider vom 07.02.2017 (2661 mal gelesen)
Navarone - Oscillation "Oscillation" ist bereits das dritte Album von NAVARONE und bietet 70s beeinflussten Classic Rock mit Einflüssen aus dem Funk und dem Grunge. Klingt jetzt erstmal ziemlich unspektakulär und mehr oder weniger nur nach der nächsten Band im Retrohype. Allerdings haben die Niederländer doch eine ganze Menge mehr zu bieten, als nur das Aufwärmen von bereits Bekanntem. Man merkt, dass sie sich ihre Sporen auf den Clubbühnen bereits verdient haben und mit diesem Album den nächsten Schritt machen wollen, und nehmen wir das Fazit vorweg: Wenn nicht alles schief läuft, dann auch machen werden.

Schon das mit einem zähen Lavariff und gesprochenen Vocals das Album eröffnenden 'Snake' ist ein Groovemonster, was einem direkt beim ersten Hören in die Beine fährt und dessen Groove man sich kaum entziehen kann. Man kommt bereits bei dem Song nicht um die grandiosen Vocals von Fronter Merijn van Haren herum, die dem Album zu jedem Zeitpunkt ihren Stempel aufdrücken und auch die Songs auf ein überdurchschnittliches Niveau heben, die instrumental noch nicht in der absolute Spitze angekommen sind. Allerdings gibt es jede Menge sehr starke Stücke, bei der die Kombination der einzelnen Elemente das Gesamtbild auf das nächste Level heben. Egal ob kurze, straighte Rocker wie 'Showtime' oder 'Chrome', das mit Handclaps untermalte Groovemonster 'Soon I'll Be Home' oder die mit wunderbaren Gesangslinien garnierte Ballade 'Free Together'. NAVARONE schaffen es, die Songs natürlich und ungekünstelt klingen zu lassen, sodass das Album nicht langweilig oder eintönig wird und auch beim zigsten Hören noch neue Details offenbart. Das absolute Albumhighlight hat man sich jedoch für die zweite Hälfte aufgehoben. 'Days Of Yore' startet bereits mit einem LED ZEPPELIN-Gedächtnisschrei, der Merjin so nah an Robert Plant bringt, wie es nur möglich ist. Anschließend entwickelt sich der Siebenminüter zu einer tiefen Verneigung vor den großen Epen der 70er, paart Groove mit Bläsern und schafft es über die gesamte Distanz spannend und nachvollziehbar zu bleiben. Hier entfalten NAVARONE ihr gesamtes Potenzial und erheben den Anspruch in den nächsten Jahren eine der führenden Bands im scheuklappenfreien Classic Rock zu werden. Dass nach diesem Paukenschlag, das Album abschließende 'Don't Belong' ist dann im Vergleich recht unspektakulär, holt den Hörer aber wieder zurück auf diese Erde und lässt "Oscillation" ruhig ausklingen.

NAVARONE haben mit "Oscillation", das soundtechnisch adäquat in Szene gesetzt ist, dabei aber nie altbacken oder muffig durch die Boxen rockt, ihrem genrevereinenden und dennoch nie unschlüssig wirkendem Songwriting und insbesondere ihrer stärksten Waffe, Merijn van Haren, jede Menge Trümpfe in der Hand, um sich in Zukunft zu einer der führenden Bands im Classic Rock zu etablieren. Nutzt jetzt die Chance und seid rechtzeitig dabei, dann könnt ihr später sagen, dass ihr es schon immer gewusst habt. Sehr starkes Album!

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Snake
02. Lonely Nights
03. Showtime
04. Free Together
05. Soon I'll Be Home
06. Shadow
07. Step By Step
08. Chrome
09. Unmistakably Everything
10. Days Of Yore
11. Don't Belong
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 47:47 Minuten
VÖ: 20.01.2017

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07.02.2017 Oscillation(8.5/10) von Stormrider

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