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Grave Digger - Healed By Metal

Review von Stormrider vom 14.01.2017 (2253 mal gelesen)
Grave Digger - Healed By Metal Erwartet jemand von GRAVE DIGGER auf ihrem nunmehr 18. (ja wirklich, ACHTZEHNTEN!) Album eine Soundkorrektur oder sonstige Innovationen? Nein? Ich auch nicht, und so bekommt der geneigte Headbanger auch auf "Healed By Metal" ziemlich exakt das, was man von einem GRAVE DIGGER-Album erwarten kann. Die Frage ist dabei ja eigentlich auch nur, wie gut das Songmaterial ausgefallen ist, also wie hymnisch die Hymnen sind und wie schädelspaltend die Schädelspalter.

Eröffnet wird "Healed By Metal" vom Titeltrack, einem klassischem Midtempostampfer mit Hymnencharakter, der alles in allem etwas zäh wirkt, aber aufgrund seiner Lyrics bei den Fans und insbesondere auf der Bühne sehr gut ankommen dürfte. Die folgenden 'When Night Falls' und 'Lawbreaker' sind dann Double Bass-getriebene Uptempo Songs, wobei letztgenannter Track mit einer recht offensichtlichen JUDAS PRIEST-Schlagseite aufwartet. Danach gibt es weiterhin soliden teutonischen Ruhrpottstahl, der zwar alle Trademarks enthält, die man von Gladbecks-Finest erwartet, kennt und schätzt, aber der im Vergleich mit dem eigenen Schaffen wenig Klassikerpotenzial aufweist. Natürlich wissen die Mannen um Fronter Chris Boltendahl wie man klassische Metal-Songs schreibt, und auch die Produktion hat Dampf und setzt die Riffs von Axel Ritt genauso in Szene, wie das rhythmische Grundgerüst von Stefan Arnold und Jens Becker, aber am Ende will der Funke nicht so hundertprozentig überspringen. Man ist geneigt zu sagen: "Solide, aber ich lege dann doch eher einen der bandeigenen Klassiker auf". Ich wüsste nach diversen Durchläufen zumindest nicht, welchen der zehn Tracks ich auf einer GRAVE DIGGER-Best-Of platzieren sollte.

Eine Änderung gibt es aber im Vergleich zu den meisten Vorgängern dennoch: Haben GRAVE DIGGER in den letzten 20 Jahren fast ausschließlich Konzeptalben veröffentlicht, liegt "Healed By Metal" kein solches zugrunde, sondern es handelt sich um Songs, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang stehen. Zum Glück bestätigt sich dabei aber die Befürchtung nicht, dass es sich bei 'Halleluja' um eine Coverversion von LEONARD COHEN handeln könnte. Wobei dieser Track ähnlich wie das abschließende 'Laughing With The Devil', das als einziges die Vier-Minuten-Marke überschreitet aber unter seinem schier unsäglichen "Hahahaha"-Refrain massiv leidet, nicht gerade zu den Highlights auf "Healed By Metal" zählt.

Am Ende liest sich das Review nun etwas schlechter, als es die Platte wirklich ist, denn falsch macht ein Fan der Band aber natürlich auch mit diesem Album nichts. Aber GRAVE DIGGER haben im Laufe ihrer über 35jährigen Karriere schon zu viele Alben herausgebracht, die man über "Healed By Metal" ansiedeln kann und welche die stärkeren Songs beinhalten, sodass der aktuelle Dreher eher im Mittelfeld der Band-Diskographie einzureihen ist. So cool der Albumtitel auch ist, eine heilende Wirkung wird von "Healed By Metal" eher nicht ausgehen.





Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Healed By Metal
02. When Night Falls
03. Lawbreaker
04. Free Forever
05. Call For War
06. Ten Commandments For Metal
07. The Hangman’s Eye
08. Kill Ritual
09. Hallelujah
10. Laughing With The Dead
Band Website: www.grave-digger.de
Medium: CD
Spieldauer: 36:20 Minuten
VÖ: 13.01.2017

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