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Metal Church - XI

Review von Stormrider vom 21.04.2016 (1910 mal gelesen)
Metal Church - XI Dass Mike Howe nach mehr als zwanzig Jahren wieder in die METAL CHURCH zurückkehrt, um die Predigt zu halten, war zwar nach dem Abgang von Ronny Munroe und den darauf folgenden Ankündigungen und Hinweisen nicht mehr wirklich überraschend. Die Freude bei den Anhängern der Alben "Blessing In Disguise", "The Human Factor" und natürlich dem Mike Howe-Referenzalbum, "Hanging In The Balance", dürfte dennoch für den ein oder anderen Freudentropfen in der Buxe gesorgt haben, als es in Richtung Veröffentlichung eines neues Albums mit dem Rückkehrer ging.

Und nun ist es da, das elfte Album, und es trägt den Titel "XI". Ok, das ist schon mal wenig originell, hoffen wir also, dass sich KurdtVanderhoof, Mike Howe und ihre Mitstreiter in den Songs etwas mehr einfallen lassen, als bei der Titelwahl.

'Reset', ein sehr programmatischer Titel für einen Opener mit einem neuen/alten Sänger, zeigt dann auch gleich, warum METAL CHURCH in den Achtzigern eine DER Heavy Metal Bands waren. Mitreißendes Riffing, die markante und bekannte Stimme, die über die Jahre so gut wie nichts von ihrem Charisma und Wiedererkennungswert eingebüßt hat, sowie starke Lyrics. Ein Song der auf ein grandioses Old-School-Heavy-Metal-Album hoffen lässt. Die beiden folgenden Tracks, das etwas weniger straighte, aber mit gelungenen Melodien aufwartende 'Killing Your Time' sowie das vom vorab veröffentlichten Video bekannte 'No Tomorrow', sind qualitativ keinen Deut schlechter. Es ist alles gerichtet für ein Fest. Und dann? Dann kommen auf einmal eine Reihe Songs die leider dem Eröffnungstriple nicht ganz das Wasser reichen können. Klar hat das im Midtempo gestampfte 'Signal Path' eine andere Intention, aber es ist mit über sieben Minuten einfach etwas zu langatmig geraten, während z.B. 'Needle & Suture' mit seinem fast schon thrashigem Riffing zwar zu gefallen weiß, aber an seinem Refrain krankt, was auch für 'Shadow' gilt. In der Albummitte sitzt man vor den Boxen und wartet einfach immer wieder auf einen weiteren Überhammer, der aber nicht so recht kommen mag. Erst der Abschlusstrack 'Suffer Fools' zieht dann nochmal qualitativ richtig fett an. Brett!

Natürlich ist das, was METAL CHURCH auf "XI" abliefern, alles andere als schlecht. Selbst die Songs, die ohne größere Highlights durchlaufen, sind eben Songs von METAL CHURCH mit Mike Howe am Mikrofon. Und die meisten selbsternannten Riffmeister würden für ein Kurdt Vanderhoof-Riff vermutlich den kleinen Finger geben, aber nach der Albumeröffnung und mit der Historie im Rücken ist man geneigt, die Messlatte so hoch zu legen, dass man zwar bequem darunter durchgehen, aber kaum noch drüberspringen kann. Und dem Fehler, ein aktuelles Album mit einem Klassiker zu vergleichen, zu dem man über Jahre oder Jahrzehnte eine Beziehung aufgebaut hat, unterliegt der gemeine Metalfan, wozu ich mich selber zähle, einfach viel zu oft.

Objektiv gesehen haben METAL CHURCH mit "XI" ein starkes Album rausgehauen, welches große Teile der Konkurrenz im klassischen Metal einstampft. Die Produktion könnte zwar etwas druckvoller sein, insbesondere was die Gitarren anbelangt, denn genau dafür sind die Amis ja eigentlich bekannt, für ihre sägenden Riffs, aber dafür ist der Sound schön transparent. Da auch das Cover ist eine nette Referenz an die alten Glanztaten darstellt, gibt es für Fans von klassischem Stahl eigentlich keinen vernünftigen Grund nicht wieder in die Kirche zu gehen und der Predigt zu lauschen.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Reset
02. Killing Your Time
03. No Tomorrow
04. Signal Path
05. Sky Falls In
06. Needle And Suture
07. Shadow
08. Blow Your Mind
09. Soul Eating Machine
10. It Waits
11. Suffer Fools
Band Website: www.metalchurchmusic.com
Medium: CD
Spieldauer: 58:30 Minuten
VÖ: 31.03.2016

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