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Filter - Crazy Eyes

Review von RJ vom 08.04.2016 (1672 mal gelesen)
Filter - Crazy Eyes Bereits lange vor der Veröffentlichung von "Crazy Eyes" wurde bekannt, dass die Industrial Alternative-Metaller zurück zu den Anfängen gehen und an das FILTER-Debüt "Short Bus" anknüpfen wollen. Die Jahre der Weiterentwicklung und Experimente sind nun also vorbei und im Falle eines Schlingerkurses erinnert sich jedes ehemals erfolgreiche Unternehmen an die erfolgreichen Zeiten, um dann die Uhr wieder zurückzudrehen und sich gegebenenfalls wieder zu konsolidieren. Bezogen auf das Unternehmen FILTER, welches letztendlich von Urgestein Richard Patrick gelenkt und getrieben wird, heißt das, dass man den Kontakt zu alten Freunden reaktiviert hat, um die Erfolgsgaranten der damaligen Zeit wieder zusammen zu bekommen. Mit den alten, teils noch vertrauten Recken ging es dann frisch ans Werk und tatsächlich hat man unter dem Banner FILTER wieder ordentlich einen rausgehauen.

Bei all der Reminiszenz an das Debüt und dem Wunsch, wieder an den damaligen Erfolg anknüpfen zu können, gibt es aber schon den Anspruch, fortschrittlich, originell und auf jeden Fall verdammt anders zu klingen. Wenn man sich gerade die dem Bereich Industrial zuzuordnenden Alben der vergangenen Zeit an seinem geistigen Ohr Revue passieren lässt, dann muss man recht schnell feststellen, dass die US-Boys schon ihr eigenes Ding durchziehen und sich von der breiten Masse abheben. "Crazy Eyes" geht nicht auf radiokompatiblen Schmusekurs, denn dafür sind die elektronischen Parts in den Songs zu hart und teils verstörend kreiert. Die rohen, teils ruppigen Wechsel zwischen den lauten und leisen Passagen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album, wobei auch der alles andere als geschmeidiger Gesang von Richard sein Übriges dazu beiträgt.

Wer nach dem Opener "Mother E" die Hände verzweifelt über den Kopf zusammenschlägt, darf die Flinte jedoch nicht zu früh ins KORN werfen. Kleines Wortspiel, denn die "kornige" Flucht sollte keiner antreten und auch den weiteren 11 Tracks eine Chance einräumen. Der Album-Appetizer "Take Me To Heaven" dürfte bereits den ein oder anderen geneigten Hörer im Netz überzeugt haben, wobei das Album nicht ganz so klassisch und genrekonform arrangiert ist. Um wieder an meine obigen Ausführungen, die letztlich auch ein Zitat Richards darstellen, anzuknüpfen, klingt FILTER nach der Freiheit, die sich eine Band gönnen kann, wenn sie sich und anderen nicht mehr allzu viel beweisen muss. Außer, dass man es eben noch draufhat und schon irgendwie anders klingt, wenn auch nicht so verdammt anders.


Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Mother E
02. Nothing In My Hands
03. Pride Flag
04. The City Of Blinding Riots
05. Take Me To Heaven
06. Welcome To The Suck (Destiny Not Luck)
07. Head Of Fire
08. Tremors
09. Kid Blue From The Short Bus, Drunk Bunk
10. Your Bullets
11. Under The Tongue
12. (Can't She See) Head Of Fire, Part 2
Band Website: www.officialfilter.com/main.php
Medium: CD
Spieldauer: 50:44 Minuten
VÖ: 08.04.2016

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