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Textures - Phenotype

Review von des vom 23.02.2016 (1754 mal gelesen)
Textures - Phenotype 2003 wurde das Debütalbum der TEXTURES, "Polars", von einem holländischen Magazin mit den Worten "Das ist das beste Metal Album, das je aus den Niederlanden gekommen ist" gelobt. Gewiss ein wenig von Euphorie geschwängert, aber mit dem Erscheinen von "Polars" war den TEXTURES die Aufmerksamkeit gewidmet. Und auch mit den weiteren Alben verfolgten sie, trotz mehrfacher Besetzungswechsel, ihren Weg weiter, nämlich modernen Metal zu produzieren, der eine Brücke vom Mathcore zum Progressive Metal schlägt. Schwer zu kategorisieren spielen die TEXTURES mit ihren polyrhythmischen und atmosphärischen Songs in einer eigenen Nische. Einige Jahre und Alben später legen die TEXTURES nun "Phenotype", den ersten Teil eines Konzeptdopplers, der von einem zweiten Teil, "Genotype" abgeschlossen wird.

Vielleicht mag mich die Erinnerung trügen, aber "Phenotype" kommt doch um eines zugänglicher auf den Hörer zu als zum Beispiel "Dualism" vor ein paar Jahren. Denn auch wenn die Rhythmen nach wie vor verschroben sind, so wird doch den epischen Momenten, die dem Zuhörer Orientierungshilfen geben, mehr Raum eingeräumt. Besonders erwähnenswerte Songs sind hier 'New Horizons' und 'Timeless'. Ersterer nimmt einen mit seiner groß angelegten Einleitung sofort mit in die TEXTURES'schen Klangwelten. In dieselbe Kerbe schlagend, wenn auch noch bemerkenswerter, ist dabei aber 'Timeless', das mit dem dreiminütigen Pianosolo 'Zman' eingeleitet wird und direkt in ein sich wahnsinnig steigerndes Finale mündet, das das Klavierthema von 'Zman' nochmals aufgreift. Hinter diesen Songs verblasst der Rest des Albums beinahe, doch sollte man auf komplexe Nackenbrecher wie 'Shaping A Single Grain Of Sand' nicht vergessen. Mit 'Meander' findet sich auch ein Quasi-Drumsolo auf der Platte, das die Einleitung zur anschließenden 'Erosion' bildet - ein knackiger Song, der wieder von kreiselnder Rhythmik geprägt ist und exotisch angehaucht ist; vielleicht ein Ergebnis der ausgiebigen Indien-Tourneen, die den TEXTURES dort einen beachtlichen Status eingebracht haben.

Spannend bleibt es, wie "Genotype" ausgelegt sein wird, soll der Nachfolger von "Phenotype" doch nur aus einem 40-minütigen Song bestehen, der die musikalische Essenz von "Phenotype" nochmals aufgreift und in einem konzeptionellen Track in einen neuen Kontext bringen soll. Im Moment erfreuen wir uns aber noch an "Phenotype", ein modernes progressives Album, das wie aus einem Guss klingt.

des

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Oceans Collide 6:03
02. New Horizons 4:51
03. Shaping A Single Grain Of Sand 4:20
04. Illuminate The Trail 7:15
05. Meander 1:39
06. Erosion 4:34
07. The Fourth Prime 7:06
08. Zman 3:20
09. Timeless 4:42
Band Website: www.texturesband.com
Medium: CD
Spieldauer: 60:00 Minuten
VÖ: 05.02.2016

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