Letzte Reviews





Festival Previews
Rockharz Festival 2019

WackenOpen Air 2019

Festival Reviews 2019
A Sinister Purpose 2019

Hell Over Hammaburg 2019

Rebellion - Wyrd bið ful aræd – The History Of Saxons

Review von Stormrider vom 27.09.2015 (1732 mal gelesen)
Rebellion - Wyrd bið ful aræd – The History Of Saxons Dass REBELLION eine Vorliebe für Albumtitel haben, die man sich entweder kaum merken oder nur schwerlich richtig aussprechen kann, ist ebenso zum Markenzeichen geworden wie die Tatsache, dass man sich lyrisch einem thematischen Schwerpunkt widmet und diesen als Gesamtkonzept aufbereitet. Die Ausnahme war da lediglich das bereits 2003 erschienene "Born A Rebel". Und um der Tradition treu zu bleiben, hört das neueste Werk auf den schönen Titel "Wyrd Bið Ful Aræd - The History Of The Saxons". Dass Tomi Göttlich als Geschichts- und Englischlehrer genügend Fachwissen und Interesse an der jeweiligen Thematik mitbringt, um auch solche Themen anspruchsvoll umzusetzen, ist bekannt, ebenso wie die Tatsache, dass REBELLION ihren Klangkosmos bereits mit ihrem Debüt sowie der Abspaltung der beiden Gründer und Hauptsongwriter Lulis/Göttlich definiert haben und seitdem exakt in diesem Kosmos geblieben sind. Dass im Verlauf der Bandhistorie nur noch Göttlich und Sänger Michael Seifert aus den Anfangstagen übrig geblieben sind, ändert nichts daran, dass REBELLION vom ersten Akkord an so klingen, wie REBELLION schon immer klingen. Traditioneller Heavy Metal mit viel Power, sägenden Gitarren, einer düsteren Grundstimmung und kraftvollen Vocals und Chören. Wer also bisher mit REBELLION stilistisch nichts anfangen konnte, der kann nun aufhören zu lesen.

Wer aber die alten Alben der Band mochte, der wird auch mit "Wyrd Bið Ful Aræd - The History Of The Saxons" recht schnell warm werden. Dass die, nennen wir es mal die neue, Bandkonstellation insbesondere an der Saitenfront nicht mehr ganz die Durchschlagskraft hat, die ein Uwe Lulis zu bieten hatte, zeigte sich schon auf dem Vorgänger. Dafür ist sein Spiel dann doch zu prägend gewesen. Aber Fronter Michael Seifert liefert mal wieder einen astreinen Job ab, und ob man seine Stimme nun mag oder nicht, erkennen tut man sie sofort. Und gerade dieser Wiedererkennungswert ist es, der REBELLION zu einer Konstante macht, auf die man als Fan bauen kann. Da sich in Puncto Sound nur marginale Abweichungen ergeben, ist die Frage, welches Niveau das Songmaterial auf dem vorliegenden Zwölftracker hat.
"Wyrd Bið Ful Aræd - The History Of The Saxons" ist nicht schlechter ausgefallen als sein direkter Vorgänger "Arminius - Furor Teutonicus". An die Glanztat "Macbeth - A Tragedy in Steel" sind REBELLION aber leider auch nie wieder herangekommen. Während auf der Vertonung von Shakespeares Tragödie das Gesamtprodukt aus Spoken-Word-Parts und Zitaten sowie Songmaterial eine perfekte Symbiose eingegangen ist und die Tracks neben den treibenden, stampfenden und harten Riffs auch mit epischen Chören versehen waren, fehlt dem aktuellen Werk dieser Funken Erhabenheit und das kompositorische Geschick von Herrn Lulis. Nicht, dass die einzelnen Riffs oder Soli schlecht wären, aber an manchen Stellen fehlt mir der geschmeidige Übergang zwischen einzelnen Songteilen, z.B. wirkt 'Sahsnotas' wie zusammengewürfelte Songfragmente. Und so gibt es neben starken Headbangern wie 'Irminsul', 'Hengist' und 'Runes Of Victory' auch ein paar recht durchschnittliche Nummern wie 'Slave Religion', 'The Fall Of Irminsul' oder 'Blood Court'.

Insgesamt ist "Wyrd Bið Ful Aræd - The History Of The Saxons" ein Album, welches nicht das neue Magnum Opus der Band geworden ist, aber auch keinen Fan der Band enttäuschen wird. Denn dafür liefern Göttlich, Seifert und Co. dann doch regelmäßig ein beständiges Qualitätslevel ab. Wer REBELLION bisher nicht mochte, der wird auch 2015 kaum zum Fan, wer aber auf teutonischen Qualitätsstahl mit ausdrucksstarken Vocals seine Matte schüttelt, der wird wieder einmal gut bedient, auch wenn man sich die Geschichte der Sachsen etwas mehr erarbeiten muss als die Frühwerke der Band.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Irminsul
02. God Of Mercy
03. Sahsnotas
04. Take To The Sea
05. Hengist
06. Runes Of Victory
07. Slave Religion
08. The Fall Of Irminsul
09. Hail Donar
10. Blood Court
11. The Killing Goes On
12. Wyrd Bið Ful Aræd
Band Website: http://www.rebellion-metal.de/
Medium: CD
Spieldauer: 54:26 Minuten
VÖ: 25.09.2015

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

26.01.2018 A Tragedy In Steel Part II: Shakespeare's King Lear(6.0/10) von Cornholio

27.07.2009 Arise(10.0/10) von Firestorm

15.11.2012 Arminius:Furor(7.5/10) von Stormrider

28.04.2003 Born A Rebel(7.5/10) von Odin

21.01.2007 Miklagardvon TexJoachim

20.02.2007 Miklagard (Album)(9.0/10) von Typolos

30.05.2005 Sagas Of Iceland(6.5/10) von Odin

00.00.0000 Shakespeare's Macbeth(9.0/10) von Odin

28.06.2009 The Clans Are Marching(10.0/10) von Firestorm

27.09.2015 Wyrd bið ful aræd – The History Of Saxons(7.0/10) von Stormrider

Interviews

23.08.2009 von Firestorm

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!