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Nergard - A Bit Closer To Heaven

Review von Stormrider vom 14.07.2015 (1513 mal gelesen)
Nergard - A Bit Closer To Heaven Die Anzahl der sogenannten All-Star-Projekte, bei denen verdiente Musiker mit einer Schar von Sängern und Sängerinnen ein Album aufnehmen, ist mittlerweile Legion. Mit "A Bit Closer To Heaven" legt nun Andreas Nergard seine Version in den sowieso schon vollen Korb. Das nach dem Hauptsongwriter benannte Projekt (NERGARD), kann auf Könner wie Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Elize Ryd (AMARANTHE) oder auch Nils K. Rue (PAGAN'S MIND) zurückgreifen. Dadurch wird bereits klar, dass an dieser Front wenig anbrennen kann. Es gilt also nun nur noch ein stimmiges Album zu schreiben, welches sich durch sein Songwriting auszeichnet und erstklassige Tracks enthält. Der Start mit 'Lights And Shadows' fordert den Hörer auch gleich entsprechend und ist mit über acht Minuten Spielzeit alles andere als ein leichtverdaulicher Einstieg. Man hat das Gefühl, als wollte NERGARD hier in einem Song sein gesamtes Universum zeigen. So geht das Vocalspektrum von Growls bis hin zur unverkennbaren Kopfstimme von Ralf Scheepers, die Riffs treiben, die Songstruktur folgt nicht den üblichen Schemata und es wird mehr als einmal in Proggefilde abgedriftet, sodass am musikalischen Können für den Rest des Achttrackers kein Zweifel aufkommen kann.

Allerdings ist der Song nicht repräsentativ für "A Bit Closer To Heaven", denn nach diesem, die Latte nun mal recht hoch setzenden, Opener kommen viele Songs nicht wirklich über das Prädikat (gute) Mittelklasse hinaus. Während 'On Through The Storm' noch als ordentlicher Rock Song über die Ziellinie sprintet, gibt es mit dem abschließenden 'When All I Want Is You' eine Ballade, die wirklich eher an seichten Radiopop, als an eine emotionale Rockballade erinnert. Da auch 'Help Me Through The Night' und der Titeltrack, 'A Bit Closer To Heaven', keine wirkliche Duftmarke setzen können und damit schnell wieder in dem großen schwarzen Loch der zwar mal gehörten, aber nicht wieder abrufbaren Songs verschwinden, bleiben auf Dauer einfach zu wenige starke Songs, die das Album aus der Masse ähnlicher Veröffentlichungen heraushebt. Neben dem bereits erwähnten Opener ist hier insbesondere 'Fall From Grace' zu nennen, das starkem Refrain und gutem Riffing ebenfalls zu den Highlights des Drehers gehört.

Alles in allem ist "A Bit Closer To Heaven" mitnichten ein schlechtes Album, das wäre bei dem vorhandenen musikalischen Potenzial auch eher verwunderlich. Leider schaffen es NERGARD aber nicht das rockige Niveau des Albumbeginns auf die gesamte Distanz zu halten. Denn ab der Albummitte kommen dann leider die Songs, die eher Pop, denn Hard Rock/Metal oder mindestens AOR sind und in der Gesamtwertung einfach Blutstropfen kosten, da man sie so schnell wieder vergisst, wie man sie gehört hat. Somit bleiben zu wenig Momente mit Langzeitwirkung und am Ende ein weiteres durchschnittliches All-Star-Projekt. Schade, gefühlt wäre da mehr drin gewesen als sechs Blutstropfen.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Light And Shadows
02. Fall From Grace
03. On Through The Storm
04. Let It Come
05. Help Me Through The Night
06. I Will Find You
07. A Bit Closer To Heaven
08. When All I Want Is You
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45:10 Minuten
VÖ: 01.06.2015

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