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Blaze Of Perdition - Near Death Revelations

Review von grid vom 29.06.2015 (1365 mal gelesen)
Blaze Of Perdition - Near Death Revelations Fester Bestandteil der Black Metal-Szene sind die Polen, genau genommen, schon seit 2004. Zwischen 2004 und 2007 veröffentlichte man unter dem Namen PERDITION drei Demos, eine Split und eine EP und ab 2007 gönnte man sich, wohl zur besseren Unterscheidung von weiteren Bands gleichen Namens, noch das BLAZE OF. Seitdem bereicherten die Schwarzmetaller mit diversen Splits und EPs sowie zwei Vollalben die Angebotskataloge der Metal-Dealer.

Nach der letztjährigen Pause, in der es galt die Folgen des Unfalls vom November 2013 zu verarbeiten, bei dem ihr Basser 23 im Alter von 30 Jahren starb, Sänger Sonneillon und Schlagzeuger Wizun schwer verletzt wurden, sind die Polen mit ihrem dritten Langspieler zurück, dessen Name und Songtitel erkennen lassen, dass das tragische Geschehen deutliche Spuren im Werk hinterlassen hat.

"Near Death Revelations" strotzt von Anfang bis Ende vor elementarer Wut, die sich in heftigsten Riffgewittern und donnernden Blasts entladen. Packende epische Momente, um der Trauer und Leere Ausdruck zu verleihen, spiegeln die Polen in präzisen Midtempomelodien, die hart und schroff bleiben, und im Einklang mit den leidenschaftlichen Vocals kraftvoll dargeboten werden. Spätestens nach 'Into The Void Again' und 'When Mirrors Shatter' hat man der Anziehungskraft dieses Albums nichts mehr entgegenzusetzen. BLAZE OF PERDITION halten sich fern von stumpfen Haudraufgrobheiten, sondern warten mit ausgefeilter Härte auf und öffnen in ihren Songs immer wieder Fenster für modern tönende Gitarrenläufe oder auch für gesprochene Worte. Die dunkle und brutale Atmosphäre der Scheibe wird dann auf eine andere, weniger brachiale, Art unterstrichen, die nicht minder zielführend ist. Mit ihren geschickten Arrangements fesseln 'Dreams Shall Flesh' und 'Cold Morning Fears', auf dessen heftigen Einschlag zu Beginn schnell die Temporücknahme zugunsten drückender Schwere und manch modern anmutender Melodie folgt, bis BLAZE OF PERDITION zum Rundumschlag mit gesammelter Midtempogewalt ansetzen. 'The Tunnel' lässt kurz und instrumental aufatmen, bevor das dunkle Epos 'Of No Light' erst hypnotisch, dann wild, dann rätselhaft verspielt den Schlusspunkt unter ein formidables Albums setzt.

Fazit: BLAZE OF PERDITION haben sich nicht unterkriegen lassen, sondern liefern mit "Near Death Revelations" ein echtes Durchmarschalbum ab.

Anspieltipps: alles.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Królestwo Niczyje
02. Into the Void Again
03. When Mirrors Shatter
04. Dreams Shall Flesh
05. Cold Morning Fears
06. The Tunnel
07. Of No Light
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 54:43 Minuten
VÖ: 26.06.2015

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