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Ranger - Where Evil Dwells

Review von EpicEric vom 24.03.2015 (1554 mal gelesen)
Ranger - Where Evil Dwells Ich oute mich hiermit: Finnland läutet bei mir metaltechnisch keine Glocken! Das liegt zum einen daran, dass ich Dudelkram der Marke NIGHTWISH oder WINTERSUN nichts abgewinnen kann und zum anderen daran, dass ich vom Großteil der Musik, die durch Polarwinter, Paganismus und Penttiläs Lauri inspiriert wird, keine Ahnung habe.

Aber auch für Leute wie mich gibt es jetzt ein Schmankerl aus dem Land der Dinge, die es alle auch in Schweden gibt; RANGER aus Helsinki. Seit der Gründung anno 2008 gibt es jedes Jahr irgendein Demo oder 'ne EP und nach dem Eröffnungsgig am KIT vergangenes Jahr kommt nun endlich das Debutalbum "Where Evil Dwells".

Das ist bemerkenswert purer Speed Metal, sofern es sowas gibt. Auch die alten Meister von jenseits des Atlantik kredenzten ihr Schnellblech selten ohne Einflüsse entweder des Thrash oder des Heavy Metal, was hier vor sich geht, kokettiert vornehmlich mit keinem von beidem und klassifiziert sich so rein wie man es sich nur vorstellen kann. Hohe Geschwindigkeit und üppige Soli sind die Haupttrademarks neben dem uuuultrarotzigen und doch definierten Gesang.

Trotz Akzentuierens durch regelmäßige kurze Screams und trotz des hohen Wiedererkennungswertes nehmen die Vocals nur eine Nebenrolle ein. Die erste Geige spielt von vorn bis hinten die Rhytmusfraktion, insbesondere die überaus shredwütige Zweitaxt, die sich trotz großzügigen Solierens seitens der Kollegin nicht aus dem Rampenlicht verdrängen lässt. So sind die sieben Titel durch prägnante Kurzweil geprägt, glänzen durch eine herrlich abwechslungsbringende Riffvielfalt und grenzen sich nur durch die herrliche Eingängigkeit von der Idee des Prog ab, auch wenn das schon eine ganze Menge auf einmal ist. So kommt es auch, dass die Songs nicht immer nur prächtige Wummgewitter sind, sondern auch immer wieder mit mitreißenden Hooks brillieren. Gerade 'Dead Zone' oder 'Deadly Feast' geizen damit nicht.

Herausstechend ist sicherlich das zehnminütige Kernstück 'Where Evil Dwells', dessen Länge schon so genreuntypisch ist, dass sie einige Augenbrauen heben dürfte. Das Ganze klingt aber keineswegs gezwungen oder experimentell, nur - naja - lang. Hier darf vermutlich auch dem Soundmenschen gedankt werden, dass auch die nötigen Breaks nicht an Räudigkeit einbüßen und der Guss einfach nach dem selben klingt, wie bei den typischeren Titeln zuvor. Dass der Sound einfach super gelungen ist, gehört hier noch mal separat hervorgehoben. Keine Spur gezwungener Modernitis, alles knarzt und scheppert da, wo es muss. Warum traut man sich sowas immer nur im Knüppelsektor? RANGER jedenfalls verdienen nicht nur dafür eine anständige Punktzahl und eine Empfehlung an jeden, der auf diesen speedigen Kram steht.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Defcon 1
02. Deadly Feast
03. Phantom Soldier
04. Dead Zone
05. Black Circle (S.Y.L.S.)
06. Where Evil Dwells
07. Storm of Power
Band Website: www.facebook.com/rangerheavymetal
Medium: CD
Spieldauer: 38 Minuten
VÖ: 13.03.2015

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24.03.2015 Where Evil Dwells(8.0/10) von EpicEric

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