Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Iron Lamb - Fool's Gold

Review von Stormrider vom 18.02.2015 (1526 mal gelesen)
Iron Lamb - Fool's Gold Vier Jahre hat es gedauert, bis IRON LAMB den Nachfolger zu ihrem starken Debüt eingetütet haben. Der Zehntracker beginnt dann auch wieder mit gutklassigem Songs, im Fahrwasser der Frühachtziger MOTÖRHEAD. Das wird neben den Lemmy-Gedächtnisvocals (teilweise schon einen Schritt zu nah an unser aller Lieblingswarze) insbesondere in der Gitarrenarbeit deutlich, bei der Fast Eddie Clarke tiefe Spuren hinterlassen hat. Dass "Fool's Gold" insgesamt keinen Innovationspreis gewinnen wird, ist in Anbetracht des bewirtschafteten Genreackers klar, dafür klebt der mit einem Schuss TANK-Rotz versehene und immer mal wieder in Richtung Punk schielende Rock der Schweden dann meist doch zu nah an den üblichen Genrestrukturen.

Wenn IRON LAMB aber doch mal etwas aus den Strukturen ausbrechen, dann gleich richtig. So zum Beispiel beim in der Albummitte platzierten 'Leave Me Be', welches mit seinem morbiden SISTERS OF MERCY- und Gothic-Charme so überhaupt nicht ins restliche Soundbild passen möchte. Die Vocals werden hier von Rob Coffinshaker beigesteuert, der die bedrückende Stimmung, welche typische Genrebands wie THE 69 EYES oder LACRIMAS PROFUNDERE hinbekommen, zwar ganz gut transportiert, aber dennoch wirkt dieser Song im Albumkontext als wäre er fälschlicherweise auf die CD gebrannt worden.

Danach bekommen IRON LAMB leider nicht mehr ganz den Drive hin, den sie in der ersten Albumhälfte hatten. 'Pink Mist' und 'Rip It Up' sind nicht wirklich schlecht, aber gerade letztgenanntem Song fehlt die entsprechende Durchschlagskraft, die der Titel suggeriert. 'Deadend Blues' ist dann noch einmal ein wenig dezenter, sondern vielmehr offensichtlicher Querverweis an 'Metropolis' und kann wahlweise als Verneigung oder als etwas einfallslos durchgehen.

Alles in allem ist "Fool's Gold" ein Album, welches trocken und knackig produziert wurde und bei dem es handwerklich absolut nichts auszusetzen gibt, was in Anbetracht der Vita der Beteiligten natürlich auch nicht verwundert. Insbesondere in der ersten Hälfte kann es durch seine Attitüde und den Rotzfaktor allen Freunden des punkigen Hard Rock problemlos als Soundtrack für die nächste Gerstenkaltschale, Whiskey-Cola oder heiße Milch mit Honig dienen. Leider lässt die Qualität der Songs im Albumverlauf entweder zu stark nach ('Rip It Up'), ist zu wenig eigenständig ('Deadend Blues') oder verlässt den Soundkosmos zu weit und ist damit dann wieder zu eigenständig ('Leave Me Be'), um über die gesamte Distanz stimmig zu wirken. Anspieltipps: 'Smile Now, Cry Later' und 'Backstabbers'.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. One Way Track
02. Smile Now Cry Later
03. Feed The Fire
04. Backstabbers
05. Leave Me Be
06. Pink Mist
07. Mockingbird
08. Center Of The Universum
09. Rip It Up
10. Deadend Blues
Band Website: www.myspace.com/ironlambofficial
Medium: CD
Spieldauer: 40:20 Minuten
VÖ: 30.01.2015

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

18.02.2015 Fool's Gold(7.0/10) von Stormrider

16.09.2011 The Original Sin(8.0/10) von Vikingsgaard

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!