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Bloodbath - Grand Morbid Funeral

Review von Eddieson vom 20.11.2014 (1802 mal gelesen)
Bloodbath - Grand Morbid Funeral Es war für viele wohl eine Überraschung des Jahres, als Nick Holmes, seines Zeichens Frontmann der Doom-Kapelle PARADISE LOST, als Ersatz für Mikael Akerfeldt am Mikro von BLOODBATH bekannt gegeben wurde. So werden die einen Growls mehr oder weniger grad zu Grabe getragen, während die anderen nach 20 Jahren wieder exhumiert wurden. Das alleine ist ja schon eine gute Publicity. Aber wie klingt das, wenn jemand 20 Jahre nicht gegrowlt und nun plötzlich ein komplettes Death Metal-Album einsingen muss? Um es kurz zu machen: Es klingt saustark! "Old Nick" hat es in den vergangenen Jahren nicht verlernt. Klar, er klingt natürlich nicht mehr so, wie noch auf "Lost Paradise", aber das versucht er auch gar nicht. Er klingt auch nicht so tief und voller Volumen, wie sein Vorgänger. Dafür klingt er morbider und rauer, dennoch genau so gut akzentuiert, was perfekt zur düsteren Atmosphäre von "Grand Morbid Funeral" passt.

Natürlich bleiben BLOODBATH ihrer Linie treu, hauen hier einen dicken Brecher nach dem nächsten raus. Jedoch haben sie hier und da einige Elemente eingebaut, die vielleicht etwas überraschen könnten. D-Beats, wie z. B. bei 'Mental Abortion', oder der Doom-Einfluss und vielleicht Hommage an frühere PARADISE LOST in 'Church Of Vastitas', sind einfach genial. Nicht klotzen, sondern kleckern scheint beim Songwriting die Devise gewesen zu sein. Schon gleich der Opener 'Let The Stillborn Come To Me' ist ein ordentlicher Knaller und das darauf folgende 'Total Death Exhumed' ebenso, der Titeltrack ist stellenweise sogar recht chaotisch. Was aber auffällt, ist, dass die Songs wesentlich schmutziger sind als auf den Vorgängeralben. Sie sind rauer und dem Titel entsprechend extrem morbide, und das düstere Artwork bildet somit den perfekten Rahmen und rundet das Ganze schön ab.

BLOODBATH gelingen mit neuem Sänger und neuem Album ein ganz großer Wurf. Nick Holmes hat die Messlatte für kommende Front-Totengräber extrem hochgelegt. Nicht nur stimmtechnisch auch atmosphärisch. Ach so, um das Album noch etwas schmutziger und goriger werden zu lassen hat man Chris Reifert und Eric Cutler von der US-Gore-Truppe AUTOPSY um Beihilfe gebeten und diese haben natürlich einen fantastischen Job gemacht.

Also, das Warten der letzten 6 Jahre, die "The Fathomless Mastery" jetzt schon her ist, hat sich definitiv gelohnt. Schwedentod mit leichtem Hang zu US-Metal in Perfektion.

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Let The Stillborn Come To Me
02. Total Death Exhumed
03. Anne
04. Church Of Vastitas
05. Famine Of God's Word
06. Mental Abortion
07. Beyond Cremation
08. His Infernal Necropsy
09. Unite In Pain
10. My Torturer
11. Grand Morbid Funeral
Band Website: www.bloodbath.biz
Medium: CD
Spieldauer: 46:30 Minuten
VÖ: 17.11.2014

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