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Stam1na - SLK

Review von Opa Steve vom 23.10.2014 (2771 mal gelesen)
Stam1na - SLK Devin, bist du's? Der Anfang mit seiner überfett aufgetragenen Mischung aus schnellen Beats und dichten Harmonien könnte tatsächlich vom Kanadier stammen. Aber schon bald erfolgt die gewohnte Wechseldusche aus Härte und Poppigkeit, die bei den Finnen unverkennbar ist. Ich verfolge STAM1NA nun schon viele Jahre, muss aber gestehen, dass ich mit dem Material nie so ganz warm geworden bin, aber stets beeindruckte mich der musikalische Mut und die Experimentierfreudigkeit. Auf "SLK" kommt noch eine beeindruckende Präzision der unterschiedlichen Gitarrenspuren hinzu. Beinahe klinisch sauber klingt dieser Mix, der ständig zwischen Bombast, exakten Stakkatos, Härteausbrüchen und süßen Melodien wechselt. Aber man muss es mögen. Die dauernden Wechsel strahlen eine gewisse Hektik aus, aber es gelingt den Finnen genauso oft, gar einen tanzbaren Drive in die Strukturen einzuweben. Zur Skurrilität der Musik, die in Finnland übrigens regelmäßig mit Preisen und entsprechenden Verkaufszahlen überhäuft wird, gesellt sich die authentische Verwendung der finnischen Sprache, die in den Titeln bis auf den Song 'Panzerfaust' vorherrscht. Hin und wieder frage ich mich, ob sie es für den Hörer nicht ein Stück weit übertreiben. Mit Sicherheit macht es saugute Laune, solche Musik zu spielen. Aber das Hören ist etwas anstrengend und es dauert lange, bis man mit allen Songs mal richtig intim wird. Da freut man sich immer, wenn die Jungs auch einfach mal mit zündender Schlichtheit agieren. Das geht auch dann meistens ziemlich gut rein und kommt auf den Punkt - ohne ausgelutscht zu klingen. Ein Beispiel ist die zweite Hälfte von 'Kuolleiksi Ruoskitut Hevoset', welches die Komplexität auf Punkrock reduziert, aber dennoch richtig mitreißt. Solche Fetzen tauchen immer wieder auf, aber bevor man sie richtig greifen kann, wird es schon wieder sehr abgefahren. Und manche Songs wie 'Heikko Ehka' erschließen sich auch nach 10 Durchläufen noch nicht so richtig. Auch härtetechnisch beackern STAM1NA ein weites Feld. Als Beispiel für die Dynamik sollte man das vorhin erwähnte 'Panzerfaust' heranziehen, was eine Mischung aus CHILDREN OF BODOM und Black Metal ist, aber auch 'Usko Pois', welches am Anfang so richtig aggro losgeht und dann flockigen Pop mit Metal-Gitarren zelebriert und später in QUEENsches Pathos abdriftet.

STAM1NA legen sich auch nach fast 10 Jahren Bandgeschichte nicht fest und verlangen dem Hörer einiges ab. Aber diese ganz und gar nicht ketzerische Wilderei durch den schwermetallischen Gemüsegarten fordert mir Respekt ab. Da das Ergebnis kaum mit Worten beschreibbar ist, hilft nur eins: reinhören! Eine der originellsten Bands sind sie auf jeden Fall.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Rautasorkka
02. Kalmankansa
03. Panzerfaust
04. Kuolleiksi Ruoskitut Hevoset
05. Masiina
06. Heikko Ehka
07. Dynamo
08. Kylma Kuuma Kylma
09. Usko Pois
10. Kolmen Minuutin Hiljaisuus
11. SLK
Band Website: www.stam1na.com
Medium: CD
Spieldauer: 45:45 Minuten
VÖ: 26.09.2014

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