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Northern Oak - Of Roots And Flesh

Review von Zephir vom 15.10.2014 (1067 mal gelesen)
Northern Oak - Of Roots And Flesh Als sich 2006 die englische Folk-Metal-Band NORTHERN OAK gründete, durchlebte die Szene eine Blütezeit, die bunte, ungewöhnliche, interessante und auch farblose bis ungenießbare Früchte reifen (oder hier und da auch mal faulen) ließ. Vielleicht hatten die Sheffielder NORTHERN OAK anfänglich ihre Schwächen, die sich beispielsweise in der zuweilen arg nach Low-Budget-Produktion klingenden Aufnahme- und Mixingtechnik offenbarten. Auf ihrem neuen Album "Of Roots And Flesh" hört man nun aber, was für gewaltige Sprünge die Engländer seither gemacht haben. Der auf "Monuments" (2010) noch ziemlich brüchige gutturale Gesang von Martin Collins hat deutlich mehr Kraft; diverse Flöten (verantwortlich: Catie Williams), E-Piano und Geige sind raffinierter und irgendwie moderner in das progressiv angehauchte Black-Folk-Werk eingeflochten.

Schon der Opener 'The Dark Of Midsummer' ist ein echtes Glanzstück: Durchkomponierte Struktur mit spannungsvollem Bass, hell-verträumter Flöte und zwischendurch archaischen Clean-Vocals. Das temporeiche 'Marston Moor' wirft eine Violine in den Vordergrund, 'Nerthus' ein E-Piano mit einem leider etwas stumpfen Anschlag, aber ausgezeichnetem Einsatz. Den eingefleischten Pagan Metaller werden die lateinischen Texteinschübe irritieren, aber das ist kein Kritikpunkt. Wenn ich einen solchen nennen soll, dann den, dass die Flöten hier und da die Rolle von E-Gitarren zu übernehmen scheinen, ein Stil, den ich dann doch lieber dem Großmeister Ian Anderson vorbehalten lassen würde. Echte Gitarrensoli, an denen man sich sonst viel zu schnell satt hört, sind bei NORTHERN OAK eher rar und daher eine willkommene Abwechslung.

'Isle Of Mists' ist ein märchenhaftes Instrumental mit Flöte und Akustikgitarre, das sich vermutlich auf die Artussage bezieht. Die Vermutung liegt jedenfalls mehr als nahe, nachdem 2010 ein Track entsprechender Thematik mit dem Namen 'Gawain' betitelt wurde. Fans von Heldensagen und traditionell mythologisch angehauchtem Fantasy dürfen sich also freuen.

Als Qualitätssiegel steht übrigens der Produzent Chris Fielding, der schon mit PRIMORDIAL gearbeitet hat. "Of Roots And Flesh" ist ein deutlich gereiftes Werk, und sollte ich Vergleiche ziehen, würde mir als erstes ADORNED BROOD einfallen - vor allem beim Anhören des dritten Tracks, 'Gaia'. Dieser soll abschließend als unbedingter Anspieltipp genannt werden. Persönlich hat mich schon lange kein paganes Werk mehr so begeistert wie dieses Album.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Dark Of Midsummer
02. Marston Moor
03. Gaia
04. Nerthus
05. Isle Of Mists
06. Taken
07. Requiescant In Pace
08. The Gallows Tree
09. Bloom
10. Of Roots And Flesh
11. Only Our Names Will Remain
12. Outro
Band Website: www.northernoak.co.uk
Medium: CD
Spieldauer: 58:00 Minuten
VÖ: 04.10.2014

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15.10.2014 Of Roots And Flesh (8.0/10) von Zephir

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