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Deadlock - The Re-Arrival

Review von des vom 23.09.2014 (3640 mal gelesen)
Deadlock - The Re-Arrival "Re-Arrival" ist kein neues DEADLOCK-Album, sondern ein Karriererückblick auf mehr als 10 Jahre und 5 Alben. Doch zum Unterschied zu einem normalen Best-Of wurde hier offenbar mit viel Herzblut eifrig im Archiv gewühlt, alte Demos hervorgegraben, bekannte Nummern neu arrangiert oder teilweise neu eingespielt und auch 3 neue Songs auf das 30 Tracks starke Doppel-Album gepackt.

CD 1 beinhaltet bereits veröffentlichte Songs aus den vergangenen 5 Jahren in modifizierter Form; ich bin nicht umfassend mit dem früheren Schaffen von DEADLOCK vertraut, aber offenbar wurden die Songs oder zumindest einige davon vom neuen Sänger John Gahlert, der seit 2011 den Job am Mikro inne hat, neu eingesungen. DEADLOCK werden von mehreren Faktoren geprägt: zum einen von der fantastischen Gitarrenarbeit und den zuckersüßen Pop-Refrains, die zum anderen im krassen Gegensatz zum brachialen Death-Geknüppel stehen. Und natürlich nicht vergessen darf man als weiteres Charakteristikum den Wechsel zwischen Grunzgesang und dem zerbrechlich wirkenden leichtfüßigen Gesang von Sabine Scherer, die hauptsächlich bei den Refrains zum Einsatz kommt. Wobei - um den Bogen zu schließen - der Grunzgesang bei DEADLOCK zwar zum unverkennbaren Stil dazu gehört, aber doch irgendwie limitiert und flach rüber kommt. Das heißt, wenn Gahlert die alten Songs neu einsingt, ist das völlig egal und stellt auch keinen zusätzlichen Gewinn für die Songs dar.

Dennoch: ein DEADLOCK-Song bleibt ein DEADLOCK-Song und somit in seiner Gesamtheit ziemlich klasse. Die rosa Kaugummi-Refrains kleben einfach im Hirn fest und Sebastian Reichl setzt mit seiner Klingeling-Gitarrenarbeit dem ganzen die Krone auf. 'Code Of Honor' mit Markus Bischoff ist ein besonderes Highlight wie auch der Überohrwurm 'Virus Jones', bei dem man aber schon genau hinhören muss, um die Unterschiede zum Original herauszuhören. Doch interessant sind auch die 3 neuen Songs, die sich auf der Platte befinden: 'An Ocean's Monument' ist ein typischer Song der Band, bei dem wie immer der Refrain überzeugt und das mit jeder Menge Atmo-Synthies und einer Choreinlage gegen Ende aufgepeppt ist. 'A New Era' wird überwiegend durch Sabine Scherer bestritten; John Gahlert darf vor allem im Hintergrund grunzen, was dem Song eigentlich sehr gut tut. Ein sehr überzeugender Song, der auch einen schönen Midtempo-Mittelteil mit Faserschmeichler-Solo aufweist. Der dritte neue Song 'The Arsenic River' beschließt das Album und ist allein durch seine Spielzeit von 7 Minuten auffallend, doch bietet er auch musikalisch einiges: Ein vertrackter Rhythmuswechsel zwischen Strophe und Refrain lässt den Zuhörer kurz innehalten und nach vier Minuten setzen Chöre und Streicher ein und liefern ein bombastisches Finale.

Ich weiß es nicht, ob es an den Re-Arrangements liegt, aber soundtechnisch wirkt die Platte wie aus einem Guss. Man merkt es den Songs nicht an, dass sie von unterschiedlichen Alben stammen. Der Sound ist, wie für DEADLOCK charakteristisch, etwas klinisch-kalt, aber unheimlich fett mit extrem markantem Schlagzeug und raffinierten Gitarren. Daher ist schon CD 1 ein Kaufgrund. Die zweite CD, die uns leider zum Review nicht vorliegt, beinhaltet Raritäten, die vor allem für Sammler und beinharte Fans interessant sein dürften: Neben Demos, die die Entwicklung der Band verdeutlichen, finden sich darauf zum Beispiel auch ein RUNNING WILD-Cover 'When Time Runs Out' oder eine akustische Version von 'Awakened By Sirens'. Daher ist "Re-Arrival" ein interessantes Package für Fans, denen es auch wurscht sein wird, dass ich den Grunzanteil für nicht so gelungen halte.

des

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
CD 1 (Neue Songs* , Re-Recordings / Re-Arrangements **)
01. An Ocean’s Monument (*)
02. Code Of Honor (feat. Marcus Bischoff / HEAVEN SHALL BURN) (**)
03. Earthlings (**)
04. The Brave / Agony Applause (**)
05. Dark Cell (**)
06. Virus Jones (**)
07. A New Era (*)
08. We Shall All Bleed (**)
09. Renegade (**)
10. Martyr To Science (**)
11. Awakened By Sirens 2014 (**)
12. To Where The Skies Are Blue (**)
13. Htrae (**)
14. End Begins (**)
15. The Arsenic River (*)
CD 2:
01. Petition For Mercy – Insist Demo Tape (1998)
02. Broken Mirror – Insist Demo Tape (1998)
03. What´s The Use – Insist Demo Tape (1998)
04. Face To Face – Insist Demo Tape (1998)
05. Ignorance – Insist Demo Tape (1998)
06. Deprivation – Insist Demo Tape (1998)
07. The One Who’s Silent Seems To Consent – unreleased track from Deadlock 7″ (1999)
08. Picture – unreleased track from Deadlock 7″ (1999)
09. A Song Full of Abhorrence in a World Without Feelings… – I’ll Wake You When Spring Awakes (EP) (Winter Recordings 2000)
10. With a Smile on My Face – The Arrival (Winter Recordings 2002)
11. The End Of The World – Deadlock / Six Reasons to Kill Split (Winter Recordings 2003)
12. 10.000 Generations In Blood – Earth.Revolt (2005)
13. When Time Runs Out (Running Wild Cover) – ReUnation Sampler- A Tribute To Running Wild (Remedy Records 2009)
14. Awakened By Sirens – Unreleased Acoustic Version (2011)
15. Earthlings – Bizarro World, Japanese Edition (2011)
Band Website: www.xdeadlockx.com
Medium: DCD
Spieldauer: 140 Minuten
VÖ: 15.08.2014

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