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Distress - The Mourning Sign

Review von Opa Steve vom 08.01.2005 (2956 mal gelesen)
Distress - The Mourning Sign Die melancholischen Metaller Distress legen mit "The Mourning Sign" ihr zweites Album vor. Satt produziert bietet die Scheibe eine Mischung aus Anathema, My Dying Bride und etwas mitteleuropäisch-gemäßigten Death Metal. Unangenehm fallen direkt beim Opener die streckenweisig arg jammerigen Vocals auf. Nichts gegen melodischen Gesang bei dieser Art von Musik, aber dass der Sänger Power hat, beweist er mehr als einmal, wenn er sich mal zu kräftigen Shouts hinreißen lässt, die nicht minder melodisch, aber wesentlich besser zum Metal-Material passen.

Während das Album stark anfängt verliert es sich zum weiteren Verlauf leider immer mehr in zwar netten traurigen Melodien, die aber im Arrangement einfach nicht so richtig in Szene gesetzt werden und sich in zu langen Wiederholungen verlieren, ohne Höhepunkte zu setzen. Die abrupten Wechsel zwischen melancholischen Twin-Guitars und streckenweisem Geknüppel mit Aggro-Vocals wollen da überhaupt nicht so richtig ins Konzept passen. Hätte man sich für den goldenen Mittelweg entschieden wäre zwar ein Album herausgekommen, welches weniger plakative Abwechselung bietet, aber dafür eine gehobenere Durchschnittsklasse. "Another Babylon" ist ein prima Beispiel für diesen goldenen Weg. Der Song stampft sehr doomig auf der Stelle und räumt dann den Platz für Steigerungen und einen fließenden Übergang zu einem unglaublich mitreißendem Refrain. Ich habe keine Ahnung, warum die restlichen Songs so zerwürfelt sind - vielleicht liegt es an der rekordverdächtig langen Vorbereitungszeit (Studioaufenthalt Herbst 2002). Ob dies der Band heute noch gerecht wird, steht auch völlig in den Sternen. Aber leider bleiben außer der tadellosen Produktion nicht viele weitere solcher Lichtblicke. "As the summers died" und "The XIth Hour" verlieren sich genau in diesem endlosen Geplänkel, welches statt Atmosphäre durch die laufenden Wiederholungen eher Langeweile aufbaut. Der Rauswerfer "Crawling In Sanity" versucht sich an Dramatik, aber schafft es einfach nicht, einen originellen Funkenübersprung zum Hörer zu schlagen.

Schade, dass melancholischer Metal, der von emotionaler Schwere leben sollte, leider so oft nur oberflächlich angegangen wird. Gute Ansätze sind auf jeden Fall erkennbar, aber noch nicht ausgereift genug. Hoffen wir, dass sich die Band mittlerweile weiter entwickelt hat.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
Reflectioness
I've Seen
Beyond The Cross Of Guilt
Your Turn
Another Babylon
Delirium Tremens
As The Summers Died
The XIth Hour
Sinking Into Oblivion
Crawling In Sanity
Band Website: www.distress-music.com
Medium: CD
Spieldauer: 58:28 Minuten
VÖ: 01.09.2004

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10.07.2007 Others(8.0/10) von Opa Steve

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