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Robert Pehrsson's Humbucker - Robert Pehrsson's Humbucker

Review von Stormrider vom 04.12.2013 (1822 mal gelesen)
Robert Pehrsson's Humbucker - Robert Pehrsson's Humbucker Robert Pehrsson veröffentlicht ein Soloalbum. Macht ja nix! Werden sich jetzt die meisten denken. Man könnte nun versucht sein, mit einer Menge Namedropping dafür zu sorgen, dass man das Schaffen des Enddreißigers besser in die (schwedische) Szene einordnen kann. Aber wieso? Warum sollte man auf eine billige Marketingstrategie zurückgreifen, wenn doch etwas ganz anderes für ROBERT PEHRSSON'S HUMBUCKER sprechen kann - nämlich seine Musik.

Nicht, dass er den Rock neu erfinden würde, ganz bestimmt nicht, aber die neun Songs vereinen auf eine sehr homogene Weise Einflüsse aus den 70ern, 80ern und 90ern und orientieren sich clevererweise an den besten (Rock-)Zutaten der jeweiligen musikalischen Epochen. Alleine das Album-Eröffnungsriff verbreitet dermaßen gute Laune, dass es eine absolute Freude ist, die Luftgitarre einzustöpseln. Selbstverständlich wird das Album keinen Innovationspreis gewinnen, aber ich habe in den letzten Monaten kaum ein Album gehört, was so dermaßen auf den Punkt kommt und so charmant zeitlos durch die Boxen tönt. Es entzieht sich dem aktuell üblichen Alles-muss-schneller-und-extremer-sein genauso wie dem Retro-Hype. Denn der Sound ist warm ohne nach miefigem Teppich zu klingen und dazu schön differenziert. Wer regelmäßig Classic Rock mit Twin Guitars, Riffs, großen Melodien und einer unterschwelligen nie so ganz greifbaren Melancholie auflegt, der dürfte in ROBERT PEHRSSON'S HUMBUCKER einen Kandidaten für sein Jahreshighlight finden. Man merkt in jedem Song, dass die Wurzeln des Schweden nicht nur im Metal oder schwedischen Schweinerock zu suchen sind, sondern auch die großen Songwriter wie TOM PETTY oder NEIL YOUNG offensichtliche Spuren hinterlassen haben.

Irgendwie schade, dass nach einer halben Stunde schon wieder Stille im Raum ist. Aber dafür wurde ja bekanntlich die Repeat-Taste erfunden. Außerdem empfinde ich es, in Zeiten, in denen durch Homerecording außer Zeit häufig nur noch geringe Studiokosten anfallen und dadurch oftmals viel zu viel auf Alben gepackt werden, als Wohltat, 30 Minuten Qualität am Stück geboten zu bekommen. Daher habe ich auch darauf verzichtet auf einzelne Songs einzugehen, das Album geht als Ganzes über die Ziellinie.

Fazit: Machen wir es kurz. Zum massiven Headbangen taugt ROBERT PEHRSSON'S HUMBUCKER nicht, vielmehr eignet es sich, um vom ersten Akkord an die Luftgitarre auszupacken und breitbeinig alle Rockstarposen aus drei Jahrzehnten vorzustellen. Einfach ein saucooles Schweine-Pop-Classic-Rock-Album, das direkt zündet und jede Menge Partylaune und Rock-Vibes verbreitet. Ich bin massiv begeistert!!!

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Haunt My Mind
02. Serious
03. Keep Me In Your Heart
04. Can't Change
05. Running For Shelter
06. Wasted Time
07. Mesmerizing Shadows
08. Who Else Is On Your Mind
09. Falling Into Darkness
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 31:17 Minuten
VÖ: 08.11.2013

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