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Doyle Airence - Monolitz

Review von Opa Steve vom 17.11.2013 (1370 mal gelesen)
Doyle Airence - Monolitz DOYLE AIRENCE erschufen diesen Monolithen, um den Hörer zu verwirren, manchmal zu entführen und bieten keinen griffigen Ansatzpunkt, mit welchem man diese Band kategorisieren könnte. Das auffallend laute und bis in den letzten Winkel verdichtete Mastering drückt nach einem Stimmungs-Intro die zähen Postcore-Akkorde mit Wucht aus den Boxen. Der Sound ist schon fast unangenehm laut, was in heutigen Zeiten normalerweise von einem ungeschickten Mastering zeugt, um im lästigen Loudness-War ganz oben mitschwimmen zu können. Dass auf diese Weise der Musik ein Großteil der Lebendigkeit genommen wird, regt heute ja schon niemanden mehr auf. Dennoch hat diese Form von Sound bei den langsamen Titeln der Band durchaus ihre Daseinsberechtigung, und der Mastering-Engineer straft mich Lügen, wenn die im Postrock/-core so beliebten zerbrechlichen Pianissimo-Kontraste entsprechend still aus den Speakern fließen, anstatt ebenfalls dick zur Digital-Null aufgeblasen zu werden. Doch wie schrieb ich schon eingangs: die Pariser verwirren auf "Monolith". Würde es beim düster-endzeitlichen Postcore bleiben, würde das Konzept aufgehen. Doch DOYLE AIRENCE treten immer wieder aus diesen Klanglandschaften heraus, um sich im schnöden Metalcore zu bedienen. Und dann wird aus den mächtigen Klanglawinen plötzlich ein austauschbares Allerlei. Dauer-Screamo trifft auf belanglose Riffs und wird durch Emo-Zuckermelodie-Gesangslinien aufgelockert. Zusammen mit der totgedrückten Klangewalt bar jeder Dynamik sind Stücke wie 'The Great Collapse' oder 'Stonefields' einfach lästig und können trotz aller düsteren Grundbestandteile keine richtige Atmosphäre aufbauen. Da lobe ich mir doch die ruhigen NEUROSIS-ähnlichen Werke wie 'Effort.Accumulation.Revelation', die stimmungsmäßig wesentlich besser sind - und eine Wohltat für die Ohren.

Fazit: DOYLE AIRENCE wollten auf "Monolith" viel. Nicht alles, aber auf jeden Fall zu viel. Und damit haben sie sich ein Stück weit verzettelt. Es befinden sich einige wirklich gute Ideen und Passagen auf diesem Album. Gerade die Ambient-Elemente voller verstörender Effekte schaffen eine unheimliche Atmosphäre. Wenn sie dann aber meinen, sie müssten mal so richtig loslegen, schießen sie über's Ziel hinaus und verschenken einen großen Teil der Stimmungsaktien. Um es in der Marktreife zu bewerten: in diesem Segment gibt es einige Bands, die ihr Handwerk unangefochten besser beherrschen.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. 03.11.11
02. Painting With Lights
03. Friendly Fire
04. The Great Collapse
05. Effort.Accumulation.Revelation
06. Left Unsaid
07. Liquid Skies
08. Destruction.Discovery.Meditation
09. Stonefields
10. We Were Kids
11. Collisions
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 42:19 Minuten
VÖ: 11.10.2013

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17.11.2013 Monolitz(6.0/10) von Opa Steve

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