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Arceye - At First Light

Review von Contra vom 13.08.2013 (1446 mal gelesen)
Arceye - At First Light Im Westen Englands liegt das beschauliche Shrewsbury, das in allererster Linie dafür bekannt ist, einst Charles Darwin hervorgebracht zu haben. Wieder was gelernt. Dass derart ländliche Gegenden aber auch ziemlich kernigen Metal hervorbringen können, das beweisen ARCEYE, die nach ihrem Debüt "The Divide Between Chaos And Order" aus dem Jahr 2009 mit "At First Light" ihr Zweitwerk präsentieren.

Logo und Artwork legen der Band einen Hintergrund im Power Metal nahe, aber weit gefehlt. ARCEYE spielen lupenreinen Melodic Death Metal. Ohne die Schlagseite in Richtung Core, die dem Genre heute gerne mal angelacht wird. Das Riffing hat ordentliche Thrash-Anleihen, aber im Großen und Ganzen hören sich ARCEYE deutlich weniger britisch und dafür verdammt schwedisch an. Dafür sorgt vor allem das mal komplexe und mal einfach nur geradeaus dreschende Schlagzeug sowie die zweistimmigen, tragenden Gitarrenleads. Die Vocals von Basser Al Llewellyn - an dessen Nachnamen man erkennen kann, dass Shrewsbury dicht an der Grenze zu Wales liegt - sind gehobenes Mittelmaß, könnten gerne eine Spur druckvoller sein, passen aber gerade dadurch, dass sie nicht aus den allertiefsten Tiefen kommen gut zu den Gitarren, die sich ebenfalls gerne am dem Korpus zugewandten Ende des Griffbretts rumtreiben. Neben Brechern wie 'The Storm' und 'Prey Forgiveness' zeigen ARCEYE auch, dass sie ruhig und beschaulich ganz gut können. Das kurze Interlude 'The Longest Drive' sticht noch nicht besonders heraus, aber das sechseinhalbminütige Instrumental 'Sirius' ist ein gut gelungenes Gegenstück zum Rest des Albums. Allerdings wirken beide ein bisschen deplatziert, da sie früh in der Tracklist stehen und den Fluss des Albums ein wenig stören. Weiter hinten wären sie vielleicht besser aufgehoben. Sei's drum, das ist Korinthenkackerei.

Was ich ARCEYE allerdings wirklich anlasten kann, das ist ihre mangelnde Bereitschaft, sich mir ins Ohr zu graben. Vor allem Drummer Craig Mackay macht einen verdammt guten Job, die Füße wollen mir nur selten stillhalten. Aber es fehlt den Briten ein wenig an Eingängigkeit. Das vorhandene Material ist klasse, gut abgemischt und setzt sich durch das Fehlen von Core-Anteilen angenehm vom Einheitsbrei junger Melodeath-Bands ab. Aber irgendwie wirkt das Gesamtwerk nicht ganz wie aus einem Guss. Der Gesang verabschiedet sich ganz gerne mal von dem, was die Instrumente im Hintergrund veranstalten und die Strophen wirken teils eingängiger als die Refrains. Auch kommt hinten raus ab und an der Eindruck von recyceltem Material auf. All diese Kritikpunkte stören aber nur in überschaubarem Maße. ARCEYE stehen meilenweit über den meisten Bands ihrer Gewichtsklasse, da ist es nebensächlich, dass "At First Light" ein paar Durchläufe zum Warmwerden braucht. Wenn sie beim nächsten Output noch ein Cover drauflegen, das nicht aus jedem Alchemy Gothic-Poster ausgeschnitten sein könnte, haben sie mich.

Anspielen: 'The Storm', 'Sirius'.


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. At First Light
02. The Storm
03. The Longest Drive
04. I Silently Wait
05. Sirius
06. Brother Disarmed
07. Prey Forgiveness
08. Damage Done
09. The Thirst
10. Dusk
Band Website: www.arceye.co.uk
Medium: CD
Spieldauer: 47:16 Minuten
VÖ: 07.08.2013

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13.08.2013 At First Light(7.5/10) von Contra

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