Manowar - The Lord Of Steel Live (EP)

Review von Elvis vom 21.07.2013 (6444 mal gelesen)
Manowar - The Lord Of Steel Live (EP) Was lange währt, wird endlich gut - das kann man im Leben oft genug mit Fug und Recht behaupten. Im Falle von MANOWAR mussten die Fans schon lange Jahre immer wieder anstrengende Dürreperioden verkraften, bevor es wieder musikalische Lebenszeichen von den einzig wahren Kings Of Metal gab. Nach entsprechend viel Wartezeit gab es 2012 endlich mit "The Lord Of Steel" tatsächlich das lange versprochene und angekündigte neue Studioalbum. Doch MANOWAR wären nicht MANOWAR und Joey DeMaio nicht der egomanischste Sympathiebolzen des Metal-Reichs, neben Gene Simmons, wenn auch das einfach so vonstatten gegangen wäre. Zunächst erschien nämlich die limitierte sog. "The Lord Of Steel - Hammer Edition", die im Vergleich zum später veröffentlichen Retail-Album einen gänzlich anderen Mix aufwies, der nicht bei allen Fans unbedingt gut ankam. Doch Joey hörte - so jedenfalls meine Lesart - auf die Kritiken aus dem Fandom und so wurde letztlich doch nahezu alles gut, denn am Ende klangen MANOWAR dann wieder wie ... ja, eben MANOWAR.

Dem Album folgte ein - erster? - Teil der unweigerlichen Welttournee, die ausnahmsweise mal nur einen Deutschland-Gig beinhaltete und die Band dafür in viele andere Länder führte, in denen sie nicht ganz so oft die Bühnen zum Beben brachten wie im Heimatland des ehrwürdigen Gottvaters allen Heavy Metals, Richard Wagner. Sei's drum, auch uns dankt Joey jetzt mit dem Beweis, dass MANOWAR am besten immer noch auf die Bühne sind, in Gestalt der Tour-EP "The Lord Of Steel Live". Zu hören gibt es konsequenterweise neben dem schon von der gleichnamigen EP bekannten Kracher 'Thunder In The Sky' nur Songs vom aktuellen Album, die damit ihre Live-Premiere auf Platte feiern. Auch wer die Band zuletzt nicht live sehen konnte, kann sich daher nun vorab auf iTunes und ab 16. August auch physisch davon überzeugen, dass nahezu jeder MANOWAR-Song live dazu gewinnt. Um den standesgemäßen Sound hat sich Joey höchstpersönlich gekümmert, was man auch hört - denn auch 2013 klingt ein Song der Kings damit live so, wie sich das eben gehört. Angenehmerweise hat sich der Meister des Basssolos - nötig hat man das nämlich als lauteste Band der Welt nicht! - sich nicht in den Loudness War begeben und einfach brutal auf Lautstärke gesetzt. Am Ende bleibt daher alles schön differenziert und unverzerrt.

MANOWAR-Fans müssen daher, ob sie nun schon die Chance zu einem Konzert der aktuellen Tour hatten oder nicht, definitiv zugreifen. Schließlich gibt es sechs bislang noch nicht in Live-Version erhältliche Songs und der Preis ist auch fair. Komplettisten müssen eh zuschlagen und wer Eier hat, der hat sowieso schon zugeschlagen. Hoffen wir also, dass wir MANOWAR mit diesem Vorgeschmack bald auch wieder in Deutschland begrüßen dürfen. Und wer rechnen kann, der weiß, dass "Kings Of Metal" (eines DER Über-Alben der Metal-Geschichte und vielleicht das Magnum Opus der Kings) dieses Jahr 25 Jahre alt wird. Na, wenn das mal keine echten Feierlichkeiten erforderlich macht? Ob wir wohl mit einer Jubiläums-Tour rechnen dürfen? Man sollte gespannt sein...

Ansonsten: HAIL, KILL AND DIE, MANOWARRIORS!!!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Thunder In The Sky (Recorded Live At Gods Of Metal Festival, Milan, Italy - June 21, 2012)
02. El Gringo (Recorded Live At Münchenbryggeriet, Stockholm, Sweden - March 10, 2013)
03. Expendable (Recorded Live At The Circus, Helsinki, Finland - March 16, 2013)
04. The Lord Of Steel (Recorded Live At Jahrhunderthalle, Frankfurt, Germany - October 20, 2012)
05. Hail Kill And Die (Recorded Live At Stadium Live, Moscow, Russia - November 3, 2012)
06. Manowarriors (Recorded Live At Mala Sportovni Hala, Prague, Czech Republic - October 24, 2012)
Band Website: www.manowar.com
Medium: CD + Digital
Spieldauer: 24:48 Minuten
VÖ: 09.07.2013

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten