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Ritual Steel - Immortal

Review von EpicEric vom 19.06.2013 (1680 mal gelesen)
Ritual Steel - Immortal 71 Minuten! Heidewitzka, was ein Brocken! RITUAL STEEL machen nicht, wie ein Blick auf die Spieldauer ahnen lassen möchte, Progressive Metal, sondern, wie ein Blick auf den Namen vermuten lässt, Heavy Metal.

Wie ein Blick auf die ersten knapp drei Minuten des (neunminütigen!) Openers 'Agressor' nahelegt, machen RITUAL STEEL übrigens Doom Metal. Der Balanceakt auf den zähesten CANDLEMASS-Lavariffs im Intro droht immer wieder, in sperriges Akkordaneinanderreihen abzurutschen, bis die Vocals den Karren aus den Dreck ziehen, ohne dass er wirklich drin versackt ist. 'Agressor' avanciert über seinen restlichen Verlauf dann zum treibenden Midtempostampfer, der zwar eine ungewöhnliche Wahl für den Opener ist, aber mit seinem - passenderweise - passiv-aggressiven Tenor doch keine schlechte Figur macht, wenn man die holprigen Bridge-Riffs ausblenden kann. RITUAL STEEL machen übrigens lupenreinen Heavy Metal. 'The Ritual Law' lässt daran keinen Zweifel, prescht auf überschaubarerer Länge angenehm nach vorne und wird dem Bandnamen voll gerecht.

Der Gesang ist dabei sehr "deutsch", mit starken Tendenzen in höhere Lagen, aber im Grundton eher kräftig als quietschig. Der Sound klingt bisweilen etwas hölzern und hätte etwas mehr Schliff vertragen können. 'Judgement Day' führt die klassische Heavy Metal-Linie weiter, zwar kann man etwas Tiefgang im Songwriting vermissen, aber das klasse Solo und Riffing reißen wieder einiges raus. RITUAL STEEL sind übrigens Deutsche und mit "Immortal" bei Album Nummer vier angekommen. 'Dr. West', im krassen Gegensatz zum Vorgängersong, ist ein kompletter Rohrkrepierer. Nicht belanglos, sondern schlecht. Dringend skippen! Sieben Minuten 'Satisfy Your Dreams' sind auch locker drei zuviel. 'Fire' unterstützt Song Nummer 2 und 3 darin, dass schnelle Nummern der Band wesentlich besser von der Hand gehen.

Habe ich eben CANDLEMASS erwähnt? 'Solar Maiden II' hat wieder eine markante Doom-Schlagseite. Das heavy-Kontrastprogramm in Refrain und Solo steht dem Song auch gar nicht schlecht. 'Metal Sanctuary' und 'Get Down To The Underworld' sacken dagegen wieder etwas ab. Zum Schluss steht dem Hörer dann noch ein fulminantes Finale ins Haus, wenn 'Welcome To The Metal Dead' 23 (!) Minuten lang noch mal kräftig die Eier auf den Tisch haut. Dabei wechseln sich längentechnisch anstrengende Passagen mit Übergängen holpriger Kohärenz ab, ein Song dieser Länge verlangt einfach nach Epik und Aufbau.

Das Material zwischen Song 1 und 10 ist unterm Strich gut brauchbar. Den (vornehmlich Gitarren-)Sound hätte man besser machen können, aber er ist noch weit davon entfernt, einen ernsten Kritikpunkt darzustellen. Highlights vermisst man bei "Immortal" aber nun leider auch. Alles in allem ein Album, das gerne 20 Minuten kürzer hätte ausfallen können, aber auch nicht weh tut.

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
1. Aggressor
2. The Ritual Law
3. Judgement Day
4. Dr. West
5. Satisfy Your Dreams
6. Fire
7. Solar Maiden II
8. Metal Sanctuary
9. Get Down To The Underworld
10. Welcome To The Metal Dead
Band Website: www.ritualsteel.net
Medium: CD
Spieldauer: 71 Minuten
VÖ: 17.05.2013

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