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Wretched (DE) - Kingdom Of The Dark

Review von Kex vom 21.02.2013 (1612 mal gelesen)
Wretched (DE) - Kingdom Of The Dark Von der Neugründung der Aachener Horrormetaller von WRETCHED 2004 bis hin zum zweiten Silberling "The Final Winter Sale" war eine angenehme Weiterentwicklung des Stils zu beobachten. Knapp vier Jahre später bringt das Trio um Ann T Christ, Bob und Carnage Chris seine dritte Scheibe auf den Markt. Selbstverständlich ist "Kingdom Of The Dark" mit viel Eigenschweiß der Band produziert worden, die sich dabei so wenig wie möglich unter die Arme greifen ließ.

Hierin liegen zugleich Stärke und Schwäche von WRETCHED. Einerseits sind die drei voll auf dem Boden geblieben und bieten für den regionalen Markt hochqualitative Musik. Für den großen Sprung, dies sei vorweg genommen, reicht "Kingdom Of The Dark" jedoch bei weitem nicht. Allerdings habe ich auch nicht den Eindruck, dass dies das erklärte Ziel der Aachener ist. Auch beim Opener 'Welcome The Night' zeigen sich Licht- und Schattenseiten des unverwechselbaren WRETCHED-Stils: Die Soundqualität hat sich deutlich verbessert, aber Songstrukturen wie auch Gesangsqualität sind vom Niveau her ähnlich geblieben. Wer auf kraftvolle Emotionen hoffte, wird bei WRETCHED eher enttäuscht. Gefühl ist zwar in der Stimme enthalten, aber im Vegleich zur Musik fehlt schlichtweg das Volumen, um beim übersättigten Markt noch groß vom Hocker zu reißen. Gut, dass WRETCHED mit treibenden Rhythmen, einem kreativ gestaltetem Booklet und einer liebevollen Aufmachung punkten. Blöderweise hört man das auf der CD nicht, aber ich komme nach dem Durchblättern der Bandfotos schlichtweg nicht darum herum, mir das Trio auf der Bühne eines kleinen Clubs vorzustellen. 'All Hope Is Gone' wird gezockt und ich spüre mich förmlich mit der Fanbasis mitwippen. Interessant, dass Musik trotz zahlreicher objektiver Makel hier derart mitzureißen vermag. Zumal dieser Song tatsächlich Ohrwurmcharakter besitzt. Kurze Pause und punkige Saiten werden aufgezogen. Das Schlagwerk klopft RAMONES, der Gesang verheißt Endsiebziger/beginnendes Achtziger-Feeling und das inhaltlich eher simpel strukturierte 'Bloodfeast' zeigt sich besonders tauglich für berauschten Gesang. Ehrlich gesagt wäre mir 'Die Shopping' an dieser Stelle doch etwas lieber gewesen. "Kingdom Of The Dark" ist zwar vom Sound her besser, bietet aber im Vergleich zum Vorgänger kaum Neuerungen. Das Review von "The Final Winter Sale" besäße auch Aussagekraft, wenn beide Albem als ein einziges veröffentlicht worden wären.

Fazit: Ich hätte etwas mehr erwartet. Als ich WRETCHED 2009 das erste Mal rezensierte, spielten sich die Aachener einen mächtigen Stein in mein CD-Board. Schade nur, dass die aktuelle Scheibe 7 Minuten kürzer ist und sich bei den Texten seltener ein Lachen auf meine Lippen schleichen will als zuvor. Immerhin, das Konzerterleben in einer kleinen Location transportieren WRETCHED nach wie vor, weshalb ich sie auch dieses Mal Fans der Sparte RAMONES ans Herz lege. Für Horror-Punk/Rock-Fans in Richtung CALABRESE seien WRETCHED vorsichtig zum Reinhören empfohlen.

Gesamtwertung: 5.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Welcome The Night
02. Blinded By Hate
03. Kingdom Of The Dark
04. All Hope Is Gone
05. Bloodfeast
06. Burn In Hell
07. Trashing The Wall
08. The Prophecy
Band Website: www.wretched.de
Medium: CD
Spieldauer: 41:34 Minuten
VÖ: 30.11.2012

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21.02.2013 Kingdom Of The Dark(5.5/10) von Kex

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