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Crashdiet - The Savage Playground

Review von Elvis vom 10.02.2013 (2190 mal gelesen)
Crashdiet - The Savage Playground Weniger jüngere Bands haben eine so wechselvolle Geschichte hinter sich wie CRASHDIET - Potential zu legendärer Größe liegen hier ebenso nah beieinander wie echte Tragödien. Enorm vielversprechend war der Start mit "Rest In Sleaze", doch der Suizid von Sänger Dave Lepard beendete fast alle Träume, einmal zu den ganz Großen zu gehören. Nach einem Intermezzo mit Olli Herman (mittlerweile wieder ganz hervorragend mit RECKLESS LOVE unterwegs) und dem sehr guten "The Unattractive Revolution" kehrte mit dem dritten Sänger Simon Cruz fast schon Stabilität an der CRASHDIET-Front ein. Das Ergebnis war zunächst das verdammt gute "Generation Wild"-Album, eine Platte, wie die berühmt-berüchtigte dritte LP kaum besser sein kann. CRASHDIET haben sich Zeit gelassen, nach diesem Über-Album den Anschluss zu suchen, doch 2013 ist es endlich Zeit für "The Savage Playground".

Ich muss zugeben, ich war zunächst einmal relativ enttäuscht, als ich das Album zum ersten Mal hörte. Wo "Generation Wild" insbesondere mit den ersten drei Songs sofort raketenartig zündete, konnte "The Savage Playground" erst mal nicht ganz so überzeugen. Man muss dem Album jedoch zugestehen, dass es mit weiteren Durchläufen klar wächst. Die Produktion ist roher und mehr auf den Live-Klang von CRASHDIET getrimmt, was einerseits ein gewisses Ungestümsein ausstrahlt, aber sicherlich nicht jedem gefallen wird. Das Songmaterial ist insgesamt gut bis wirklich gut, man merkt, dass die Band sich Zeit gelassen hat und Reife ist durchaus auszumachen. Es ist mutig, hier nicht auf Nummer sicher gegangen zu sein und einfach die Erfolgsmasche des letzten Albums zu wiederholen, sondern lieber das eigene Ding durchzuziehen. Musikalisch passt hier alles, die Jungs haben ihre Hausaufgaben fraglos gemacht, doch am Ende des Tages gibt es eigentlich nur eins, was mich hauptsächlich stört: Es gibt keine richtigen Überkracher wie z.B. 'So Alive' oder 'Chemical' vom letzten Album. Dafür gibt es aber immerhin einige Abwechslung, gutes Songwriting und saubere Leistungen von allen Bandmitgliedern. Gegen Ende kommen immerhin mit 'Snakes In Paradise', 'Excited' und dem überlangen 'Garden Of Babylon' noch drei der besten Albumtracks.

"The Savage Playground" dürfte die Fangemeinde schon ein wenig spalten. Nach einigen Durchläufen gefällt das immerhin über eine Stunde lange Werk durchaus gut, hat jedoch trotz hohem Niveau und Abwechslungsreichtum leider keine Übersongs zu verzeichnen. "Generation Wild" kann es daher auch nicht in die Schranken verweisen, was bleibt, ist dennoch ein wirklich gutes Album, bei dem CRASHDIET sich weiterentwickelt haben. Dafür gibt es dann bei Album Nummer fünf vermutlich umso mehr Hits...

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Change The World
02. Cocaine Cowboys
03. Anarchy
04. California
05. Lickin' Dog
06. Circus
07. Sin City
08. Got A Reason
09. Drinkin' Without You
10. Snakes In Paradise
11. Damaged Kid
12. Excited
13. Garden Of Babylon
Band Website: www.crashdiet.org
Medium: CD
Spieldauer: 62:49 Minuten
VÖ: 25.01.2013

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