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Layla Milou - Reborn

Review von Stormrider vom 16.12.2012 (1697 mal gelesen)
Layla Milou - Reborn Vorbei ist die punkige Vergangenheit, und erwachsen sei sie geworden. So lässt es zumindest der Promo-Zettel zur neuen Scheibe von LAYLA MILOU verlauten. Dazu wird auch der passende Albumtitel mit "Reborn" spendiert. Mit der Erwartung an ein erwachsenes Rockalbum schiebe ich den Rundling also in den Schacht. Und wundere mich nach den 12 Songs, wann denn der erwachsene Part kommen mag.

Schon plakative Titel wie beim Opener 'Porn', oder aber auch 'Fuck You' oder 'Famous Star' lassen eher den Schluss zu, dass man es mit dem Stehenlassen der Teenagerschuhe noch nicht ganz ernst gemeint hat. Doch auch der musikalische Inhalt konnte mich nicht wirklich dazu bewegen, Assoziationen zur neuen Zielgruppe zu ziehen. Am ehesten gelingt dies noch den zwei Stücken, die mit prominenten Gastsängern dargeboten werden. Während Tony Martin (Ex-BLACK SABBATH) beim eher balladesken 'Bloody Valentine' seine ganze Routine in den Ring schickt und LAYLA damit direkt in die Schranken weißt, wurde Paul Di'Anno (Ex-IRON MAIDEN) beim durchaus akzeptablen Rocker 'Your Own Control', teilweise ziemlich in den Hintergrund gemischt, so dass als klarer Sieger auf diesem Album Tony Martin hervorgeht.

Was aber bieten die Songs grundsätzlich? Eine Melange aus modernem Rock und Alternative, leichten Samples, nicht zu harte Rock-Riffs, Pop-Melodien, Punk-Anleihen und einer begabten Sängerin, die mit einer angenehmen kraftvollen Rockröhre ausgestattet wurde, der es aber noch ein wenig am finalen Charisma mangelt. Stilvielfalt wird massig geboten, eine gewisse Ziellosigkeit hingegen ist bei all den Effekten und verschiedenen Zutaten nicht so ganz von der Hand zu weisen. Am Ende des Tages (oder nach den 42 Minuten) fehlt es "Reborn" aber vor allem an Hooks, die zwingend im Kopf hängen bleiben wollen, und Ideen die nicht so geplant, austauschbar und konstruiert wirken. Das Album ist insoweit ok, aber eben auch nicht viel mehr. Gemessen am Blutstropfen-Maßstab (und für uns damit am Metal) gibt es hier leider nur wenig zu entdecken, außer den bereits erwähnten Gästen. Wer indes auf tanzbaren Discotempel-Rock steht, für den dürfte der CLAWFINGER-Remix von 'Access Denied' interessant sein, der als Bonus-Track ebenfalls enthalten ist. Bezeichnend ist dabei, dass dieser Mix um Längen besser ins Ohr und ins Bein läuft, als es die Original-Version tut. Das hat durchaus Drive, allerdings dann auch wirklich gar nichts mehr mit Metal oder Rock zu tun.

Fazit: Ein erwachsenes Rockalbum? Mitnichten, vielmehr ein Album, dass sich überall und nirgends so richtig einzuordnen weiß. Die alte Zielgruppe wird damit wohl weniger anfangen können, die gemäßigteren Rocker werden mit den jugendlichen Zutaten wohl ebenfalls Berührungsängste haben. Am Ende fehlen mir persönlich einfach noch mehr Highlights die wirklich auf LAYLA MILOU fußen, und nicht auf Gastbeiträgen oder Remixen. Nächstes Mal also bitte etwas mehr eigene Identität, denn singen kann die junge Dame mit der angenehmen Röhre durchaus.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Porn
02. Access Denied
03. Murder in High Heels
04. Famous Star
05. Fuck You
06. Bloody Valentine (w/ Tony Martin)
07. Sexy Race
08. Disconnected
09. Your Own Control (w/ Paul Di'Anno)
10. Circus of the Dawn
11. Black Roses
12. Access Denied (Clawfinger Remix)
Band Website: http://www.layla-milou.de/
Medium: CD
Spieldauer: 42:38 Minuten
VÖ: 26.10.2012

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16.12.2012 Reborn(6.0/10) von Stormrider

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