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Svartby - Elemental Tales

Review von Krümel vom 17.02.2012 (1860 mal gelesen)
Svartby - Elemental Tales SVARTBY hatte ich bisher noch nie so richtig wahr genommen. Bis mir jetzt das neue Album "Elemental Tales" auf den Tisch flatterte. Dem Infosheet zufolge sollen die St. Petersburger Folk Metaller eine richtige Spaß-Fraktion sein. In den letzten beiden Jahren hatten sie einige Lineup-Wechsel hinter sich. Der letzte feste Drummer verließ bereits 2010 die Band. Aktuell (jedenfalls laut Stand 16.2.2012 auf der bandeigenen Homepage) gehören die Herren Lindwurm - Gitarre, aZ - Bass, Gnofkes - Gesang, Giftsvamp - Keyboards, Humla - Gitarre zur Truppe. Allerdings haben nur Lindwurm, Humla und Giftsvamp zum Entstehen des aktuellen Silberlings beigetragen. Auf diesem erzählt die Band nicht (wie es viele nordische Vertreter des Genres tun) von irgendwelchen Sagen und dazugehörigen Trollen, sondern vielmehr von kleinen frechen Kobolden, die mächtig viel Unsinn treiben und sich auch berauschenden Substanzen nicht abgeneigt zeigen. Songtitel wie 'Mushroom Rings' sprechen da Bände... Überhaupt gehören Pilze zum Leben der besungenen kleinen Kerle und verleihen ihnen ihre Macht. Etwas abgefahren, aber irgendwie ist dieses Konzept mal nicht so bierernst. SVARTBY scheinen also tatsächlich ziemliche Frohnaturen zu sein.

Aufgrund der Infos neugierig geworden, legte ich erstmal CD in den Player (ja, es gibt tatsächlich noch physische Tonträger!) und drückte die Start-Taste. Beim Opener 'Impby' vernimmt man zunächst Vogelgezwitscher, dudelige Keyboards und dann ein freches, hohes Kichern... schon ist man mitten drin in der Kobold-Welt und im folgenden 'Scum From Underwater'. Dieser Song hämmert deftig aus den Boxen und geht sofort in die Füße. Die wippen nämlich automatisch wie von selbst mit. Auch verspürt man ein leichtes Zucken in den Beinen, so als wollten diese anfangen im Kreis zu tanzen. So geht es auch bei den weiteren, ausgelassen wirkenden, Stücken des Albums. Wenn dann am Ende von 'Done With The Wind' der Rülpser ertönt, muss man unwillkürlich noch mehr grinsen. Nur bei dem sphärischen Instrumental 'Ash And Dust' gewähren die St. Petersburger dem Hörer eine kleine Verschnaufpause, bevor es mit 'Flaming Balls' wieder quirligst bis zum Titeltrack 'Elemental Tales' weiter geht. Musikalisch könnte man SVARTBY übrigens im melodischen Elchtod-Genre ansiedeln. Natürlich ist da eine deutlich herauszuhörende Folk-Metal-Basis, aber hauptsächlich bewegen sich die Kompositionen im Uptempo-Bereich und kommen recht death-lastig rüber. Mit ihren schnellen Rhythmen, den immer etwas prominent und klimperig wirkenden Keyboards sowie dem Growl-Gesang erinnert mich diese Truppe an die Melodic Death Metal Finnen von KALMAH.

Zwar merkt man den St. Petersburgern an, welchen Spaß sie bei der Entstehung von "Elemental Tales" in den Backen hatten. Und dieser überträgt sich auch schnell auf den Hörer. Jedoch hält die gute Laune (zeitlich gesehen) leider nicht allzu lange an. Denn nach nur 30 Minuten ist der ganze Kobold-Spuk bereits wieder vorbei. Zieht man von dieser kurzen Spielzeit noch die knapp vier Minuten der Instrumentals 'Impby', 'Ash And Dust' sowie 'Imp Slam' ab, bleibt netto wirklich nicht mehr allzu viel für die "richtigen" Nummern übrig. Schade - für ein "full-length"-Album ist dies meiner Meinung nach eindeutig zu wenig. Das schmälert den ansonsten überaus positiven Gesamteindruck und führt daher auch zu einem kleinen Punktabzug. Trotzdem kann ich SVARTBY all denjenigen empfehlen, die Musik nicht als ultraernste Angelegenheit sehen, sondern als das, was sie eigentlich immer sein soll: gute Unterhaltung.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Impby
2. Scum from Underwater
3. Boulder Massacration
4. Sleepy Devils
5. Mushroom Rings
6. Done with the Wind
7. Ash and Dust
8. Flaming Balls
9. Morning Wood
10. Elemental Tales
11. Imp Slam
Band Website: www.svartby.com
Medium: CD
Spieldauer: 31:09 Minuten
VÖ: 17.02.2012

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