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U.D.O. - Rev-Raptor

Review von Stormrider vom 02.06.2011 (2697 mal gelesen)
U.D.O. - Rev-Raptor Kann, darf, soll oder muss man das neue Album von U.D.O. mit dem letztjährigen ACCEPT-Hammer vergleichen? Nein, denn es ist bereits satte 25 Jahre her, dass Udo Dirkschneider seine eigene Band aus dem Boden gestampft hat. Eine Zeit die wahrlich reichen sollte, um ihn losgelöst von der Vergangenheit sehen zu können und das 13. Album nicht auf die andere Seite der Waagschale zu legen. Der geneigte Metal-Fan wird sich sowieso kaum auf eine Seite schlagen wollen, hat er doch nun die Möglichkeit, sein CD-Regal regelmäßig mit neuem Material aufzurüsten. Werfen wir also einen Blick auf die Scheibe, ohne die üblichen Vergleiche zu ziehen und nehmen als Maßstab die letzten Alben des Mannes in der Tarnhose.

Im Falle von "Rev-Raptor" bietet es sich an, mit dem Fazit zu beginnen. Steht U.D.O. drauf - ist U.D.O. drin. Geboten wird 80er Jahre Stahl, der songwritingtechnisch extrem solide aus den Boxen schallt, den man Dank der Reibeisenstimme sofort erkennt, dem aber auch ein Funken Spontanität und Inspiration fehlt. Am ehesten fällt noch auf, dass man wieder mehr Wert auf ausgefeilte Gitarrensoli gelegt hat und die Licks und Rhythmusparts einen leicht moderneren Anstrich bekommen haben. Ansonsten gibt’s "Same thing – different U.D.O. – Album". Natürlich bewegt sich die Band in einem Genre, in dem man seine Neuerungen nur sehr akzentuiert einbringt, ein wenig mehr Mut hätte dem Album aber sicher nicht geschadet. Wie mein werter Kollege in seinem Review zur "Leatherhead"-EP schon festgestellt hat: ist alles ganz ok, ohne dabei wirklich aufregend zu sein.

Betrachtet man sich nun die einzelnen Songs, wird die typische Bandbreite des German Heavy Metal vom temporeichen Banger ('Pain Man') über den groovenden Stampfer ('Rev-Raptor') bis hin zur Ballade ('I Gave As Good As I Get') abgedeckt und das gesamte Spektrum geboten. Im Vergleich zu den stärksten Scheiben der U.D.O. Diskographie kann das aktuelle Album aber leider nicht ganz mithalten, da sich in den dreizehn Songs kein wirklicher Überflieger versteckt hat. Selbstverständlich sind die Herren Dirkschneider / Kaufmann auch an einem schlechten Tag noch zu gut um einen Rohrkrepierer abzuliefern. Dennoch haben sie auch schon Alben abgeliefert, die mehr Suchtpotential entfacht haben. Aber seien wir ehrlich, wer sich ein Album von U.D.O. kauft, erwartet keine großartigen Neuerungen und keinen stilistischen Spagat. Nein, der erwartet neue Songs im alten Stil, Mitgröhlnummern, eingängige Melodien, Hooks und Refrains und natürlich Udos Organ. Genau das wird geboten, es gibt also keinen Grund sich das Album nicht reinzuziehen, wenn man echten Solinger Stahl atmet.

Ein Satz noch zum Sound. Aufgenommen und produziert hat wieder Stefan Kaufmann selber. Das Schlagzeug ist dabei entweder extrem übertriggert geraten oder es handelt sich um einen Drumcomputer. Der Sound der Drums mag zwar futuristisch sein, passt aber zumindest in meinen Ohren nicht so wirklich zu den Songs.

Fazit: Ach ja, das hatten wir ja schon... U.D.O. bleibt U.D.O. bleibt U.D.O. ...

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Rev-Raptor
02. Leatherhead
03. Renegade
04. I Give As Good As I Get
05. Dr. Death
06. Rock¹N¹Roll Soldiers
07. Terrorvision
08. Underworld
09. Pain Man
10. Fairy Tales Of Victory
11. Motor-Borg
12. True Born Winners
13. Days Of Hope And Glory
Band Website: www.udo-online.de
Medium: CD
Spieldauer: 51:06 Minuten
VÖ: 20.05.2011

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