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Barren Earth - Curse Of The Red River

Review von Opa Steve vom 17.03.2010 (2793 mal gelesen)
Barren Earth - Curse Of The Red River Da tun sich Ex-AMORPHIS-Member (eine Band, die ich meiner Frau gegenüber gern gemeinerweise als "Mädchen-Metal" tituliere) mit dem Mikko von SWALLOW THE SUN zusammen, setzen den MOONSORROW-Drummer an die Felle, und holen sich noch Unterstützung bei Sami von KREATOR, und bei einem mir unbekannten Janne Perttilä für die zweite Klampfe. Ja verflucht nochmal, was soll ich mir darunter vorstellen? Erst einmal erwarte ich alles oder nichts. Der Opener klingt auch recht unspektakulär im Stil der typischen "Grunzer-trifft-auf-Melodie"-Geschichten, und würde Mikko nicht ganz so böse grunzen, würde es mich schon wieder jucken, ein abfälliges "Mädchen-Metal!!!" auszurufen. Doch bei der bekifften Querflöte im letzten Drittel des gut 7-minütigen Openers werde ich auf einmal wach. Das ist nun gar nicht so das billige Schema-F. 'Our Twilight' danach stellt mich allerdings nochmal auf die harte Probe - hier hat man eindeutig zu viel Seventies-Schmalz einfließen lassen. Und auch hier kommt die Wende in der zweiten Hälfte, als BARREN EARTH auf einmal im besten PROVENANCE-Stil losproggen. Ab dem dritten Stück machen die Jungs dann endgültig alles richtig und schütteln einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel. Der chartverdächtige Schunkler 'Forlorn Waves' klingt so unbekümmert und dennoch beeindruckend, dass man sich seinen hypnotischen Läufen nicht entziehen kann. 'Flicker' ist feinstes Songwriting, welches auch auf dem aktuellen DEVIN TOWNSEND PROJECT hätte als Ballade (inkl. obligatorischem Blast-Part) verarbeitet werden können. 'The Leer' ist abgesehen von der etwas stumpfen Strophe schön proggy im OPETH Style. 'The Ritual Of Dawn' hat dann ein cooles Altrock-Feeling - LED ZEPPELIN treffen auf PINK FLOYD und vertonen die Mixtur in bretthartem Metalsound. 'Ere All Perish' lässt LED ZEPPELIN mit im Spiel, aber tauscht PINK FLOYD wieder gegen den schon oben zitierten DEVIN TOWNSEND aus, der sich frisch den Stil trauriger russischer Volksweisen als Inspiration reingepfiffen hat. 'Cold Earth Chamber' verbindet nahezu Death Metal mit folkloristischen Einflüssen, und 'Deserted Morrows' reist ohne Vorwarnung zurück in die frühen Siebziger und endet in einem gigantischen hymnischen Finale, welches den Hörer mit aufgestellten Nackenhaaren zurücklässt.

Leute, das ist ganz großes Kino. Fast keine Ausfälle auf beinahe einer Stunde - stattdessen feinster Kopfstoff, Emotionen, Härte, eine exzellente Produktion, und sechs Musiker auf hohem Niveau. Soll ich euch die unverblümte Wahrheit sagen? Der Kram ist besser als all das, was ihr mit euren eigentlichen Bands zustande bringt. Also steigt aus und macht BARREN EARTH zu eurer Berufung!

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01 Curse Of The Red River
02 Our Twilight
03 Forlorn Waves
04 Flicker
05 The Leer
06 The Ritual Of Dawn
07 Ere All Perish
08 Cold Earth Chamber
09 Deserted Morrows
Band Website: www.barrenearth.com
Medium: CD
Spieldauer: 54:23 Minuten
VÖ: 12.03.2010

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