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Iron Savior - Condition Red

Review von Odin vom 00.00.0000 (4030 mal gelesen)
Iron Savior - Condition Red Stolz prangt das Logo auf dem Cover, selbstsicher biedert man sich nicht zu sehr an Trends und andere Bands an; Iron Savior geben ordentlich was auf die Ohren.

Eröffnet wird der Reigen mit "Titans Of Our Time", das erste Befürchtungen aufkeimem läßt, die Eisernen Retter hätten zu viel Gammaray gehört. Aber keine Panik, der "Protector" naht bereits! Nach dem hymnischen Opener schlägt der zweite Song schon etwas andere Töne an. Die folgende Pathos-Hymne "Ironbound" stellt die zu tiefst metallischen Ansprüche dann endgültig klar.

Meist im gehobenen Midtempo und oft im Doublebass-getriebenen Uptempo holzen die Hamburger hier ein Album runter, das ihnen - wenn nicht schon längst geschehen - einen sicheren Platz an der Speerspitze des deutschen Power Metals einbringen wird. Roh und unverbraucht klingen die 13 (inkl. 2 Boni) Songs und insbesondere die sehr dünn gesähten Keyboards habe ich erstmal überhaupt nicht bemerkt, bis ich las, dass Andreas Kück Keyboards & Gesang beisteuert. Ja, gesungen wird von allen außer Drummer Thomas Nack, aber der hat auch so alle Hände voll zu tun, seine Leute zwar vorwärtszutreiben, aber trotzdem ihre Spiellaune durch seinen soliden Takt im Zaum zu halten. Die vielstimmigen Chöre und gelegentlichen "Dialoge" machen die Vocals um Piet Sielck, der gelentlich ein bißchen wie Udo Dirkschneider himself klingt, zu einem Highlight des Albums. Der schwere Stampfer "Warrior" erinnert besonders an Werke von U.D.O. und hat ebenso wie das Gros der Songs ein klassisch metallisches Thema.

Ein Ruhepol der Scheibe ist der Bonustrack "I Will Be There", der zwar stark einsteigt, dann aber zurückfährt und insgesamt irgendwie aus dem Rahmen fällt - ein optimaler Bonustrack eben. Den Schluss bildet dann der zweite Bonus in Form des kultigen Seal-Klassikers "Crazy".

Dazwischen sind "Paradies" und insbesondere "Thunderbird" erwähnenswert, da Iron Savior hier (speziell in letzterem) ganz stark an Blind Guardian erinnern! Ohne deren inzwischen extreme Produktionswut auch nur anzunähern, werden (nicht nur hier) grandiose Refrains, Chöre und Songwriting aufgefahren, die den Fünfer von der sich gegenseitig kopierenden Konkurrenz abheben. Man höre sich nur ein paar Male "Thunderbird" an - der akkustische Zwischenteil erzeugt richtig Atmosphäre, was im Power Metal ja nun nicht gerade zu oft vorkommt.

Die Leistungen der Instrumentalisten und der Sound sind durchweg tadellos, auch wenn die Soli schonmal etwas langweilig rüberkommen. Insgesamt ein saftiges Stück Metal, das nicht völlig neuen Boden betritt, aber innerhalb der Konkurrenz sicherlich einen besonderen Platz einnimmt - gerade vor den Vorzeige Power Metallern von Primal Fear brauchen sich die Hamburger sicher nicht zu verstecken.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
1. Titans Of Our Time
2. Protector
3. Ironbound
4. Condition Red
5. Warrior
6. Mindfeeder
7. Walls Of Fire
8. Tales Of The Bold
9. I Will Be There (Ltd. Edition Bonus Track)
10. No Heroes
11. Paradies
12. Thunderbird
13. Crazy (Ltd. Edition Bonus Track)
Band Website: www.iron-savior.com
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 03.06.2002

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