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Daniel Ekeroth - Swedish Death Metal

Review von des vom 11.03.2009 (2218 mal gelesen)
Daniel Ekeroth - Swedish Death Metal Die Geschichte des schwedischen Death Metal wird mit "Schwedischer Death Metal" von Mitte der 1980er bis zum Jahr 1993 auf zwei Medien aufgearbeitet. Zum einen geschieht dies in Buchform, zum anderen anhand einer 3CD-Compilation.

Das Buch - ausgestattet mit einem schön oldschooligen Cover - schildert in etwa 300 Seiten den Beginn des schwedischen Death Metal als Abkömmling des Punk, die ersten Veröffentlichungen mit extremer Musik und Lyrik anhand der wichtigsten Bands. Vor allem BATHORY wird im ersten Teil gehöriger Raum eingeräumt. Das Buch schildert auch die Unterschiede zwischen der erst dominanten Stockholmer Szene und des später aufkeimenden Göteborger Death, aber auch andere - kuriosere - Szenen wie jene in Eskilstuna und Mjölby kommen zu ihrem Recht. Außerdem beschränkt sich das Buch nicht nur auf den Schwedischen Death, sondern geht auch ausführlich auf deren Weiterentwicklungen und Abkömmlinge wie natürlich Black Metal, aber auch Swedisch Thrash Metal, Grind und Death & Roll ein.

Der Autor Daniel Ekeroth schildert die Geschichte weniger in Form eines enzyklopädischen Werkes, sondern mehr als persönliche Geschichte aus Fansicht. Er stellt dabei weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf hundertprozentige Korrektheit, hat sich aber große Mühe gemacht, um die Geschichte so authentisch und wahrheitsgemäß als möglich abzuhandeln. Um einen möglichst guten Überblick zu bekommen, wühlte sich Ekeroth durch seine alten Tapes, die Tapes seiner Freunde, Bergen von Fanzines und Zeitschriften. Außerdem führte er Tonnen von Interviews mit Musikern und anderen Mitwirkenden.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, ist mit jeder Menge knackigen Zitaten aufgelockert. Auch wenn sich Ekeroth dafür entschuldigt, nicht alle Bands nennen zu können, wird man vor allem im ersten Teil von der Menge an Gruppen und Namen beinahe erschlagen. Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, da durch den flüssigen Schreibstil und den Personal Point Of View die damalige Stimmung beinahe greifbar wird. Vor allem lässt sich gut mitfühlen, wie die verschiedenen Musiker davon überrascht sind, wie sehr sie mit ihrer extremen Musik auf offene Ohren stoßen.

Ein nettes Goodie ist der 120 Seiten starke Anhang, in dem alle dem Autor bekannten Death-Metal Bands kurz mit Line-Up und einigen erklärenden Worten vorgestellt werden - es müssen so an die 500 Bands sein. Abschließend folgt noch in einem zweiten Anhang eine Auflistung relevanter und weniger relevanter Fanzines. Angereichert ist das ganze mit jeder Menge Coverbildern, Postern und Bandfotos.

Ekeroth geht es nur um die Musik, ideologisch/politische Aspekte werden komplett ausgeklammert, aus meiner Sicht ein Manko. Mich als Nicht-besonders-Auskenner hätte es zum Beispiel brennend interessiert, ob die extremen Texte nur als Stilmittel um zu schocken zu sehen sind, oder ob wirklich Ideologien dahinter stecken. Außerdem verwundert es mich, dass eine Band wie BURZUM, die verschrien ist aus der Nazi-Ecke zu kommen, mehrmals beiläufig erwähnt wird, ohne dass ein kritisches Wort darüber verloren wird.

Die neue deutsche Rechtschreibung wird konsequent ignoriert ("daß"), Rüge an den Übersetzer. Abgesehen davon handelt es sich bei "Schwedischer Death Metal" aber um ein umfassendes Werk zum Death Metal, vielleicht in seinem Bemühen, alles abzudecken, etwas wirr strukturiert und überfrachtet, aber dennoch leicht zu lesen, informativ und unterhaltsam.

Die gleichzeitig zum Buch erscheinende CD-Compilation "Swedish Death Metal" ist quasi der Soundtrack zum Buch. Auf den 3 CD's tummelt sich alles, was Rang und Namen hat, aber auch unbekanntere Gruppen kommen zu Ehren. Auch die Compilation ist chronologisch aufgebaut und handelt wie das Buch überwiegend die Jahre 1986 bis 1993 ab, auf der ersten Scheibe finden sich Songs von den Pionieren des Schwedischen Death Metal, hauptsächlich von Demo-Platten entnommen, aber dennoch überwiegend in sehr guter Qualität. Auf der zweiten CD finden sich Klassiker aus der Phase, als der schwedische Death Metal den ersten Höhepunkt erreicht hat. Die dritte Platte setzt darauf an uns spannt mit KATALYSATOR (warum gerade die?) den Bogen in die Gegenwart. Eine gute Mischung und als Grundlagentraining perfekt.

Verpackt ist die Sammlung in einem edlen Digibook, im Booklet finden sich zu jedem Song sehr informative Linernotes von Buchautor Daniel Ekeroth.

des


- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
CD1:
1. Mefisto: Missing in Action (vom Demo “Megalomania”, 1986)
2. Obscurity: Demented (vom Demo “Damnations Pride”, 1987)
3. Corpse: Rise Again (vom Demo “Black Dawn”, 1987)
4. Merciless: Souls of the Dead (vom Demo “Realm of the Dark”, 1988)
5. Morbid: Wings of Funeral (vom Demo “December Moon”, 1987)
6. Nihilist: Abnormally Deceased (vom Demo “Only Shreds Remain”, 1988)
7. Putrefaction: Putrefaction Remains (vom Demo “Painful Death”, 1989)
8. Carnage: Torn Apart (vom Demo “Infestation of Evil”, 1989)
9. Therion: Megalomania (vom Demo “Beyond the Darkest Veils of Inner Wickedness”, 1989)
10. Carbonized: Final Chapter (vom Demo “Au-To-Dafe“, 1989)
11. Expulsion: Darkside (vom Demo “Veiled in the Mists of Mystery”, 1989)
12. Grave: Brutally Deceased (vom Demo “Anatomia Corporis Humani”, 1989)
13. Sorcery: Descend to the Ashes (vom Demo “Unholy Crusade”, 1989)
14. Tribulation: Irrevocable Act (vom Demo “Void of Compassion”, 1990)
15. Afflicted Convulsion: Consumed In Flames (vom Demo “Beyond Redemption”, 1990)
16. Dismember: Dismembered (vom Demo “Reborn in Blasphemy”, 1990)
17. Desultory: The Chill Within (vom Demo “Death Unfolds”, 1990)
18. Grotesque: Submit to Death (von der 12” EP “Incantation”, 1990)
CD2:
1. Entombed: But Life Goes On (vom Demo “But Life Goes On”, 1989)
2. Nirvana 2002: Mourning (von der Compilation “Projections of a Stained Mind”, 1991)
3. General Surgery: Slithering Maceration of Ulcerous Facial Tissue (von der 7” EP “Necrology”, 1991)
4. Dismember: Override of the Overture (vom Album “Like an Ever Flowing Stream”, 1991)
5. Grave: Into the Grave (vom Album “Into the Grave”, 1991)
6. Unleashed: Before the Creation (vom Album “Where No Life Dwells”, 1991)
7. Tiamat: Ancient Entity (vom Album “The Astral Sleep”, 1991)
8. Carbonized: Recarbonized (vom Album “For the Security”, 1991)
9. At The Gates: City of Screaming Statues (von der EP “Gardens of Grief”, 1991)
10. Liers In Wait: Bleeding Shrines of Stone (von der EP “Spiritually Uncontrolled Art”, 1992)
11. Edge Of Sanity: Enigma (vom Album “Unorthodox”, 1992)
12. Cemetary: Nightmare Lake (vom Album “An Evil Shade of Grey”, 1992)
13. Therion: Symphony of the Dead (vom Album “Beyond Sanctorum”, 1992)
14. Afflicted: Tidings vom Blue Sphere (vom Album “Prodigal Sun”, 1992)
15. Marduk: Still Fucking Dead (Here’s No Peace) (vom Album “Dark Endless”, 1992)
16. Dissection: Black Horizons (vom Album “The Somberlain”, 1993)
CD3:
1. Evocation: Through the Darkened Peril (vom Demo “The Ancient Gate”, 1992)
2. Séance: Reincarnage (vom Demo “Levitised Spirit”, 1991)
3. Toxaemia: Beyond The Realm (von der 7” EP “Toxaemia”, 1990)
4. Furbowl: Shark Heaven (vom Demo “The Nightfall of Your Heart”, 1991)
5. Suffer: Human Flesh (vom Demo “Manifestation of God”, 1991)
6. Traumatic: A Perfect Night to Masturbate (vom Demo “A Perfect Night to Masturbate”, 1991)
7. Macrodex: Necrophilicide (vom Demo “Remains of a Lost Life”, 1990)
8. House Of Usher Rather Black (from the 7” EP “On the Very Verge”, 1991)
9. Crypt Of Kerberos: The Ancient War (from the 7” EP “Cyclone of Insanity”, 1992)
10. Eternal Darkness: Psychopath (from the 7” EP “Doomed”, 1992)
11. Interment: Morbid Death (vom Demo “Where Death Will Increase”, 1991)
12. Uncanny: Transportation to the Uncanny (vom Demo “Transportation to the Uncanny”, 1991)
13. S. G. R.: Die in Agony (vom Demo “Massdevastation”, 1992)
14. Sarcasm: In Hate … (vom Demo “In Hate …”, 1992)
15. Crematory: Enshrouded (in the River of Eternity) (vom Demo “Netherworlds of the Mind”, 1992)
16. Necrony: Under the Black Soil (vom “Promo-Tape 93–94”, 1994)
17. Repugnant: Spawn of Pure Malevolence (vom Demo “Spawn of Pure Malevolence”, 1998)
18. Katalysator: Mass Genocide Ritual (vom Demo “Mass Genocide Ritual”, 2007)
Band Website: www.myspace.com/tamarapress
Medium: Buch + 3CD
Spieldauer: 200 min Minuten
VÖ: 27.02.2009

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