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Grave Digger - The Grave Digger

Review von Odin vom 00.00.0000 (5284 mal gelesen)
Grave Digger - The Grave Digger Nach einigen Turbulenzen kehren Grave Digger mit einem Paukenschlag zurück. "The Grave Digger" erntet weltweit Höchstnoten und läßt auf die im nächsten Frühjahr anstehende Tour mit Brainstorm und Tierra Santa hoffen.

Tatsächlich klingt "The Grave Digger" unverwechselbar nach Grave Digger, ist dabei kraftvoll produziert und bietet wiedermal eine grosse Vielfalt vom Uptempo-Nackenbrecher bis zur Akkustik-Ballade. Mit "Sacred Fire" hat sich für meinen Geschmack leider ein Ausfall eingeschlichen, der den Eindruck erwachsen läßt, dass das Album zum Ende hin abflacht, was aber eigentlich gar nicht so ist.

Es ist schwer, Highlights herauszupicken, da man wirklich gut bedient wird mit Teutonenstahl der ersten Güte. "Spirits Of The Dead" und "Haunted Palace" sind auf jeden Fall zu nennen, insbesondere ersteres wird sicherlich live ein absoluter Hammer. Besonders hervorzuheben ist "Silence", eine 7-minütige Ballade die schwer in das Gefüge von Stampfern und Krachern einzuordnen ist, aber auf jeden Fall ein Meisterwerk für sich darstellt. Dieser Song zeigt wiedereinmal, dass Metal Bands die gefühlvollsten und schönsten Balladen komponieren und zelebrieren können. Allerdings ist diese ganz besonders stimmungsvoll gelungen.

Insgesamt erzeugt das Edgar Allen Poe gewidmete Album eine passende, düstere Atmosphäre, bringt alle Grave Digger Trademarks (angeführt von Chris' überragenden Vocals) mit und hat dabei doch einen neuen Touch, der vielleicht auch durch Manni Schmidt (Ex-Rage) und seine Gitarrenarbeit bedingt ist.

Durch den genannten Ausfall reduziert sich meine Wertung auf "nur" 8.0 von 10 Punkten.

Mitschrift beim ersten Hören:

Son of Evil
Intro. Klavier, Streicher, dann Pauken, Glockenschlag und
Brett! Tiefe Stimmlage, von hoher hinterlegt, ganz deutlich Grave Digger, Gitarrenarbeit macht sich bemerkbar (Manni Schmidt). Midtempo Stampfer, Mitgröhl Chorus. Schmidt-Solo.

Ein paar Anschläge Klavier, dann Schnelles Riff:
The Grave Digger
Doublebass-Attacke, Gitarren-Lauf zum Ende des vielstimmigen Chorus. Immer nach vorne, man sieht Chris förmlich vor sich, wie er voller Inbrunst das Mikro anbrüllt. Mitgröhlen im Chor erwünscht.

Raven
Orgel-Intro, Donnergrollen, höchst düstere Atmosphäre, Gitarre leitet über in
Schnelles Riff, patetischer Chorus (Seek and Destroy - kommt uns das nicht bekannt vor?), allgemein wenig abwechslungsreiches Drumming; Doublebass-Attacke.

Scythe Of Time
Gitarren-Riff, langsam, stampfend, Bass-Solo-Teil, sparsame Gitarren-Skalen über Bass und Drums, dazu Vocals. Grave Digger untypisch ruhig, aber drohend. Etwas vollerer Chorus, Rhytmus im Solo-Teil erinnert kurzzeitig an alte Metallica. Am Ende Fade-Out, Bass bleibt etwas zurück.

Spirits of the Dead
Setzt direkt volles Brett ein, fährt dann kurz zurück, um richtig loszulegen. Uptempo, Nackenbrecher! Man wünscht sich vor einer Bühne im Pit zu stehen und wild zu bangen! Und wieder so ein geiler Mitgröhl Chorus, der von Excalibur stammen könnte. Langsamer Zwischenteil mit Kreischenden Gitarren, kurze Verschaufpause - Pre-Chorus und Chorus reissen wieder an den Stimmbändern.

The House
Cleane Gitarren zum Anfang, cleaner Gesang! Langsames Riff setzt ein, Glockenschlag läutet die Düsternis ein, sphärischer Chor im Hintergrund, dann Stakkato-Gitarren und gewohnte Vocals. Bislang langsamster Song, schwer stampfend, keine Ballade, wenn auch ruhig. Cleane Vocals lassen sofort an Tunes Of War denken (The Ballad Of Mary z.B.). Hm, vielleicht doch eine Ballade; einfühlsamer Chor, cleane Gitarren im Solo (sehr langsam und getragen), dann nochmal eine verzerrte, die den Ausklang anstimmt und den Kreis zum Anfang schliesst, zusätzlich aber Streicher.

King Pest
Genug geruht! Uptempo kurz unter Spirits of the Dead, einfaches Riff. Guter alter Grave Digger Chorus; "King.... King Pest!" Simpel gestrickter Abräumer.

Sacred Fire
Wieder langsamer. Midtempo Stampfer. Im Chorus könnte man sich wieder Mitgröhlen vorstellen, aber irgendwie ist es nicht so richtig zwingend. Leider nur "ganz nett".

Funeral Procession
Jetzt wird wieder etwas aufs Gaspedal getreten, kein Uptempo, aber mehr nach vorne. Simple Struktur und Text machen das Mitsingen leicht. :-)

Haunted Palace
Zunächst nichts Aussergewöhnliches, aber im Pre-Chorus dann Doublebass Attacke die in absoluten Mitgröhl Chorus gipfelt, man wünscht sich nur, dass er ein wenig länger wäre... aber mit etwas Übung kann man schon im Pre-Chorus mitgröhlen. :-)

Silence
Akkustik-Gitarre, cleane Vocals, nach kurzem ein bisschen Bass (akkustisch) und Synthi-Sounds, dann zahmen Schlagzeug. Chorus mehrstimmig, absolut ruhig und getragen - nachdenklich. Überraschend! Mehr als einfach nur eine Ballade... ein Liebeslied. Wow! Man könnte weinen, so schön und traurig ist dieser Song. ...aber nach fast 4 Minuten gehen die Pegel dann doch noch etwas hoch, Vocals werden wieder kratzig, die Gitarren wieder elektrisch und alles etwas druckvoller. Streicher und die ruhige Melodie halten den Song aber auf dem Niveau. Bis der instrumentale Soloteil beginnt und sich die Sache etwas zum härteren wandelt, um anschliessend aber wieder etwas zurückzunehmen, wenn die Vocals wieder (clean) dazukommen. Nach Gitarrensolo mit Doublebass Untermalung und insgesamt etwas über 7 Minuten ist dann der Fade-Out zuende.

Black Cat (Bonus Track)
Jetzt wird nochmal gestampft. Chris singt über seine Katze. ;-) Langsam, Schlagzeug-Mix (Bass) ist irgendwie anders als bei den anderen Songs. Manni lässt die Gitarre schreien, später ein Flitzefinger-Solo. Ansonsten fast nur Chorus. Dann auf einmal Doublebass Attacke mit Flitze-Gitarre und Chorus und Ende.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Son Of Evil
02. The Grave Digger
03. Raven
04. Scythe of Time
05. Spirits Of The Dead
06. The House
07. King Pest
08. Sacred Fire
09. Funeral Procession
10. Haunted Palace
11. Silence
12. Black Cat (Bonus Track)
Band Website: www.grave-digger.de
Medium: CD
Spieldauer: 59:00 Minuten
VÖ: 15.12.2001

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