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Manowar - Hail to England

Review von Attn vom 24.06.2003 (4671 mal gelesen)
Manowar - Hail to England Bei „Hail to England“ handelt es sich um das dritte Album der selbsternannten „Kings of Metal“. Erschienen vor mittlerweile vollen 20 Jahren ist es für mich noch heute das herausragende Album der Band.

Manowartypisch weiß man schon beim Opener „Blood of my Enemies“, wo es langgeht. Ein alle Klischees bedienender Text in Verbindung mit lupenreinem Metal und hymnenhaftem Refrain. Bis heute ist dieser Song aus gutem Grund Teil eines jeden Manowar-Konzerts.
In ähnlicher Qualität geht es dann über „Each Dawn I Die“ und „Kill with Power“ zum Titelsong. Etwas getragener als in den vorangegangen Stücken, aber nicht mit weniger Druck das vielleicht beste Beispiel dafür, dass man Power nicht mit Speed gleich- oder gar ersetzen kann. Für mich ist „Hail to England“ der Song, der den Begriff „True Metal“ wohl am besten beschreibt.
Auf die Ode an England folgt der Lobgesang auf die Fans: „Army of the Immortals“. Wieder ein klischeebeladener Text, wieder allerbeste Manowar-Qualitätsarbeit, wieder volle Power, präzise Drums und alles, was einen guten Song ausmacht. Wer nicht spätestens hier anfängt, den Kopf zu schütteln oder wenigstens mit dem Fuß wippt, sollte sich wirklich eine andere Musikrichtung suchen…
Über das damals obligatorische Basssolo von Joey (hier: „Black Arrows“) lege ich besser mal den Mantel des Schweigens. Ist live zwar sehr beeindruckend, auf CD nutze ich hier aber doch gerne mal die „Skip“-Taste.
Hält man die schwarzen Pfeile aber komplett durch, wird man dafür aber immerhin mit „Bridge of Death“ belohnt. Auf die Frage nach dem besten Manowar-Song überhaupt kommt mir dieser eigentlich immer direkt in den Sinn. Sehr schöne Gitarren, die vielleicht beste Gesangsleistung, die Eric Adams je abgeliefert hat, geniale Tempiwechsel. Ein würdiger Abschluss eines absoluten Ausnahmealbums.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist die sogar für Manowarverhältnisse recht kurze Spielzeit von nur 33 Minuten, was bei dem Preis der Neuauflage satte 50 Cent pro Minute entspricht. Das Bootleg von „Manowar Records“ erzielt mittlerweile recht hohe Sammlerpreise, ist aber qualitativ gar nicht zu empfehlen (es sei denn, man steht auf LP-Knacken und Sprünge). Da aber die Geffen-Veröffentlichung von 1993 noch in den meisten Läden für wenig Geld zu erstehen sein dürfte, hat aber niemand eine Ausrede, dieses Album nicht im Regal stehen zu haben (das grottenhässliche Cover kann man zur Not ja umdrehen…). Sammler greifen natürlich zum Universal-Release in der „Secrets of Steel“-Box von 1997 (zusammen mit „Into Glory Ride“ und einem 15-minütigem Video).

Fazit: Pflichtprogramm für jeden, der ansatzweise was mit Metal anfangen kann. 9.5 von 10 Punkten


Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
1. Blood of my enemies
2. Each dawn I die
3. Kill with power
4. Hail to england
5. Army of the immortals
6. Black arrows
7. Bridge of death
Band Website: www.manowar.com
Medium: CD, LP, MC
Spieldauer: 33:28 Minuten
VÖ: 08.11.1983

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