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U.D.O. - Game Over

Review von Damage Case vom 01.11.2021 (1269 mal gelesen)
U.D.O. - Game Over Eigentlich könnten die Rezensionen eines neuen U.D.O.-Albums immer aus nur einem Satz bestehen: Udo & Co. liefern wie immer und ohne große Experimente ab - Fans wissen, was zu tun ist. Selbiges gilt auch 2021 für das siebzehnte Bandalbum, dem Nachfolger des immer noch sehr starken "Steelfactory" (2018). Die Bezeichnung 'Band' ist hierbei sehr wichtig, denn Udos deutlich jüngere Mitspieler, unter anderen die beiden neuen Saitenzupfer Dee Dammers (zweite Gitarre) und Tilen Hudrap (Bass), sind eng ins Songwriting und den Bandsound eingebunden, und wirken dadurch wie ein Jungbrunnen für den nächstes Jahr siebzig Lenze werdenden Fronter. Der Heavy Metal-Frontpanzer genießt hör- und sichtbar, ähnlich wie der späte Lemmy Kilmister, den Austausch mit juvenileren Mitmusikern, die mit ihrem Songwriting- und Performanceinput die Band als solches nicht altern lassen. Und so liefern U.D.O. nach dem ungewöhnlichen Orchesterausflug "We Are One" (2020 mit dem Musikkorps der Bundeswehr) sowie der etwas hüftsteifen, aber Nostalgiker bedienenden EP von DIRKSCHNEIDER & THE OLD GANG wieder gewohntes Teutonenkraftfutter. Klasse & Masse sind angesagt, sechzehn Songs, fast siebzig Minuten - "Game Over" ist pickepacke voll mit neuer Musik (die japanische Version enthält mit dem coolen Groover 'Wilder Life' sogar noch einen Bonus).

Und doch fällt auf, dass die Band eine große Freude am neuen Material hat. Der Albumtitel deutet auch keinesfalls auf einen anstehenden Renteneintritt Udos hin, sondern reflektiert aus sozialer (zum Beispiel 'Kids And Guns') und Umweltsicht (man höre mal bei 'Time Control' genau hin) die derzeitige Situation auf unserem Planeten. Musikalisch untermalt werden diese Inhalte von kraftvollen Songs, meist im Midtempo gehalten, unterbrochen von der gefühlvollen Ballade 'Don't Wanna Say Goodbye'. Und wenn jemand inhaltliche Plattitüden wie 'Metal Never Dies' darf, dann Udo. Selbst den Versuch, einen AC/DC-Groove hinzubekommen ('Kids And Guns', man höre zum Vergleich mal 'Go Zone' von den Australiern), verzeiht man ohne Probleme. Denn "Game Over" bietet in fast 70 Minuten so viele tolle Songs und Momente über die volle Laufzeit bis zum abschließenden 'Metal Damnation'. Wer einen waschechten Hit wie 'Midnight Stranger' an Position dreizehn stehen haben kann, weiß was er drauf hat.

Die andere Band, die zufälligerweise zuvor bereits zwei Songs mit dem Wort 'Midnight' im Titel und Udo am Mikro aufgenommen hat, kann sich eine daumendicke Scheibe abschneiden, wie authentisch klingender und natürlich produzierter Teutonenstahl in den 2020ern zu klingen hat. Während ACCEPT, beziehungsweise was außer Wolf Hoffmann davon heute noch übrig ist, inzwischen zu einer qualitativ mittelprächtigen und semispannenden Festivalband, die zu 99 Prozent von ihrer glorreichen Vergangenheit (mit Udo!) profitiert, geraten ist - wer's nicht glaubt vergleiche direkt mal deren aktuelles Album "Too Mean To Die" mit der Neuen von U.D.O. und es dürfte schnell klar sein, für wen musikalisch-kreativ seit Jahren "Game Over" ist. Und die Kosakenchöre klingen bei U.D.O. mittlerweile viel 'acceptabler' - man höre mal 'Time Control'.

Fazit: Auch wenn sich viele Songideen im Laufe der Jahrzehnte ähneln oder wiederholen und der typische U.D.O.-Stampf in vielen Stücken den Ton angibt, so macht "Game Over" über die komplette Spieldauer einfach Spaß. Hier wird nix neu erfunden, sondern Bewährtes fortgeführt. Man spürt, dass Udo noch lange nicht fertig hat. 2021/22 soll "Game Over" erstmal ordentlich betourt werden. Und dann werden der Exil-Solinger und seine Jungs mit Sicherheit das nächste Qualitätslangeisen in Angriff nehmen.

Drei Anspieltipps: Nur drei? Okay. Der zweite Song 'Holy Invaders' groovt mit coolem Soundeffekt. 'I See Red' fetzt ordentlich und hätte zum Beispiel auch auf PRIESTs "Firepower" ordentlich Eindruck hinterlassen. 'Marching Tank', mit seinen ordentlichen SAXON-Einschlag ist Fistraiser und Udo-Huldigung in einem.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Fear Detector
02. Holy Invaders
03. Prophecy
04. Empty Eyes
05. I See Red
06. Metal Never Dies
07. Kids And Guns
08. Like A Beast
09. Don’t Wanna Say Goodbye
10. Unbroken
11. Marching Tank
12. Thunder Road
13. Midnight Stranger
14. Speed Seeker
15. Time Control
16. Metal Damnation
Band Website: www.udo-online.de
Medium: CD + Vinyl + Di
Spieldauer: 68:45 Minuten
VÖ: 22.10.2021

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