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Bohemyst - Čerň A Smrt

Review von Damage Case vom 14.08.2021 (1753 mal gelesen)
Bohemyst - Čerň A Smrt Black Metal lässt sich in mehrere Subgenres einteilen. Da wäre zum Beispiel die reine Lehre aus dem frostigen Nadeldrucker der Sorte early BATHORY, DARKTHRONE oder IMMORTAL. Bei anderen Vertretern schwang irgendwann das Rock'N'Roll-Tanzbein mit, wie etwa bei SATYRICON und DANTALION. Wiederum andere stellten sich ein "Post" vors Etikett, so wie es NACHTMYSTIUM oder die einheimischen AGRYPNIE tun. Nicht zu vergessen die Herrschaften, die mit ihrer abgründigen Musik nichts als Chaos und Verwüstung stiften, TEITANBLOOD und DEATHSPELL OMEGA werden hierfür wie Helden gefeiert. Und dann kommen wir zu den Zeitgenossen, die sich Monolithen ins Studio stellen und dazu die passende Musik machen. Mächtige, drückende akustische Impressionen, denen es nicht primär um Geschwindigkeit oder Raserei geht. STELLAR MASTER ELITE, SCHAMMASCH und (frühere) SECRETS OF THE MOON wissen wo der Steinbruch für große, schwarze Steine auf der Landkarte zu finden ist. Und damit sind wir bei den Tschechen BOHEMYST angelangt.

Bis 2017 firmierte die Band noch unter dem Namen AVENGER und veröffentlichte seit 1997 insgesamt sechs Studioalben. Die jetzige Umbenennung in BOHEMYST erfolgte der Promoinfo zufolge aufgrund von personellen und "praktischen" Gründen. Musikalisch hat sich auf jeden Fall etwas verändert. Man kann es in etwa so beschreiben: aus rasenden MARDUK wurden epische MARDUK. Wer also auf deren Songs der Sorte 'La Grande Danse Macabre', 'Bloodletting', 'Perish In Flames' steht, einen guten Schuss unkitschige Keyboards (der Titelsong hat einen latent-epischen HYPOCRISY-Einschlag) nicht verachtet und auch noch mit der Urgewalt deutscher Dampfwalzen-Blast-Black-Metaller der Marke STELLAR MASTER ELITE und SECRETS OF THE MOOM ("Privilegium" sei als Referenz genannt) kann, für den haben die Tschechen ein gutes Angebot im Regal stehen. Textlich dreht es sich um die Pest (der Titelsong bedeutet "Schwarzer Tod"), Tod und Verderben. Dazu passt auch das gezeichnete Cover, das auf den ersten Blick Jack The Ripper bei seiner Arbeit zu portraitieren scheint - auf den zweiten Blick schimmert etwa doch eher eine Gesellschaftskritik am Kapitalismus durch?

Fazit: Für ein "Debüt", was es nach dem Stilwechsel hörbar ist, klingt das alles sehr ordentlich. Nur der Label-Hinweis auf MORBID ANGEL ist mal wieder viel zu hoch gegriffen - welchen Gefallen glaubt man einer Band damit zu tun, wenn geneigte Hörer dann beim Anchecken feststellen, dass das Dargebotene qualitativ weder an die Florida-Götter rankommt noch den Anspruch hat, im selben Genre aufzutrumpfen?

Drei Anspieltipps: Der Titelsong reißt nach kurzem Intro direkt in die Tiefe. Das anschließende 'Krvehlas' kennt tatsächlich so etwas wie Geschwindigkeit und bleibt dabei schön räudig. Der Abschluss 'Zvrácenosti Zvědavosti' weiß Dank Einsatz von Keyboards eine unheilvolle Atmosphäre aufzubauen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Intro
02. Čerň A Smrt
03. Krvehlas
04. Na Umrlčích Prknech
05. Paní Lesa
06. Kosti
07. Co Nelze Zapomenout
08. Nekromantika
09. Do Chřtánu Smrti
10. Zvrácenosti Zvědavosti
Band Website: www.bohemyst.cz
Medium: CD
Spieldauer: 46:08 Minuten
VÖ: 13.08.2021

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14.08.2021 Čerň A Smrt(7.0/10) von Damage Case

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