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Reinforcer - Prince Of The Tribes

Review von Stormrider vom 18.06.2021 (1997 mal gelesen)
Reinforcer - Prince Of The Tribes REINFORCER haben 2018 mit der "The Wanderer"-EP eine erste Duftmarke in der hiesigen Szene hinterlassen, auf die nun der Albumeinstand folgt. Und an dieser Stelle nehme ich mal das Fazit vorweg. Wer auf europäisch geprägten Powermetal steht, der darf sich "Prince Of The Tribes" auf den Einkaufszettel schreiben. Der das Album eröffnende Titelsong geht, nach einem kurzen einleitenden Intro, direkt in die Vollen und erinnert mich in seiner Epik, die teilweise von Double Bass unterlegt wird, mit den Melodien und Chören an BLIND GUARDIAN zu ihrer "Nightfall In Middle Earth"-Zeit. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das anschließende 'Allegiance And Steel', das zwar nicht ganz so im Ohr hängen bleibt, aber ansonsten nahtlos zum Titeltrack passt. Danach fühlt man sich kurz zurück ins Jahr 1988 versetzt, denn das Intro aus einer Piratenkaschemme könnte auch problemlos auf "Port Royal" stehen, genauso wie der komplette Track aus einer Songwritingsession von Rock 'n' Rolf stammen könnte. Nicht nur die Gitarrenmelodien atmen das typische RUNNING WILD-Flair, nein auch die Thematik auf 'Black Sails' ist offensichtlich, sodass man unschwer erkennt, wo die Inspiration ihren Ursprung hatte. Und nachdem man sich im Eröffnungsdoppel ja gleich zweimal vor Krefelds Finest verneigt hat, macht man nun den hanseatischen Doppelschlag, denn auch die 'Shieldmaiden' hätte bei den Vorzeigepiraten aus Hamburg eine gute Figur gemacht.

Da wir schon im Doppelpackmodus sind, lässt sich dieser auch auf den fünften und sechsten Track anwenden. Dieses Mal sind es POWERWOLF, die ihre Spuren im Sound der Paderborner hinterlassen haben. Hier wird ähnlich dem theatralischen Timbre von Attila Dorn phrasiert, wobei man sagen muss, dass in der Power der Lyrics der Wolf doch noch eine Nasenlänge voraus ist. In meinen Ohren ist auch ein Schuss Ripper Owens nicht von der Hand zu weisen, was dann den Kreis schließt zum Galloping Riffing in 'Thou Shall Burn', welches unüberhörbar von Jon Schaffer in dieser Form perfektioniert wurde. Womit dann auch der Metal auf der anderen Seite des Atlantiks Einzug hält, der sich im Intro von 'Another Night' noch mal widerspiegelt. Wer hier in Richtung "Kill 'Em All" denkt, liegt vermutlich nicht ganz falsch, bevor der Song doch wieder in der eher hymnisch-europäischen Powermetal-Variante aufgeht.

Fans der bisher aufgezählten Bands werden sich beim Hören von "Prince Of The Tribes" definitiv gleich heimisch fühlen, denn das läuft alles sehr gut in die Gehörgänge. Vielleicht noch nicht immer auf absolutem Champions League-Niveau, aber auch die Vorbilder haben bekanntlich nicht nur Göttergaben in der Vita. Wenn man zukünftig noch den einen oder anderen Widerhaken mehr einbaut und in der Phrasierung nicht immer dieses Deutsche/Gewollt-Rumänische aus dem POWERWOLF-Fundus einbaut (was bei den Wölfen einfach ein Alleinstellungsmerkmal darstellt, was sich nicht kopieren lässt ohne direkt als Kopie zu gelten), dann haben REINFORCER aus meiner Sicht absolut Neun-Blutstropfen-Niveau. Für ein Debütalbum ist das alles wirklich sehr überzeugend! Wird wirklich Zeit, dass wieder Clubkonzerte erlaubt sind!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Prince Of The Tribes
02. Allegiance And Steel
03. Black Sails
04. Shieldmaiden
05. Coup De Grâce
06. Thou Shall Burn
07. Hand On Heart
08. Another Night
09. Z32
Band Website:
Medium: CD + Vinyl
Spieldauer: 35:49 Minuten
VÖ: 18.06.2021

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18.06.2021 Prince Of The Tribes(8.0/10) von Stormrider

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