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FB1964 - German Steel

Review von baarikärpänen vom 29.03.2021 (2102 mal gelesen)
FB1964 - German Steel Mit der Promo für ein neues Album ist das manchmal schon so eine Sache. Da bekommst du ein wirklich mittelprächtiges Album, aber wirst förmlich mit Material zur Band, zur Aufnahme zugeschi..en. Dann wieder kommt ein richtig feines Werk und es gibt so gut wie gar eine weiteren Infos dazu. Auf die Spitze treiben es allerdings FB1964. Wenn wir nicht mit der CD bemustert worden wären, müsste ich fast komplett im Dunkeln tappen. Denn es findet sich im Netz so gut wie keine Info zur Band oder dem Macher hinter der Band, Frank Badenhop. Der letzte Post auf Facebook datiert aus dem Februar 2020. Instagram - Fehlanzeige, Metal Archives - auch keine nennenswerten Infos. Lediglich eine Mailadresse. Selbst auf Youtube findet sich nichts. Und das ist aus zweierlei Sicht total schade, denn "German Steel" ist zum einen eine Cover-Scheibe geworden, die mal so richtig was kann und zum anderen gehen alle Erlöse dieses Albums direkt an regenwald.com, die sich dem Schutz des Regenwaldes verschrieben haben.

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Das Frank Badenhop gut vernetzt ist in der Szene und auch einiges an Reputation genießt, sieht man an der Liste der beteiligten Sänger. Wie sonst wäre es ihm bereits vorher gelungen einen Udo Dirkschneider oder Bobby "Blitz" Elsworth oder jetzt Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL), Graham Bonnet (ALCATRAZZ, MSG), Tim "Ripper" Owens (JUDAS PRIEST und unzählige andere Projekte/Bands) oder Liv Jagrell (SISTER SIN) für diese Scheibe zu gewinnen. Aber FB1964 bzw. Badenhop gehen sogar noch einen Schritt weiter, denn neben den sogenannten Stars bekommen auch Nachwuchskünstler eine Chance, neben der Band selbst ihren Teil zum Gelingen des Projekts beizutragen. Wie gesagt, wenn wir nicht die CD vorliegen hätten, wären uns diese Infos komplett verschlossen geblieben. Lieber Frank Bornkamp, der Spruch "Weniger ist oft mehr" mag ja seine Richtigkeit haben, aber musst du gleich so übertreiben?

Kommen wir aber mal zum Album selbst. "German Steel" ist, soweit meine Recherche stimmt, das zweite reine Cover-Album von FB1964. Der Vorgänger "Irish Steel", dessen Erlöse ebenfalls dem Regenwald zugute kamen, beschäftigte sich, der Name sagt es, mit irischen Traditionals, die in ein metallisches Gewand gepackt wurden. "German Steel", sieht man mal vom gelungenen und wirklich witzigen Instrumental des Volksliedes 'Hoch Auf Dem Gelben Wagen ab, liefert jetzt Cover-Versionen von deutschen Metalbands. Und es ist FB1964 hoch anzurechnen, dass sie sich nicht nur den allseits bekannten Acts wie WARLOCK, MSG, LUCIFER, HELLOWEEN, RUNNING WILD oder SCORPIONS widmen, sondern auch so manche längst vergessene Perle ausgraben, wie z.B STRAIGHT SHOOTER oder der ewige Geheimtip SECRECY, die immerhin zwei vielbeachtete Alben via Noise veröffentlichten, aber nie den Durchbruch schafften. Aber auch Demo-Bands finden ihren Platz auf "German Steel".

Weiterer Pluspunkt dieser Scheibe ist die Musikauswahl. FB1964 verzichten nämlich gänzlich darauf, die offensichtlichen Hits zu verwenden, sondern nehmen Songs, die eben nicht schon längst totgenudelt sind. Bestes Beispiel dafür, meiner Meinung nach, dass eben nicht 'My Time - Your Time' von STRAIGHT SHOOTER berücksichtigt wird, sondern das eher unbekannte, aber keinen Deut schlechtere 'Frame Of Mind'. Wenn FB1964 aber, wie im Falle von RUNNING WILD's 'Chains And Leather' zu einem bekannten Song greifen, dann wird der einer regelrechten musikalischen Frischzellenkur unterzogen. Ich hab auf jeden Fall noch keine so abgefahrene Version dieses Stücks gehört. Liegt vor allem auch an Nachwuchssängerin Victoria Glück, die dem Bild nach zu urteilen, das sechzehnte Lebensjahr auch noch nicht erreicht hat. Dass Oleg Rudych, Sänger der Power Metaller MAGISTARIUM, hier zurücksteckt und es bei Backing Vocals belässt, beweist meines Erachtens, dass auf "German Steel" der Spaß an der Sache im Vordergrund steht. Einen weiteren Beleg dafür liefert Johnny Gioeli, der einen Song von Badenhops Cover-Band HEADBANGERS NIGHTMARE zum Besten gibt. Feines Solo übrigens der russischen Nachwuchsgitarristin Julia Kosterova. Gelungen auch die Version von 'Trisomie XXI' der erwähnten Progressive Metaller SECRECY, die durch die Stimme der klassisch ausgebildeten Sängerin Lea Diekmann (DARK LIGHTNING) eine ganz neue Facette gewinnt. Was ich übrigens sehr sympathisch finde ist, dass echte Könner und Größen wie Graham Bonnet oder Liv Jagrell sich nicht zu schade sind, ihre Stimmen wirklich total unbekannten Songs zu leihen, wie Graham Bonnet auf 'Crazy' der mir unbekannten THE RENEGADES oder Jagrell auf 'Ragin' Waters' der mir noch unbekannteren MANDRAKE. Beide Songs übrigens klasse! Dann wären aber auch noch die Songs der nun wirklich bekannten Vorbilder, wie 'Neon Nights' (ACCEPT), gesungen von Gaby Weihmayer, 'How Many Tears' (HELLOWEEN) mit einem Ronnie Romero in Bestform an den Vocals, 'Evil' (WARLOCK), gesungen vom Brasilianer Raphael Mendes, der sich ungelogen wie Bruce Dickinson himself anhört (ein Besuch seines Kanals auf Youtube lohnt sich) und last but not least 'Save Yourself' (MCAULEY SCHENKER GROUP) mit Tim "Ripper" Owens.

Auf musikalische Kostproben in Form eines Videos müsst ihr leider komplett verzichten (siehe Anfang dieses Reviews) und euch ganz auf die geschriebenen Worte verlassen. Und die kommen zu dem Fazit, dass "German Steel" eine echt runde Sache geworden ist, für eine Menge Aha-Momente sorgt und obendrein noch einem guten Zweck dient. Wer Blut geleckt hat, der bombardiert Frank Badenhop auf Facebook mit Anfragen oder notiert sich bornkampstudio@aol.de und schickt gleich eine Mail. Für die Umsetzung und weil es sich um einen guten Zweck handelt, gibt es, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit Live- bz. Cover-Alben nicht zu bewerten, dieses Mal acht Punkte.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Hoch Auf Dem Gelben Wagen
02. Evil (WARLOCK)
03. Neon Nights (ACCEPT)
04. How Many Tears (HELLOWEEN)
05. Frame Of Mind (STRAIGHT SHOOTER)
06. When The Rainbow Meets The Eye (WAXX)
07. Crazy (THE RENEGADES)
08. Ragin' Waters (MANDRAKE)
09. Dreamer (LUCIFER)
10. Save Yoursef (MSG)
11. Trisomie XXI (SECRECY)
12. We'll Burn The Sky (SCORPIONS)
13. Behind The Mask (HEADBANGERS NIGHTMARE)
14. Chains And Leather (RUNNING WILD)
Band Website: www.facebook.com/Bornkamp.Fearless/
Medium: CD
Spieldauer: 72:38 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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