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Valdaudr - Drapsdalen

Review von Humppathetic vom 13.03.2021 (2850 mal gelesen)
Valdaudr - Drapsdalen Kristiansand an der Südspitze Norwegens ist - und das ist für unsereins vielleicht nicht allzu interessant - eine viel frequentierte Küstenstadt mit allerlei Sehenswürdigkeiten, wie dem Dyrepark. Wichtiger für uns ist jedoch die bekannteste Hörenswürdigkeit der Stadt: BLOOD RED THRONE. Die Death Metal-Kapelle mordet und ballert sich dort seit nunmehr 23 Jahren durch die Geschichte, und wie es bei großen Bands oft nicht ausbleibt, entstehen aus ihr, neben ihr und mit ihr zahlreiche weitere Bands, und um eine soll es hier gehen.

VALDAUDR sind der Nachfolger der Black/Thrash-Band COBOLT 60, die 2002 und 2012 jeweils ein Album herausbrachte. 2018 legte man COBOLT 60 auf Eis, und Død, Gitarrist und Bassist der Band, gründete noch im selben Jahr zusammen mit Vald nun eben VALDAUDR (man merke: VALDAUDR ist ein Portmanteau aus den Pseudonymen der beiden Mitglieder). War bei COBOLT 60 noch Flemming, erster Sänger von BLOOD RED THRONE, am Mikro unterwegs, so übernimmt das also jetzt Vald, der der zweite Sänger von BLOOD RED THRONE war. Klingt zwar irgendwie inzestuös, aber ist nicht der Rede wert. Die Drums wiederum spielt Rune Nesse, der live auch bei TAAKE klöppelt.

Auf dem jetzigen Debüt, "Drapsdalen", joggt man gediegen durch sieben Kompositionen, die zumeist längerer Natur sind, und kommt damit auf gute 38 Minuten.

Und was bietet man nun für Musik? Nun, wenig überraschend zieht man seine Inspiration auch aus den zahlreichen Bands, in denen die Mitglieder sind, waren oder übermorgen gewesen sein werden, ergo hört man, gerade in der Atmosphäre, viel von den früheren SATYRICON, und speziell im Riffing und in der Stimme fühlte ich mich ein ums andere Mal an TAAKE erinnert. Alte Schule ist also die Devise. Keine avantgardistischen Sperenzchen, keine genrefremden Einflüsse, und textlich haut man den Christen auf die Köpfe oder den Christen selbige ab. Guter, alter Black Metal eben, nur mit Thrash gemischt, und darüber gestülpt wurde dann noch Groove. Viel Groove. Sehr viel Groove.

Man ahnt es bereits, ich habe so kleinere Probleme mit der Scheibe. Die ersten zwei Songs zündeten zumindest bei mir eher weniger, und so dauerte es bis 'Evig Langt Inn I Tiden', dass ich das erste Mal aufhorchte. Die Atmosphäre, die vom choralen Gesang ausgeht, konnte mich wirklich überzeugen. Dann aber wurde es wieder ein bisschen mau. Thrash zog ein, und es handelt sich dabei um eine höchst subjektive Wahrnehmung, aber Black/Thrash gibt mir einfach selten was. Da ließ man COBOLT 60 aufblitzen. Da möchte ich doch deren Album, "Meat Hook Ballet", empfehlen. Lohnt sich definitiv mehr als die thrashigen Stücke von VALDAUDR.

Doch noch ist nicht aller Tage Abend, denn wir haben am Ende zwei Highlights, die die Wertung nach oben schnellen lassen. Der Titeltrack, 'Drapsdalen', besticht durch dezenteren Groove, ein hypnotisches Riffing und ein Solo! Na sieh mal einer an. Das 'Todestal' wird mit Bravur durchschritten. Das ganz große Stück kommt dann mit dem siebenminütigen 'Kom, Bestig Vaare Fjell', der 'Forhekset' von der "Nemesis Divina" kanalisiert, ULVER'sche Chöre in den Ring wirft und etwas ganz Wichtiges aufzeigt, an das sich VALDAUDR meines Erachtens halten sollten: Ihre Musik ist dann gut, sogar sehr gut, wenn der Groove die Musik komplimentiert, nicht, wenn er sie dominiert. Denn so entsteht ein recht fader Eindruck von Midtempo-Gewippe, das einfach zu wenig bietet. Aber mit eben den beiden letzten Songs kriegt man noch die Kurve und zeigt zumindest mir, dass man einen stabilen Weg vor sich sieht.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Liket Skulle Vaert Brent
02. Trass Og Vede
03. Evig Langt Inn I Tiden
04. Den Evige Ild
05. Du Vantro Og Vrange Slekt
06. Drapsdalen
07. Kom, Bestig Vaare Fjell
Band Website: www.facebook.com/valdaudr
Medium: CD
Spieldauer: 38:01 Minuten
VÖ: 26.02.2021

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13.03.2021 Drapsdalen(6.0/10) von Humppathetic

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