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Leaves' Eyes - The Last Viking

Review von Rockmaster vom 24.10.2020 (882 mal gelesen)
Leaves' Eyes - The Last Viking Fast im Jahresrhythmus veröffentlichen LEAVES' EYES Alben oder EPs. Das ist heutzutage eine bemerkenswerte Schaffensgeschichte, die nicht viele mit so anhaltend hohem Niveau durchziehen könnten. Nach dem inzwischen fünfzehn Jahre alten "Vinland Saga" und "King Of Kings" wollen sie nun mit "The Last Viking" ihre Wikingersaga abschließen. Der Hörer wird nach England in das Jahr 1066 versetzt, wo der letzte Wikingerkönig Harald III (Hardråde, "Der Harte") in der Schlacht bei Stamford Bridge fällt. Die lange Reise beginnt jedoch am Goldenen Horn in Byzanz. Auf 'Chain Of The Golden Horn' darf sich Sängerin Elina Siirala, die seit 2016 an Bord ist, mit glasklarer Sopranstimme in Szene setzen. Gesangsstimme und die beiden Gitarren von Thorsten Bauer und Micki Richter fügen sich hier perfekt zusammen. Es folgen mit mit 'Dark Love Empress' und 'Black Butterfly' zwei tolle, balladeske Titel. Fans der schnelleren Gangart seien 'Serpents And Dragons', auf dem sich Elina und Shouter Alexander Krull gesanglich duellieren, und 'For Victory' wärmstens ans Herz gelegt. Auch die typischen Pagan-Einflüsse verleugnet die Band nicht. Zwar klingen LEAVES' EYES, verglichen mit älteren Meisterwerken wie "Meredead", auf "The Last Viking" wesentlich straighter und man vermisst zu Beginn des Albums hier und da die zusätzliche Instrumentierung mit akustischen Instrumenten, aber zum Beispiel auf 'Serkland' und 'Varangians' liefern Alex Krull und Co. nach. Keltische Hörner, Nyckelharpa und Fiddle werden eingesetzt, um den imposanten Sound zu unterstützen. Der zehnminütige Titeltrack, die Ode an 'The Last Viking', fängt stilvoll mit erwähnten Hörnern an und erzählt dann episch breit die Geschichte von Haralds III Leben und Tod. Ein oder zwei mehr Twists und Rhythmuswechsel hätten dem Song gut zu Gesicht gestanden, aber wenigstens in der Mitte gibt die Band auch mal gut Gas. Verglichen mit den vorherigen Titeln ist ihnen hier kompositorisch aber ein wenig die Luft ausgegangen. Auch der Schlusstitel 'Break Into The Sky Of Aeon' braucht eine ganze Weile, bis er mit dem Refrain am Ende noch einmal richtig eingängige Momente hat.

LEAVES' EYES liefern mit "The Last Viking" nicht unbedingt ihr größtes Meisterwerk ab, stellen aber unter Beweis, dass sie immer noch zu den Größten im Genre zu zählen sind. Auch wenn alte Fans immer noch Liv Kristine hinterherweinen dürften, ist ihre Nachfolgerin Elina in der Band angekommen und ihre Stimme ist ein essentieller Bestandteil der vorgetragenen Lieder. Fans von Symphonic Metal, Fans von weiblichen Metal-Stimmen im Opernstil dürften hier vollends bedient sein. Monumental, episch, gewaltig, schreibt der Promoter. Und, ja, das kann man durchaus so stehen lassen.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Death Of A King (2:34)
02. Chain Of The Golden Horn (4:00)
03. Dark Love Empress (4:44)
04. Black Butterfly (Feat. Clementine Delauney) (4:25)
05. Serpents And Dragons (4:30)
06. War Of Kings (4:18)
07. For Victory (3:59)
08. Two Kings One Realm (2:39)
09. Flames In The Sky (4:48)
10. Serkland (4:20)
11. Varangians (3:56)
12. Night Of The Ravens (4:36)
13. The Last Viking (10:05)
14. Break Into The Sky Of Aeon (5:01)
Band Website: www.leaveseyes.de
Medium: CD
Spieldauer: 63:55 Minuten
VÖ: 23.10.2020

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