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Mad Max - Stormchild Rising

Review von Wulfgar vom 27.09.2020 (1474 mal gelesen)
Mad Max - Stormchild Rising Hatte in diesen ebenso turbulenten wie auch Corona-gebeutelten Zeiten nicht jeder schon mal heimlich den Gedanken, dass es toll wäre, irgendetwas zu haben, auf das man sich verlassen kann? Etwas, das einem Halt und Überblick schenken kann? Keine Angst, das artet jetzt nicht in einen pseudo-psychologischen Ratgebertext aus, sondern es dient vielmehr als Aufhänger für ein Review zur aktuellen Scheibe "Stormchild Rising" der altgedienten Hardrocker von MAD MAX. Der eingangs erwähnte Gedankengang kam nämlich auch den vier verrückten Mäxchen und so nutzten sie die Tour zum Vorgängeralbum "Thirty 5" für ein wenig Marktforschung und fragten die Konzertbesucher, was genau sie denn von der Band erwarten würden. Die Antwort lautet zusammengefasst: Beständigkeit. Daran hat sich das Quartett gehalten und liefert ihre Kernkompetenz, nämlich Hardrock, geradeheraus, ehrlich, unverfälscht und gekonnt.

So nun aber zur Mucke selbst. Da gibt es natürlich keine großen Überraschungen und trotzdem gelingt es MAD MAX immer wieder, sehr interessante Momente zu erzeugen. Ob das nun an der satten Produktion oder am Songwriting liegt, sei mal so dahingestellt. Wahrscheinlich ist es ein bisschen von beidem. Auch der Aspekt der jahrelangen Erfahrung der Musiker ist da nicht zu unterschätzen. Obwohl die Riffs allesamt das Rad nicht neu erfinden, heißt das ja nicht, dass man sich nicht trotzdem daran erfreuen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist im Midtempo-Stampfer 'Kingdom Fall' festgehalten. Das macht einfach Laune. Auch bei der Ausgewogenheit überzeugt "Stormchild Rising". Immer wenn man gerade denkt, jetzt könnte aber mal wieder das Gaspedal bemüht werden, kommen Herr Voss und die Gang genau damit um die Ecke (zum Beispiel mit 'Rain Rain'). Ebenfalls auf die Pro-Liste kommen die stellenweise eingesetzten 80er-Jahre Momente, die zwar für sich selbst gesehen super cheesy sind, aber dafür fügen sie sich unheimlich smooth und charmant in das Gesamtwerk ein. Da kann ich dann nicht anders, als zu schmunzeln und mental den Hut vor so viel Kaltschnäuzigkeit und Selbstironie zu ziehen. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln habe, dann eigentlich nur, dass es ruhig ein paar mehr Uptempo-Nummern hätten sein dürfen. Ausgewogenheit hin oder her.

Insgesamt haben wir hier ein sehr gutes Album vorliegen, dass ich jedem Hardrock-Fan ohne Probleme empfehlen kann. Verlasst euch darauf, ihr bekommt genau das, was ihr erwartet. Der Worte mehr bedarf es nicht. Cheers, euer Wulfgar.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Hurricaned
02. Talk To The Moon
03. Eyes Of Love
04. Ladies And Gentlemen
05. Mindhunter
06. Rain Rain
07. Gemini
08. Kingdom Fall
09. The Blues Ain’t No Stranger
10. Take Her
11. Busted
12. Ladies And Gentlemen (feat. Detlev Jöcker And The Rock And Roll Children)
Band Website: www.madmaxofficial.de
Medium: CD, LP
Spieldauer: 50:21 Minuten
VÖ: 21.08.2020

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