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Naglfar - Cerecloth

Review von Eddieson vom 07.05.2020 (643 mal gelesen)
Naglfar - Cerecloth Acht Jahre haben uns NAGLFAR auf den Nachfolger zu "Téras" warten lassen. Diese acht Jahre, beziehungsweise die Glanztaten der vergangenen Jahre, haben ihre Spuren hinterlassen, denn die Vorfreude auf das neue Album ist groß. Klar, qualitativ, und das muss man auch sagen, haben NAGLFAR mit den Jahren etwas abgebaut, vor allem der Abgang des Ur-Sängers Jens Rydén hat einigen Fans schwer zu schaffen gemacht. Aber versteht mich nicht falsch, nur weil ich von "qualitativem Abbau" spreche, ist weder der "neue" Sänger Kristoffer Olivius noch die Musik an sich schlecht. Davon sind NAGLFAR weit entfernt. Ebenso der aktuelle Longplayer "Cerecloth". So viel sei schon mal gesagt.

Der Opener und Titeltrack ist dann ganz typisch NAGLFAR. Kurzes Synthie-Geräusch und dann läutet das Schlagzeug das Inferno ein. Auf einem temporeich hohen Niveau ballern sich die Schweden durch den Song. Sänger Kristoffer keift und schreit, als wolle er die angestaute Energie mit einem Schlag befreien. Dicke Wände aus Leads, Breaks, Melodien und mal einem rasenden, dann einem treibenden Schlagzeug brechen über den Hörer zusammen. 'Horns' startet ebenfalls hochmelodisch und ich kann jetzt schon die Fäuste in den Konzertlocations in die Höhe recken sehen. Im abwechslungsreichen Wechsel zwischen Raserei und Groove schleicht sich dann ein markantes Solo in den Vordergrund. Beim folgenden 'Like Poison For The Soul' nehmen NAGLFAR dann etwas den Fuß vom Gas und pendeln sich im Midtempo ein, was dem Song und auch dem Drive des Albums aber gut steht, vor allem auch das Solo im letzten Drittel des Songs ist ein echter Hinhörer. 'Vortex Of Negativity' wurde ja, wie schon der Titeltrack, als Vorabsingle veröffentlicht und dürfte somit bekannt sein.

Das Herzstück des Albums bildet 'Cry Of The Serafim'. Eine auch eher langsamere Nummer, die dadurch aber bedrohlich wirkt und mit scharfen Riffs, markanten Leads und einem wirkungsvollen Stimmungswechsel in der Mitte auffahren kann. 'The Dagger In Creation' rast dann wieder in ICE-Geschwindigkeit davon, ohne große Spuren zu hinterlassen, ebenso 'A Sanguine Tide Unleashed'. Intensiv und etwas ruhiger setzt 'Necronaut' einen passenden Akzent gegen Ende des Albums, welches mit 'Last Breath Of Yggdrasil' auf die Zielgerade einbiegt. Mit dem letzten Song ist NAGLFAR nochmal ein echtes Highlight geglückt. Eine starke Nummer, die mit Melodie gespickt ebenfalls gekonnt zwischen Raserei und Groove schwankt und den Kreis zum einführenden Synthie-Sound am Ende des Songs/Albums mit Synthie-Sound wieder schließt.

Verdammt ja, es hat noch gezündet. Nach den ersten Durchläufen war ich doch enttäuscht, weil mir der herausragende Song fehlte. Ein Song wie 'I Am Vengeance', an dem ich NAGLFAR messe. Okay, den gibt es auf "Cerecloth" nicht, dennoch muss ich sagen, dass der Funke übergesprungen ist, weil auf Albumlänge ein konstant hohes Niveau gehalten wird und so ziemlich jeder Song seine Momente hat. Es gibt nicht den einen Song, es gibt neun durchgängig gute Songs, die "Cerecloth" zu einem starken Gesamtgefüge zusammenbauen.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Cerecloth
02. Horns
03. Like Poison For The Soul
04. Vortex Of Negativity
05. Cry Of The Serafim
06. The Dagger In Creation
07. A Sanguine Tide Unleashed
08. Necronaut
09. Last Breath Of Yggdrasil
Band Website: www.naglfar.net
Medium: CD, LP
Spieldauer: 43:47 Minuten
VÖ: 08.05.2020

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