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Aevum - Multiverse

Review von Wulfgar vom 26.04.2020 (1250 mal gelesen)
Aevum  - Multiverse Wie oft hat man schon die Chance, das Wort Oktett zu benutzen? Tja, ich habe sie jetzt, weil ich das Debütalbum des Oktetts AEVUM namens "Multiverse" zum Review vorliegen habe. Die Symphonic Metaller aus Italien und Frankreich sind also tatsächlich zu acht und eifern laut Promomaterial den großen Genrepaten NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION und EPICA nach. Warum das nicht stimmt und warum Reinhören eine gewisse Gefahr birgt, lest ihr weiter unten.

Willkommen weiter unten (muhahaha), dann also ran an den Speck. Warum symphonischer Metal, ohne Anleihen bei den Großen? Nun, dafür sorgt zum einen der recht aggressive Vibe der meisten Songs und zum anderen der erstaunliche hohe Anteil an Growls. Da denke ich persönlich auch wegen der massiv eingesetzten Synthies eher an AMARANTHE, allerdings ohne deren Hang zu klebrigen Popmelodien. Bei AEVUM regiert vielmehr das totale musikalische Chaos. Wenn man weiß, wie schwer es alleine schon in der klassischen Vierer-Besetzung ist, als Musiker bei einer Probe fokussiert zu bleiben, dann malt man sich nicht mal in seinen Albträumen aus, wie das mit doppelt so vielen Leuten sein muss. Was Letztenendes bei solchen Experimenten herauskommt, ist hier eindrucksvoll festgehalten. Es fehlt bei den meisten Songs eine doppelt-dreifache Portion roter Faden. Da treffen Gitarrenwände auf vier unterschiedliche Gesangslinien und immer reichlich Synthiegeschrammel aus der Retorte. Das vermischt sich dann zu einem unübersichtlichen Mischmasch, bei dem man innerhalb kürzester Zeit vollkommen ratlos ist und nur noch will, dass es aufhört. Unglücklicherweise sind die Songs auch noch so angeordnet, dass es klingt, als müsste jeder neue Part immer seinen Vorgänger übertönen und verdrängen. Die große Kür, nämlich viele unterschiedliche Einflüsse wie aus einem Guss klingen zu lassen, misslingt leider auf ganzer Linie. Wenn "Multiverse" eine Symphonie sein soll, dann fehlt hier der Dirigent. So ist es einfach ein vertonter Nervenzusammenbruch.

Für sich selbst genommen ist die Leistung der einzelnen Musiker bestimmt nicht schlecht, aber die Summe aller Teile fesselt nicht einen Moment lang und befriedigt vielleicht gerade so die Freejazz-Fanatiker unter den Metalheads. Tut mir leid, aber das war wohl nichts. Ich habe wirklich Hochachtung vor dem immensen Arbeitsaufwand, überhaupt solche Musik zusammenzustellen und auch aufzunehmen. Von daher gibt es auch ein paar Fleißpunkte, aber mehr nicht. Cheers, euer konfuser Wulfgar.

Gesamtwertung: 4.0 Punkte
blood blood blood blood dry dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Pilgrim
02. Spark of Life
03. Tair
04. Black Honeymoon
05. The Time Machine
06. Cold Spot
07. Ulas
08. Hopeless
09. Fratricide
10. WWIII
11. Seeds
12. The Garden of Mars
13. Cessate ormai cessate
Band Website: www.facebook.com/AevumOpera
Medium: CD
Spieldauer: 54:53 Minuten
VÖ: 27.03.2020

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Klingt interessant - für mich! Muss ich wohl mal reinhören ...
(27.04.2020 von Metal Guru)

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26.04.2020 Multiverse (4.0/10) von Wulfgar

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