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Various Artists - Respect The Steel

Review von Cornholio vom 17.11.2019 (5347 mal gelesen)
Various Artists - Respect The Steel Wie geht man an ein Review heran, das einen Sampler behandelt, auf dem dreizehn eher weniger bekannte Bands vertreten sind? Ich habe mich dazu entschlossen, jeder Band einen Absatz zu widmen, um keine der Combos zu kurz kommen zu lassen.

ASH OF ASHES aus Nordrhein-Westfalen machen mit 'Down The White Waters' den Anfang, und es handelt sich hier um folkig angehauchten Pagan Metal, der durch seinen fast Choral-ähnlichen Refrain sehr ohrwurmtauglich ist.

Musikalisch sind die Italiener HELL'S GUARDIAN eher traditionell aufgestellt, der Gesang allerdings erinnert stark an AMON AMARTH, ebenso die Gitarrenleads, auch wenn die Eingängigkeit von 'Blood Must Have Blood' im Vergleich zum Opener etwas zu wünschen übrig lässt.

Weiter geht's mit INVICTUS, und die Band aus Bayern kredenzt uns mit 'Burst The Curse' relativ straighten Metal, der mitunter auch als Speed Metal eingeordnet werden dürfte. Mit nur knapp über zweieinhalb Minuten zwar sehr kurz, aber solide!

REVEREND HOUND, ebenfalls aus dem Freistaat, sind nicht ganz so flott, aber nicht weniger heavy unterwegs. Allerdings fehlt mir bei 'War Of The Wolves' etwas das Überraschungsmoment.

Die Hessen von DAWN AHEAD haben sich dem Thrash verschrieben. Der hier vertretene Song 'Sinister Thoughts' ist durchaus gelungen, mir gefällt besonders die variable Gesangsleistung von Sänger Chrischaan (Grunts, clean und auch etwas in Richtung high-pitched, klingt etwas nach Schmier von DESTRUCTION).

Es geht extrem weiter, WOLVES DEN aus München bieten ihren schwarzmetallischen 'Nachtmahr' feil. Ich bin ehrlich, das ist nicht meine Musikrichtung, aber die Ausführung ist durchaus ordentlich, kann ich mir gut anhören.

Die Amis von AFTERMATH würde ich irgendwo zwischen Thrash und Prog einordnen, außerdem sind Hardcore oder Crossover-Einflüsse vertreten. Das Ganze dauert dann nicht mal drei Minuten, 'Diethanasia' ist also keine leichte Kost.

Todesblei aus Südtirol, soviel zu ONTBORG. 'Within The Depths Of Oblivion' schallt schön roh aus den Boxen, ähnlich wie die Frankfurter HOLLOWED mit 'Sick Society', die aber etwas grooviger zu Werke gehen.

Mit MISANTHROPIA aus Baden-Württemberg geht es wieder etwas gediegener zur Sache, Power Metal mit etwas thrashigem Einschlag gibt es mit deren Track 'Mirror'.

Den größten Anteil auf dem siebten Teil der Compilation haben ATRIUM NOCTIS aus Köln bekommen. Neuneinhalb Minuten bringt deren schwarzmetallischer 'Leviathan' auf die Uhr und beinhaltet alles, was Black Metal braucht: kreischend-krächzenden Gesang, atmosphärische Klänge mittels Piano, allerdings ist auch ein billig klingendes Keyboard zu hören, was die Atmosphäre für mich total kaputt macht.

Wenn ich es anhand der Tracklist nicht besser wüsste, hätte ich beim ersten Hinhören gesagt, dass wir die Band doch gerade schon hatten. Dem ist nicht so, HANGATYR aus Thüringen spielen allerdings ebenfalls Black Metal, deren Beitrag 'Blick Aus Eis' ist allerdings nicht so atmosphärisch wie der vorige, bringt aber auch weniger als halb so viel Spielzeit auf die Uhr.

Zum Abschluss gibt es von FORGE aus der Schweiz den Track 'The Death of A Warrior', der klassisch beginnt, und denn etwas in Richtung Black abdriftet.

Insgesamt verschafft man sich mit "Respect The Steel" einen ordentlichen Überblick über meist deutsche Bands, die in Zukunft eine größere Rolle in der Szene spielen wollen. Es handelt sich hier um eine rein digitale Veröffentlichung, die ihr euch hier hier sichern könnt.


- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. ASH OF ASHES - Down The White Waters
02. HELL’S GUARDIAN - Blood Must Have Blood
03. INVICTUS - Burst The Curse
04. REVEREND HOUND - War Of The Wolves
05. DAWN AHEAD - Sinister Thoughts
06. WOLVES DEN - Nachtmahr
07. AFTERMATH - Diethanasia
08. ONTBORG - Within The Depths Of Oblivion
09. HOLLOWED - Sick Society
10. MISANTHROPIA - Mirror
11. ATRIUM NOCTIS - Leviathan
12. HANGATYR - Blick Aus Eis
13. FORGE - The Death Of A Warrior
Band Website: https://www.facebook.com/Goldencorerecords/
Medium: Digital
Spieldauer: 59:39 Minuten
VÖ: 14.10.2019

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