Letzte Reviews





Festival Previews
Prophecy Fest 2022

Festival Reviews 2022
A Chance For Metal Festival 2022

Area 53 Festival 2022

Silvertomb - Edge Of Existence

Review von Damage Case vom 29.10.2019 (2358 mal gelesen)
Silvertomb - Edge Of Existence Der bekannten Fußball-Profi Le_n G_retzk_ wirbt derzeit mit dem Slogan "A, B und O. Erst wenn sie fehlen, fällt es auf" für das wichtige Thema Blutspende. Was im Namen der blutsaugenden Vampirliebhaber TYPE O NEGATIVE hat das mit eben jener Band aus Brooklyn, New York zu tun? Nun sehr viel, denn die nach der Blutgruppe Null Negativ benannte Gruppe fehlt seit dem Tod ihres Gründers und Aushängeschilds Peter Steele an allen Ecken und Enden. Und das mehr als spürbar. Für die Fans, aber auch die ehemals beteiligten Musiker. Und so unternehmen Johnny Kelly (Schlagzeug) und Kenny Hickey (Gesang, Gitarre) den dritten gemeinsamen Bandversuch, nach den stilistisch sehr an ihr neues Betätigungsfeld erinnernden SEVENTH VOID und der gegenseitigen Übergabe der Drumsticks bei Sal Abruscatos (ebenfalls ehemaliger TON-Schlagwerker) A PALE HORSE NAMED DEATH. Und wie eben erwähnt, stellen SILVERTOMB mehr oder weniger die Fortsetzung von SEVENTH VOID unter anderem Namen dar. Mit Bassist Hank Hell ist ein weiterer Musikant wieder mit an Bord und so könnte die Schlussfolgerung lauten: Wem SEVENTH VOID gefiel, der wird an SILVERTOMB seine helle Freude haben. Und damit könnte diese Rezension auch schon enden.

Könnte. Denn erstens sind mit Joseph James (AGNOSTIC FRONT, INHUMAN) und Aaron Joos (AWAKEN THE SHADOW, EMPYREON) zwei neue Mitstreiter mit an Bord, und zweitens sind es die neuen Songs wert, dass ihnen ein paar Worte gewidmet werden. Hier sind erfahrene Könner am Werk, die einerseits ihr technisches Handwerk beherrschen und andererseits auch als Songwriter dermaßen versiert sind, dass die Erwartungshaltung an ein düsteres Album in der Schnittmenge aus Doom Metal und Gothic Rock mit Leichtigkeit erfüllt wird - ohne, dass die Songs zu kalkuliert klingen. Das Promo-Sheet nennt PINK FLOYD und BLACK SABBATH als Inspirationen. Malocherrevier Birmingham? Ja, sicher. Progressive Rock aus London? Nein, den gibt es hier nicht wirklich. Außer wenn man die Gitarrensoli mit viel Hall (man höre 'Eulogy/Requiem') als PINK FLOYD-lastig bezeichnen möchte, damit man den Namen der Prog-Giganten unbedingt in den Bandkontext stellen kann, wenn es denn sein muss. Die Sab Four klingen dann durch, wenn Johnny, Kenny & Co. die Geschwindigkeit rausnehmen und dem Doom die Tür aufmachen, wie zum Beispiel in 'Right Of Passage / Crossing Over' nachzuhören. Ansonsten regiert hier viel Düsternis, die man so mal mit mehr oder weniger Hardcore im Groove auch von anderen Bands der Sorte PARADISE LOST (das Gothic-Intro von 'So True' mündet in monotonen Hack-Beats der Marke "Shades Of God") kennt. Und ab und zu luken tatsächlich TYPE O NEGATIVE durchs Schlüsselloch. Wie im Intro von 'Love You Without No Lies' oder wenn in 'So True' eine weibliche Gothic-Stimme mitsingen darf. Kenny Hickeys besticht eigentlich nur dadurch, dass sie irgendwie lauter, leiser, höher oder tiefer wird. Man könnte sie aber einfach auch nur charakteristisch nennen, denn seltsamerweise passt das hier alles sauber zusammen.

Fazit: Tatsächlich kann wiederholt nochmals und nun abschließend festgestellt werden, dass allen TYPE O NEGATIVE- und SEVENTH VOID-Anhängern zehn Jahre nach "Heaven Is Gone" ein würdiger und stilistisch kompatibler Nachfolger geschenkt wurde, der den schmerzlichen Verlust der Muttercombo qualitativ zwar nicht annähernd auffängt, aber für knapp über vierzig Minuten dabei hilft, sich in der Trauer des Vermissens zu suhlen. Hoffentlich wird 2029 für ein weiteres Album nicht wieder ein neuer Bandname aus der Taufe gehoben. Einen halben Punkt Abzug erhält das Album jedoch wegen des etwas zu spacig geratenen Covers. Der grüne Weltall-Skelett-Jesus inmitten von Sonne, Mond und Saturn erinnert eher an eine trippige Stoner-Platte. Trotzdem gilt: Diese Platte macht Spaß.

Drei Anspieltipps: 'So True', 'Right Of Passage/Crossing Over', das akustisch beginnende 'Waiting', in welchem Kenny fast wie eine Chris Cornell-Kopie klingt.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01 Insomnia / Sunrise
02 Love You Without No Lies
03 So True
04 Not Your Savior
05 One Of You
06 Right Of Passage / Crossing Over
07 Eulogy / Requiem
08 Sleeping On Nails And Wine
09 Waiting
Band Website: de-de.facebook.com/silvertombmusic/
Medium: CD
Spieldauer: 40:41 Minuten
VÖ: 01.11.2019

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

29.10.2019 Edge Of Existence(7.5/10) von Damage Case

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!
Banner, 150x150, ohne Claim