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Wednesday 13 - Necrophaze

Review von Stormrider vom 10.10.2019 (1985 mal gelesen)
Wednesday 13 - Necrophaze Zwei Jahre ist es her, dass WEDNESDAY 13 mit "Condolences" ihr letztes Album des düsteren Goth-Schock-Grusel-Rock am Start hatten. Und selbst wenn es natürlich zum Genre passt, hatte es eine sehr morbide Grundstimmung und wirkte recht ernst. Nun liegt "Necrophaze" in den Regalen, und an der musikalischen Ausrichtung hat sich im Vergleich zum Vorgänger nur Unwesentliches geändert. Vielleicht hat es durch die vereinzelten Spoken Words und eine leichte Erhöhung der Elektronikanteile einen größeren Industrialtouch, was den Sound insgesamt ein wenig in Richtung der DEATHSTARS führt, aber alles in allem ist das natürlich weiterhin WEDNESDAY 13. Die größere Änderung hingegen kann man in den Lyrics ausmachen. War der Vorgänger eher düster gehalten, packt Joseph Poole (das ist der bürgerliche Name von Wednesday 13, dem Sänger und Namensgeber der Band) seine Leidenschaft für Serienkiller, Mörder, Zombies und alles, was es sonst noch so an Horrorfiguren gibt, dieses Mal in etwas humorvollere Texte. 'Bring Your Own Blood' oder 'Life Will Kill Us All' sind hierfür schöne Beispiele.

Apropos Horror, das Album kommt wieder in aufwendiger Optik und liefert für den Gruselfan jede Menge spannende Details, unter anderem gleich zwei Artworks. Die unterschiedlichen Cover zeigen beide Seiten des Horror-Genres, mit einerseits einem Creepshow-Comicbuch-Vibe für das Vinyl-Artwork und andererseits einem Bild für die CD, welches dem Gruselfaktor von John Carpenters "The Fog" sehr nahe kommt.

Was gibt es ansonsten Neues? War es in der Vergangenheit nicht gang und gäbe, dass die Band Gäste auf ihren Alben hatte, gibt es dieses Mal gleich mehrere davon. Der bekannteste Name taucht dabei direkt im Opener und Titeltrack auf. Hier gibt sich niemand geringerer als Schockrock-Godfather ALICE COOPER die Ehre und leitet das Album ein. Weitere Gäste sind Roy Mayorga von STONE SOUR und Cristina Scabbia von LACUNA COIL, die sich in 'Monster' ein Duett mit Mr. 13 teilt. Im Bonustrack, dem W.A.S.P-Cover 'Animal' tritt dann auch noch Alexi Laiho von CHILDREN OF BODOM mit ins Rampenlicht. Dabei ist der Track aber wohl weitgehend verzichtbar, da ihm nur wenig eigener Anstrich verliehen wurde. Er wirkt aber auch nicht wie ein Albumtrack, denn den Hauptteil beschließt 'Necrophaze Main Theme (End Credits)'. Mit diesem Soundtrack-Outro wird deutlich, dass das Album dem Aufbau eines Filmes nicht unähnlich ist. Und so ist "Necrophaze" in Summe ein Album, was man gar nicht großartig auf einzelne Songs reduzieren sollte, vielmehr kann man es am Stück als Soundtrack hören und sein eigenes kleines Gruselszenario im Kopfkino laufen lassen. Kein Song fällt wirklich ab, und in dem nicht ganz so weiten Korsett, in dem man steckt, lotst man die Grenzen von fast balladesk bis hin zum Double Bass-Gewitter in 'Tie Me A Noose' aus.

Aufgenommen und gemastert wurde "Necrophaze" von Michael Spreitzer. Der Produzent, Soundingenieur und seit langem auch Gitarrist von DEVILDRIVER hat dem Album einen absolut passenden Sound verpasst: leicht klinisch, aber doch warm genug, um das spritzende Blut nicht gefrieren zu lassen. Wer also in der Vergangenheit mit dem Schaffen von WEDNESDAY 13 seine gruseligen Momente hatte, der kann sich auch "Necrophaze" bedenkenlos ins Regal stellen. Wer die Band noch nicht kennt und mit einem Industrial-Elektrotouch in seinem leicht Punk durchtränktem Sleaze und Glam etwas anfangen kann, der bekommt hier mal wieder jede Menge Hits mit Kettensäge, Speer und Nagelhammer durch die Ohren gepflügt.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Necrophaze
02. Bring Your Own Blood
03. ZODIAC
04. Monster
05. Decompose
06. Be Warned
07. The Hearse
08. Tie Me A Noose
09. Life Will Kill Us All
10. Bury The Hatchet
11. Necrophaze Main Theme (End Credits)
12. Animal (Fuck Like A Beast) (W.A.S.P.-Cover)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 41:12 Minuten
VÖ: 27.09.2019

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