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Narnia - From Darkness to Light

Review von Zephir vom 28.08.2019 (481 mal gelesen)
Narnia - From Darkness to Light Die Power Metaller NARNIA haben nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel - zweiundzwanzig, das erste Album "Awakening" erschien bereits anno 1997. Zwischendurch haben die Jungs aus dem schwedischen Jönköping mal vier Jahre Pause eingeschoben, das war zwischen 2010 und 2014, nachdem Frontmann Christian Liljegren die Band aus persönlichen Gründen verlassen hatte und zur Fertigstellung des damals im Werden begriffenen Albums "Course Of A Generation" durch German Pasqual ersetzt werden musste. Je nun, eine Band, über die Yngwie Malmsteen gesagt haben soll "That sounded quite a bit like me", die bereits 1998 mit STRATOVARIUS und RONNIE JAMES DIO auf der Bühne gestanden hat, kann natürlich nicht einfach so aufhören. So gibt es jetzt mit "From Darkness To Light" - zugegebenermaßen ist der Albumtitel etwas banal gewählt - das zweite Full-Length seit der Wiederauferstehung, und Fans des powervoll-melodischen Segments werden nichts vermissen.

Heroisch und true preschen NARNIA gleich mit dem Eröffnungstrack 'A Crack In The Sky' vorwärts. Es gibt fette Gitarren (Carl Johan Grimmark) und stimmgewaltige Vocals von Wieder-Frontmann Christian Liljegren, der, wenn er geheimnisvoll dunkel raunt, ein bisschen nach Roy Khan klingt und in den höheren, leidenschaftlichen Phrasen wahrhaft leidenschaftliches Vibrato auf die Stimme zu legen vermag. Im weiteren Verlauf zeigen die christlichen Metaller, was sie alles aus dem Nähkästchen spielen können: 'You Are The Air That I Breathe' startet düster und groovig und ergeht sich schließlich in einem Mitgröl-Chorus, der ein wahrer Live-Kracher sein könnte. 'Has The River Run Dry' kommt noch oldschooliger daher und klingt mit dem eingängigen Banger-Riff nach langen Locken und engen Jeans. 'The Armor Of God' und 'MFST' sparen eingangs nicht an Keyboards, bleiben dem Konzept der Ohrwurm-Refrains absolut treu und versprühen musikalisches Testosteron, an dem wahre Metallerherzen ihre Freude haben werden.

Wird's nicht mal Zeit für eine Ballade? 'The War That Tore The Land' sitzt exakt an der richtigen Stelle. Ob die Halleluja-Gesänge, die zunächst von einer zarten hellen Mädchenstimme, alsdann von einem Chor übernommen werden, hier ebenfalls exakt und richtig positioniert oder doch kitschig sind, möge jeder für sich selbst entscheiden: Meiner Ansicht nach passen sie wie ein Maßanzug, ebenso das brettharte Gitarrensolo und die in den Hintergrund gerückte Orgel.

Mit 'Sail On' und 'I Will Follow' geht es dann wieder heavier zur Sache, wobei vor allem letztgenannter Titel durch temporeiche Härte in den Soli besticht, die Gesangslines bleiben harmonisch und gefällig und reizen zum lautstarken Mitsingen. Zum Abschluss gibt es den Titeltrack in zwei Teilen: 'From Darkness To Light - Part 1' beginnt orchestral mit etwas Täterätä und viel Keyboardgejaule, geht in einen nachdenklichen Piano-Part über, hinter dem übrigens auch fortwährend nervös die Synthies flimmern, und startet erst nach etwa einem Drittel mit Akustikgitarre und sanft erzählenden Vocals. Der Track ist rhapsodisch aufgebaut und verpackt in seinen fünf Minuten unterschiedlichste musikalische Charaktere. Nahtlos geht er in 'From Darkness To Light - Part 2' über, der durch die gleiche harmonisch-melodische Vielfalt besticht: anfänglich härter, zwischendurch introvertierter, mündet das Ende des Albums in ein romantisch-verträumtes, leicht melancholisches Piano-Solo, das bis zum letzten Klang nicht in der Tonika ankommt und damit versonnen offen bleibt.

Eine runde Sache! "From Darkness To Light" lässt es an nichts mangeln: NARNIA bieten Power, Melodiösität, astreinen Gesang und gekonnt eingespielte Instrumente, dazu eine gute Portion an religiösem Spirit, an dem man sich nicht stören muss, wenn man - wie ich - mit Religion nicht viel zu tun hat: Man feiere stattdessen einfach die Musik. Sicher haben NARNIA mit diesem Album kein neues Genre geschaffen, und vieles kennen wir in progressiverer Variante von den Kollegen HARMONY oder CIRCUS MAXIMUS. Nun haben NARNIA aber auch keinen Antrag auf Anerkennung besonderer Innovationsfreude gestellt, sondern mit "From Darkness To Light" einfach ein fettes Power-Brett mit Ohrwurmpotenzial abgeliefert. Da kann man nicht meckern.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. A Crack In The Sky
02. You Are The Air That I Breathe
03. Has The River Run Dry
04. The Armor Of God
05. MNFST
06. The War That Tore The Land
07. Sail On
08. I Will Follow
09. From Darkness To Light - Part 1
10. From Darkness To Light - Part 2
Band Website: www.narniaworld.com/
Medium: CD
Spieldauer: 45:31 Minuten
VÖ: 02.08.2019

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