Arch / Matheos - Winter Ethereal

Review von RJ vom 21.05.2019 (2415 mal gelesen)
Arch / Matheos - Winter Ethereal Fans von FATES WARNING haben das ehemalige Gründungsmitglied John Arch, mit bürgerlichem Namen eigentlich John Maurice Archambault, nie aus den Augen verloren. FATES WARNING und somit auch John wurden durch die ersten drei Alben bekannt. Danach verließ er die Band und es blieb still um ihn, ehe er mit der EP "A Twist Of Fate" 2003 wieder aufhorchen ließ. Danach nährte sich die Hoffnung, dass es John damit nicht bewenden lassen würde, doch das nächste Lebenszeichen ließ bis 2011 und "Sympathetic Resonance" auf sich warten. Weitere acht Jahre später nun der langersehnte Nachfolger, was vielleicht auch das letzte Album mit John Arch sein könnte, wenn man die bisherigen Veröffentlichungspausen und das Alter des Künstlers berücksichtigt.

Bekanntlich braucht gut Ding Weile und "Winter Ethereal" kann alles sein, nur eben kein Schnellschuss. Die beiden kongenialen Protagonisten haben tatsächlich alles gegeben, gefeilt und gebastelt und ein Album gebaut, dass beim Hörer das Feuer zu entfachen vermag und als zeitloses Stück Musikgeschichte in die Annalen eingehen kann. John ist Kopf hinter den Textzeilen und weckt bei mir Erinnerungen an frühe FATES WARNING, weil seine einzigartige Stimme unverkennbar ist. Jim ist der Tüftler der Riffs und der progressiven Achterbahnfahrt und Wendungen, wobei er den roten Faden stets fest in den Händen hält. Wenn man sich gleich zu Beginn dem Opener 'Vermilion Moons' hingibt, lässt das laute Klopfen meines Herzens förmlich die Muskelwand bersten. So oder ähnlich muss sich Sehnsucht anfühlen, wenn man etwas zu sehen oder wie in diesem Fall zu hören bekommt, was man sehnlichst erwartet, sich aber nicht zu träumen gewagt hat. Das Zusammenspiel zwischen Jim und John funktioniert wie schon vor 35 Jahren und lässt erahnen, was eine jahrzehntelange Freundschaft für Potenziale freizusetzen vermag.

Ja, "Winter Ethereal" ist eine starkes Stück Prog mit viel Dynamik, Herzblut und Abwechslung. Auch wenn nicht jeder Song zu überzeugen vermag, ist die Ausfallquote zu meiner Freude mit 'Never In Your Hands' und vielleicht gar nicht mal so überraschend gering ausgefallen. Moniere ich gerne mal, dass es an dem ein oder anderen Übersong fehlt, so hat es hier gleich eine Handvoll. Daher darf auch mit der Note geklotzt werden, denn Jim und John haben geliefert und mein Herz förmlich zum Hüpfen gebracht. Zeitlos, genial, hoch die Kelle!


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Vermilion Moons
02. Wanderlust
03. Solitary Man
04. Wrath Of The Universe
05. Tethered
06. Straight And Narrow
07. Pitch Black Prism
08. Never In Your Hands
09. Kindred Spirits
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 68:04 Minuten
VÖ: 10.05.2019

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