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De Lirium's Order - Singularity

Review von Metal Guru vom 08.05.2019 (542 mal gelesen)
De Lirium's Order - Singularity DE LIRIUM’S ORDER (= die nachnamenlosen Erkki, Kari, Marko, Mikael, Ukri und Vesa) suchten und fanden sich 1998 im fernen Finnland, produzierten im Laufe der darauffolgenden Jahre drei Full-Length-Alben und führen jetzt (im Jahre 2019) mit ihrem vierten Album "Singularity" genau das fort, was sie damals (im Jahre 2012) mit dessen Vorgänger "Veniversum" bereits angeboten haben: Turbulentes, tödliches, technisches Premium Metall, 'throat-, hand- and footmade in Finland' (siehe hierzu auch*).

"Singularity" zelebriert neun Stücke progressives Metall in fünfunddreißig Minuten und neunundzwanzig Sekunden. Diese Stücke stehen (und fallen) sowohl mit einem *getriggerten, quantisierten und/oder programmierten Schlagzeug als auch mit abgehackten (Unisono-)Riffs über kurzfristig krummen/generell geraden (Rhythmus-)Konstrukten. Zu denen wird dann gelegentlich gesungen (= missfällt gelegentlich) oder gut und gerne gegrunzt (= gefällt guter und gerner). Ob diesen ambivalenten Effekt ein oder mehrere Vokalisten verantworten, wird nirgendwo verraten (anybody interested?). Dafür sweepen/solieren/shredden die multiplen Klampfen bis auf 'Acoustic Medley' und 'I Have Awakened' vollverzerrt/tief/fett, während der Bass bis auf ein Solo in 'Surfaced' bodenständig (= unauffällig) bleibt.

Songtitel wie beispielsweise 'Ayatollah', 'Piazolla' oder 'The Billion Year Contract' sehen einer Tech-Death-Band nicht nur unähnlich, sondern klingen auch so: 'Singularity' (das Stück, nicht das Album) beinhaltet sowohl einen gemurmelten Monolog als auch ein pointenloses Piano, das 'Acoustic Medley' ist weniger ein solches (Medley), sondern mehr ein Two-Part-Song, bestehend aus einem Akustikgitarren-Duett und einem Akkordeonsolo (= was musikalisch nicht das Geringste mit DE LIRIUM'S ORDER oder den restlichen Song-Singularitäten zu tun hat) und auf 'Piazolla' wird doch tatsächlich - wenn auch vergleichsweise verunglimpft - der legendäre 'Libertango' vom mittlerweile heiligen Herrn (Astor) Piazolla zitiert, ansonsten 'ad Delirium' geknüppelt. Soweit alles gut, ABER ...

Bandgründer, Gitarrist und Hauptkomponist Juha Kupiainen ließ sich mit der Konstruktion der neu(e)n Songs über fünf Jahre Zeit. Das entspricht in etwa einem Song pro Halbjahr - gemessen an anderen hyperproduktiven Acts nicht wirklich viel, aber genug um zu überzeugen, zu beeindrucken, anzustrengen! Apropos: Bei aller spielerischer/produktionstechnischer, rhythmischer/melodischer und kompositorischer/harmonischer Anstrengung bleibt "Singularity" auch nach der fünften Kompletthörung irgendwie unnahbar, kalt, abstrakt - macht aus anfänglichen acht oder neun letztliche sieben Tropfen totes Blut ...

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. I Have Awakened (Intro)
02. Ayatollah
03. Singularity
04. Surfaced
05. The Billion Year Contract
06. Acoustic Medley
07. Orion's Cry
08. Piazzolla
09. The End Of Time
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 35:29 Minuten
VÖ: 26.04.2019

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08.05.2019 Singularity(7.0/10) von Metal Guru

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